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Dee undönige Fritz (4. Teil)


Nu hand see de Hippe ümm de Hütte gebrait unn Hermann zeigte sing Broadkünste, doch de Owram kuanet nich eeten. Iarscht noh mehreren Bittern beteiligte he sich am Festmoal.

Als die drei mit vollem Buck nohieme schwankten, ging de Sonn gerade opp. Owram schlich opp Socken in datt Schloopzemmer. Ida schlief emmer noch friedlich und diepe dank Baldrian. Bie ihrem Anblick wuared dem Owram blümerant awwer schließlich woar he och ienjeschlopen. Ett woar so halvereihte als Owram van demm Ida unsanft utt dem Schloop gerüddelt woar. Owram steh opp, de Hippe iss fott. Owram brukte lang, biss he överhaupt begrippt, wo he woar unn watt datt Ida van emm wual. He stöhnte und stammelen: Äh watt iss los, de Hippe usser Fritz soll wech sin, datt ist omüoglech. Gestern owend woar se noch doo. Datt Dier hat sich sicher lossgerissen unn löppt dur denn Gaaren. Ida schäumte vor Wuat: Hör opp mit dem dösigen Gequasche, Datt Dier iss wech, ech han ett schon öwerall gesökkt unn de ganze Neihberschafft alarmiert. Kieäner hätt denn Fritz gesinn, de iss bestimmt geklout wuaren hütt neiht. Ne, Ne datt lieve Dier, watt gött ett doch schäbbige Lütt, Wenn ich denn kriech, dann kratz ech emm de Oagen uut, jetzt hann ech för hütt morjen kiäne Melk im Koffe.

Owram hätt sich derweil gefangen. Datt iss joo nit so schlimm, dann drenken wir den Koffe mal schwatt, ech kann de ielenge Hippenmelk  jo nit mehr ruken.  Ida riss emm de Bettdecke wech. Steh jetz endlich opp du Suppstömmel und söök dat Dier, datt Sonndachskammesol hängt schon am Stual. Die Owram kroch utt emm Bedde unn de Süake no demm Fritz verlief natürlich ergebnislos. He ging widder opp hiam an. Als he nach einigen Umwegen widder nohieme kom, hatte dat Ida sienen guaden Anzug ut der Schloopkammer gehollt zum ausbürsten.

Mit ienem Blick soh de Owram de Bescherung, machte kehrt und sökte die rettende Schmette opp. Sieng Ruhe duerte nich lang, doo rüpt datt Ida: He Owram kuam dochmal her. Owram överhüorte datt ruopen, doch datt Ida lies nich locker. Sie röpt so luad, datt die ganze Neihbarschaft datt mithüoren deit.

Langsam, gemessenen Schrittes koum de Sünder ut sienem Versteek, da ging ett och glieke loss: Du schleiten Apostel, du Duogenix, schäbbegen Vuogel, nu wiät ech wer mir de Hippe geklaout har. Du bess et jewesen, ech wiät datt allet. Dieän janz Kammesol is voll Hippenhoar und Miste, Dornen vang unsere Heek sind och drin, Junge Junge datt iss en dreggich Stück.

Dee Owram blieb stumm, watt sual he och sagen. Datt Ida kuan sich nit beruhigen. Ihr Gewäster lockte de Neihberschaft opp den Hoff, die sich voller Neuschier und Schadenfreude Idas Sunndachsmorjenpredigt anhörten.

In den folgenden Dagen hing der Huussegen schief, Ida war ungenießbar. Als Meddacheeten gov et nur noch Broaderpel mit Schloot. Fliesch häste ja woll för de nekste Tied genug gehatt, miente sie.

Um der ungemütlichen Atmosphäre zu entfliehen, verkündete de Owram datt he am neksten Dag opp Tour ins Oberbergische fahren wual. Am Sooterschdag wual he terück sinn. Wider Erwarten hatte Ida nix gegen sien Geschäftsreise ientowenden, im Gegenteil von Stund an umsorgte sie ihn mit Lief un Sorgfalt, wie he datt schon lange nich mehr gehatt hätt.

Waröm datt su iss, vertell ech önk nekste Weeke.

Bis strackes önker Klärchen

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Broadkünste/Kochkünste, blümerant/unwohl, halvereihte/halbacht, omüoglech/unmöglich, ruken/riechen, Supperstömmel/Säufer, Sonndachskammesol/Sonntagsanzug, Du schleiten Apostel, du Duogenix, schäbbegen Vuogel/schlechter Apostel, Taugenix, schäbiger Vogel, dreggich/schlechtes, Gewäster/Theater, Broaderpel/Bratkartoffel, Sooterschdag/Sonntag.

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