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Die Vorschläge der Stadt zu Vereinsfesten in Lennep

Dienstag vergangener Woche sprach Oberbürgermeister Burkhard Mast-Weisz im Rathaus mit Lenneper Kommunalpolitikern über die ins Auge gefassten künftigen Plätze für Brauchtumsfeste. Dass es danach keine Verlautbarung für die interessierte Öffentlichkeit gab, war nicht zu erwarten gewesen. Klar war schon vorher: Was die Verwaltung in der morgigen Sitzung der Bezirksvertretung Lennep vorschlagen wird, stößt bei den Lenneper Vereine nicht auf „eitel Freude“. Denn die Verwaltung stellt in ihrer Vorlage fest: „Zum Zeitpunkt der Zusage, alternative Veranstaltungsflächen zu finden, musste von einer entsprechend geringeren Größe des Festzeltes ausgegangen werden, als es heute der Fall ist.“ Und das wiederum lässt für morgen im Deutschen Röntgen-Museum Diskussionen erwarten. Der Beschlussvorlage der Verwaltung im Einzelnen:

  • Dem Schützenverein „Eintracht Lennep“ wird die Robert-Schumacher-Straße … für die Durchführung des Pfingst-, Schützen- und Volksfestes  an maximal acht Tagen / Jahr (inkl. Auf- und Abbau) zur Verfügung gestellt.
  • Dem Lenneper Schützenverein 1805 e.V. wird – für die Sommerkirmes in aktueller Größenordnung – die Robert-Schumacher-Straße … an maximal zehn Tagen / Jahr (inklusive Auf- und Abbau)  zur Verfügung gestellt. Für den Fall, dass künftig wieder eine größere Sommerkirmes möglich ist, kann alternativ die … Robert-Schumacher-Straße an maximal acht Tagen / Jahr (inklusive Auf- und Abbau) in Anspruch genommen werden.
  • Der Lenneper Karnevalsgesellschaft wird zur Durchführung der karnevalistischen Zeltveranstaltungen (in der Größenordnung aus dem Jahr 2016, verbunden mit kleineren Zeltumbauten) die … Robert-Schumacher-Straße an maximal zehn Tagen / Jahr (inklusive Auf- und Abbau)  zur Verfügung gestellt.
  • Dem Verkehrs- und Förderverein Lennep e.V. wird zur Durchführung des Oktoberfestes (in der Größenordnung bis max. 1.500 Personen wie bis zum Jahr 2012) die … Robert-Schumacher-Straße an maximal zehn Tagen / Jahr (inklusive Auf- und Abbau) zur Verfügung gestellt. Für den Fall, dass der Verkehrs- und Förderverein Lennep e.V. eine Zeltveranstaltung mit mehr als 1.500 Personen durchführen möchte, wird der Schützenplatz in Remscheid zur Verfügung gestellt.
  • Für die Durchführung des Osterfeuers des Verkehrs- und Fördervereins Lennep e.V. (in der Größenordnung des Jahres 2016) wird  eine Fläche in der Lenneper Bachtalrunde zur Verfügung gestellt. Das Martinsfeuer des Verkehrs- und Fördervereines Lennep e.V. kann entweder im Lenneper Hardtpark oder auf dem oberen Alter Markt in Remscheid-Lennep (Größenordnung: max. drei Feuerkörbe mit einem Volumen von jeweils 200 Litern unter Beachtung der ordnungsbehördlichen Auflagen) durchgeführt werden, 
  • Für Zirkusveranstaltungen steht der Schützenplatz in Remscheid zur Verfügung.
  • 143.000 Euro werden für die notwendige Herrichtung infrastruktureller Maßnahmen in der Robert-Schumacher-Straße sowie der Bachtalrunde investiert. 

Bei der Größe der auf der Robert-Schumacher-Straße zur Verfügung gestellten Fläche wurde insbesondere die Größe der Veranstaltungen der vergangenen Jahre zu Grunde gelegt. Zum Platz der TBR am Talsperrenweg heißt es in der Vorlage: Das Oktoberfestzelt in der Größenordnung des Jahres 2015 (zulässige Besucherzahl: 2.000 Personen) findet dort Platz.“ Um den Lagerplatz für die Durchführung von Veranstaltungen nutzen zu können, müssten eine weitere Zufahrt sowie Fluchtwege angelegt und eine ausreichend Beleuchtung installiert werden. Dafür sei mit Ausgaben von  390.000 Euro für die Herrichtung des Platzes („sicherheitsrelevante Aspekte“, 15.000 Euro für die Strom- und Wasserversorgung und 5.000 Euro für den Kanalbau – 5.000 Euro zu rechnen. Max. zwei Zeltveranstaltungen im Jahr seien auf dem künftigen Mitarbeiterparkplatz des DOC „planungsrechtlich unschädlich“. Die Durchführung eines Schützenfestes sei aus Platzgründen dort nicht machbar.

Zu den von den Vereinen ins Gespräch gebrachten 13.500 qm in den Baufeldern 9, 9 und 10  im Bereich der Karlstraße (neues Gewerbegebiet) weist die Verwaltung in ihrer Vorlage auf eine schwierige Flucht- und Rettungswegsituation hin, die Veranstaltungen dort gegenwärtig unmöglich mache. Es wären erhebliche bauliche Maßnahmen notwendig, um dort eine adäquate Veranstaltungsfläche herzurichten. Dagegen könnten seien auf der Robert-Schumacher-Straße sämtliche Veranstaltungen möglich, betont die Verwaltung:  „Beide Schützenfeste finden auf der gesamten Robert-Schumacher-Straße ausreichend Platz, um ihre Fahrgeschäfte, etc. aufstellen zu können. Dort kann dort ein Zelt von max. 20 Metern Breite … aufgestellt werden. Die zur Verfügung stehende Länge beläuft sich dem Grunde nach auf ca. 120 Meter Insofern finden die Zelte der Lenneper Karnevalsgesellschaft (Maße im Jahr 2016 inkl. eines sechs Meter breiten Toilettenzeltes - 26 m Breite und 40 m Länge) mit entsprechender Änderung des Toilettenanbaus Platz. (…) Das Festzelt des Verkehrs- und Fördervereines kann in der Größenordnung des Jahres 2012 (zulässige Besucherzahl: 1.500 Personen) aufgestellt werden.“ Der Verkehrs- und Förderverein Lennep e.V. habe eine Fläche präferiert, die nicht im städtischen Eigentum liegt und als landwirtschaftliche Nutzfläche nicht zur Verfügung steht.

Fazit der Stadt: „Bei der Abwägung der widerstreitenden Interessen überwiegt das gesamtstädtische Interesse an einer für die jeweiligen Vereine machbaren und für die Stadt Remscheid finanziell darstellbaren Lösung das Interesse eines einzelnen Vereines, seine in den letzten Jahren gewachsene Veranstaltung auf einem exklusiv für diese Veranstaltung aufbereiteten Festplatz in Remscheid-Lennep durchzuführen.“

Trackbacks

Waterbölles am : Straßenfeste: Breite Mehrheit auch im Hauptausschuss

Vorschau anzeigen
Den Vorschlägen der Stadt zu den künftigen Orten in Lennep für Vereinsfeste, im Waterbölles am 3. Mai veröffentlicht, hatte die Bezirksvertretung (BV) Lennep 4. 4. Mai bei nur einer Nein-Stimme (von Roland Kirchner, W.i.R.) zugestimmt. Mit Ja hatte sogar

Kommentare

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Herbert Frei am :

Schade, dass Herr Kreutzer mehr an seinen eigenen Geldbeutel als an die Veranstaltung an sich denkt. Stichpunkte hier: Monopol beim Kartenverkauf, das dafür extra bestellte Verkaufspersonal, sowie weitere sich lohnenden Kleinigkeiten. ;-)

Roland Kirchner am :

Dieser Kommentar erfüllt meiner Meinung nach den Tatbestand der Verleumdung. Als Vorstandsmitglied des Verkehrs- und Förderverein Lennep e.V. kann ich nur meinen Dank an Klaus Kreutzer aussprechen, der als 1. Vorsitzender keinerlei finanzielle Vorteile genießt, sondern dem Verein praktisch wie finanziell stets großzügig unter die "Arme greift"! Wie haltlos Ihre "Stichpunkte" sind, beweist ein einzige Argument. Würde sich Klaus Kreutzer die "Taschen voll machen", würde er das Oktoberfest nach Remscheid auf den Kirmesplatz verlagern und vergrößern. Für einen Standort in Lennep zu kämpfen, wäre doch dann gemäß Ihren Anschuldigungen kontraproduktiv. Ich lade Sie gerne ein, in unserem Beirat mit zu arbeiten, um sich ein eigenes Bild davon zu machen, wer sich noch alles an den Festen in Lennep bereichert. Genießen sie bei der Vereinsarbeit die selben Vorteile wie Klaus Kreutzer.

Bettina Stamm am :

Breite Akzeptanz für das Projekt bei den Bürgern und den Vereinen wurde vor allem durch Zusagen und Versprechungen geschaffen. Nun wird denjenigen, die die Realisierung dieser Zusagen jetzt einfordern, dies zum Vorwurf gemacht. Vor dem Hintergrund, dass im Sommer bereits der Satzungsbeschluss für den B-Plan erfolgen soll, stellt sich mir allerdings die Frage, inwieweit aktuelle Aussagen wie „vor Abschluss des B-plans für Hackenberg rollt kein Bagger“ und „bevor die Bagger in das Einkaufsdorf rollen, muss erst die neue Feuerwache fertiggestellt sein“, mit der im Kaufvertrag vertraglich vereinbarten Verpflichtung (DS14/3703) des Käufers - innerhalb von vier Monaten ab Bestandskraft des B-plans einen Bauantrag für den ersten Bauabschnitt des DOC zu stellen, innerhalb von zwei Monaten nach Bestandskraft der Baugenehmigung mit dem ersten Bauabschnitt des DOC zu beginnen - überhaupt umsetzbar sind.

Eija Tirkkonen am :

Reden wir über das „Wie“. Zu dem Zeitpunkt der städtischen Verhandlungen über den Grundstückspreis für das DOC galt das Versprechen, dass adäquate Ersatzflächen sowohl für den Kirmesplatz als auch für den Röntgenstadion geschaffen werden. Seitdem wurde der Flächennutzungsplan geändert. Damit das DOC als großflächiger Einzelhandel zulässig wurde, wurde das Baugrundstück in ein Sondergebiet festgesetzt. Darüber hinaus aber wurden auch angrenzende Mischgebiete in Gewerbegebiete umgewandelt, was nicht im geringsten mit der Zulässigkeit des Bauvorhabens DOC zu tun hatte, jedoch eine erhebliche Sparmaßnahme für die Baukosten bedeutete. Die Änderung der Abstandflächenregelung durch das nun geltende Gewerbegebiet hatte zur Folge, dass der Investor dreimal so viel oberirdisches Baurecht erhielt als vorher. Ohne diese Änderung hätte der Bauherr zumindest einen Teil der Parkebenen unterirdisch bauen müssen, was den Anwohnern entgegen gekommen wäre. Durch die oberirdische Bauweise der Lärmquellen sind nun Lärmminderungsmaßnahmen im großen Stil erforderlich, da noch reichlich Wohnnutzung an das DOC angrenzt. Bei der Zukunftswerkstatt wünschten die Teilnehmer ohne Fachwissen mehr Gewerbenutzung (Handel und Gastronomie) in den angrenzenden Gebäuden. Wenn sich diese rein spekulativen Nutzungen als planungsrechtliche Festsetzung im Bebauungsplan wiederfinden, erspart dies dann in Wirklichkeit dem Investor nochmals Baukosten? Erledigen die Anwohner in der Zukunftswerkstatt selbst die Ihnen zustehenden Lärmminderungsmaßnahmen und den Schutz vor einem zu hohen und zu nah anrückenden Sonderbau?

Klaus Kreutzer, Vorsitzender des Verkehrs- und Förderverein Lennep e.V. am :

„Mit dieser Beschlussvorlage wirft die Verwaltung den Fehdehandschuh nach Lennep. Sollte die Politik sich der Verwaltungsmeinung anschließen, wird sich die öffentliche Meinung zu dem DOC weiter polarisieren. Letztendlich prophezeie ich ein Scheitern des gesamten Projektes! Die Drucksache 15/2375 führt für den Verkehrs- und Förderverein Lennep e.V. aus, das er sein Oktoberfest entweder verkleinern oder aber nach Remscheid auf den Schützenplatz „umziehen“ soll. Den Verkehrs- und Förderverein Lennep e.V. verwundert insbesondere, dass dieser Vorschlag zu einem Zeitpunkt kommt, wo er förmlich mit Schreiben vom 1.3.2016 Widerspruch gegen die erneute Offenlage des Bebauungsplanes 657 eingelegt hat. Begründet wurde die Stellungnahme des Verkehrs- und Förderverein Lennep e.V. mit § 1 Abs. 6, Nr. 3 des Baugesetzbuches (BauGB). Dort ist geregelt, dass die sozialen und kulturellen Bedürfnisse der Bevölkerung als selbstständiger Belang im Zuge der Bauleitplanung Berücksichtigung zu finden haben. Wo bitte ist das in der Vorlage 15/2375 umgesetzt und wo bitte wurde eine Abwägung vorgenommen? In der Robert- Schumacher-Straße ist weder Frischwasser noch ein ausreichender Kanal. Selbst die Stromversorgung muss nach eigener Einlassung der Stadtgemeinde Remscheid in der benötigten Größenordnung noch gebaut werden. Die Verwaltung veranschlagt dafür einen Betrag von „ca.“ 100.000 € zzgl. der Anschaffung von Schildern von „ca.“ 10.000 €. Eine Straßenfläche ist keine adäquate Alternative zu einem historischen Veranstaltungsplatz mit einer Größe von 13.800 qm. Ein Veranstaltungsplatz in einem anderen Ortsteil ist genauso wenig eine Alternative für die Ausrichtung für Lenneper Feste. Der Verkehrs- und Förderverein Lennep e.V. wird sein Oktoberfest weiter entwickeln und sich weder verlagern noch beschneiden lassen. Der Verkehrs- und Förderverein Lennep e.V. schließt sich der Forderung der Brauchtumsvereine an: Erhalt des Kirmesplatzes an der Rader Straße, alternativ, Nutzung der Baufelder 8-10 an der Karlstrasse. Der Verkehrs- und Förderverein Lennep e.V. könnte in Lennep die nächste Klägerin gegen einen Teil der Pläne sein und damit das bisher gewollte Ganze zum Einsturz bringen. Der 1. August 1929 war ein „Einmalereignis“. Geschichte wiederholt sich nicht oft und unter den heute handelnden Akteuren wiederholt sie sich mit Sicherheit nicht. Der Verkehrs- und Förderverein Lennep erwartet von den Entscheidungsträgern, die berechtigten Interessen der Bürger von Lennep bei einer Abstimmung zu berücksichtigen. Bitte bringen Sie nicht nur den Sport, die Sportvereine, die Brauchtumsvereine, die organisierten DOC Gegner und mittlerweile einen Großteil der Bevölkerung gegen die eigentlich gute und gewollte Sache DOC auf, so dass es am Ende keinen Sieger, sondern nur Verlierer geben wird. Scheitert die Verlagerung des Veranstaltungsplatzes – scheitert das DOC."

Brigitte Kieslich am :

Also doch die Robert-Schumacher-Straße - ein problematischer Standort für die anliegenden Geschäfte, wie auch der durch Vergleich abgeschlossenen Rechtsstreit zeigt. Auch für den Lärmaktionsplan ist der Standort ungünstig, da die Robert-Schumacher-Straße eigentlich die hoch lärmbelastete Kölner Straße entlasten sollte. Welche Ersatzlösung gibt es für die Kölner Straße? Zudem ist es zumindest nicht besonders fair, in der Vorlage für die Bezirksvertretung zu schreiben, der Verkehrs- und Förderverein lehne den Standort Schützenplatz "aus emotionalen Gründen" ab.Ziel des Vereins ist doch die Stärkung des Standorts Lennep - dem widerspricht natürlich völlig die Verlagerung einer erfolgreichen Veranstaltung wie des Oktoberfestes in die Innenstadt Remscheid. Da bleibt als Lösung für Lennep nur eine Einlassbeschränkung ohne Entwicklungsmöglichkeit - das ist nicht emotional, sondern rein logisch und mit Sicherheit nicht im Sinne einer positiven, besuchsfördernden Entwicklung. Aber im Sinne unserer Stadtplanung: wer braucht schon Brauchtum oder vernünftige Sportstätten, wenn er so etwas Tolles wie ein DOC mit zugehörigem Verkehrsmoloch, gesundheitsschädigender Lärm- und Luftbelastung und Horden von Schnäppchenjägern bekommen kann?

Manfred Zenk am :

Na bravo! Die Sportstätte Hackenberg kommt irgendwann und irgendwie - je nach Kassenlage, das kontinuierlich gewachsene Oktoberfest wird geschrumpft, und Gunther Brockmann stellt das Weinfest in Frage. Der Aufschwung Lenneps durch das DOC ist visionäres Wunschdenken, der Niedergang von Sport und Brauchtum durch das Outletcenter ist bereits eingeläutet.

Ursula Wilms am :

Auf die Straße gesetzt hat die Remscheider Politik ihre Vereine und damit ihre Bürger, wenn sie ihnen die Robert-Schumacher Straße als "Veranstaltungsort" zuweist. Und dies gegen den ausgesprochenen Willen der Vereine, mit denen sie angeblich kooperieren wollte. Auch die Vereine wollten kooperieren und haben konstruktive Vorschläge gemacht, die weggewischt wurden. Versprochen - gebrochen, mehr kann man dazu nicht sagen, denn ein adäquater Veranstaltungsort ist das nicht, genau genommen ist es noch nicht einmal ein Ort, sondern eben eine Straße, und damit stellen die Veranstaltungen auch ein Verkehrshindernis für alle Kunden der anliegenden Märkte dar. Und wer nun meint, er könne dann lieber das andere Einkaufszentrum an der Wupperstraße anfahren, wird, wenn die Politik so weiter macht, die nächste Anfahrtschikane erleben, wenn die Wupperstraße, wie geplant, zum Teil an einen Investor verkauft wird, der dort ein DOC errichten möchte. Feuer und Feste am gerade renaturierten Lenneper Bach verbieten sich von selbst. Und was am Hackenberg passieren soll, gehört nicht unter diese Überschrift, aber wer seinen Bürgern in dieser Weise den Fehdehandschuh zuwirft, der darf versichert sein, dass sie ihn aufnehmen werden, und dass er an Glaubwürdigkeit verloren hat. Dazu trägt auch die Vorgehensweise am Hasten bei, wo die Stadt mit völlig anderen Maßstäben als in Lennep misst, und ebenso Willkür vor Verlässlichkeit walten lässt...

Peter Lange am :

Ist die Robert-Schumacher Str. ein adäquater Ersatz für den Kirmesplatz? Das Argument der Verwaltung, dass sich der Ersatz auf die Ausmaße des Oktoberfestes von 2014 bezieht sticht aus meiner Sicht überhaupt nicht, da ein adäquater Ersatz nur ein Ersatz sein kann der den Veranstaltern die gleichen Möglichkeiten offen lässt wie der heute vorhandene Platz. Dies ist mit der Lösung Robert-Schumacher Str. eindeutig nicht der Fall. Diese Möglichkeiten müssen die Messlatte für einen Ersatz sein und nicht irgendwelche Momentaufnahmen. Als Besucher der Bezirksvertretung am 04.05.2016 stellte sich bei mir ein wohlbekanntes Gefühl ein, nämlich Enttäuschung darüber wie leichtfertig unsere Bezirksvertreter sich als willige Vollstrecker der Verwaltung präsentieren. Im Publikum wurde der Vergleich mit Lemmingen gezogen.

Sven Wolf, Vorsitzender der SPD-Ratsfraktion am :

„Die SPD-Fraktion trägt den Vorschlag für die vorgeschlagenen Ersatzstandorte der Brauchtumsfeste in Lennep mit. Die vier Lenneper Vereine haben nun für ihre Veranstaltungen eine klare Planungssicherheit. Die Schützenfeste auf der Robert-Schumacher-Straße waren bereits in den vergangenen Jahren ein voller Erfolg und für die Besucher attraktiv. Daran knüpfen wir an. Auch in Hückeswagen, Wermelskirchen oder Haan treffen sich die Besucher direkt in der Stadt auf den gesperrten Straßen zur Kirmes. Das Oktoberfest und das Fest der Lenneper Karnevalsgesellschaft finden auch dort direkt neben dem Bahnhof ausreichend Platz um ihre Zelte aufzuschlagen. Für meine Fraktion war früh klar, dass wir nicht die wertvollen, letzten, großen Gewerbeflächen in Remscheid zu einem Veranstaltungsplatz umwandeln werden. Wir wollen der Wirtschaft auch künftig schnelle Angebote zur Um- oder Neuansiedlung machen, um Arbeitsplätze zu sichern und neue zu schaffen. Die Flächen an der Karlstraße sind vorerst die letzten kommunalen Flächen mit mehr als 10.000 Quadratmetern, die direkt bezogen werden können. Der Oberbürgermeister hat es in der Sitzung der Bezirksvertretung Lennep richtig beschrieben: „Gutes soll bleiben, deshalb müssen wir vieles ändern!“ Wir wollen gemeinsam einen neuen Aufschwung für die Lenneper Altstadt und die ganze Region. Das DOC bringt uns diesen Schwung. Wir rechnen mit mehr als zwei Millionen Besucher pro Jahr, die in Lennep Essen gehen, Kaffee trinken und übernachten werden. Für viele Menschen in unserer Region, die bereits seit Jahren nach einem neuen Job suchen, gibt es die Chance auf mehr als 600 neuen Arbeitsplätzen. Das sind für uns wichtige Signale für den Aufbruch in Remscheid.

Klaus Konkel am :

Dieses Projekt ist zu groß für Lennep. Man stelle sich einen Samstag vor. Wo sollen Autos parken, wenn noch Feste im Hardtpark und auf der Robert-Schumann-Straße stattfinden? Wie soll das funktionieren, wenn dann auch noch die Ströme zur neuen Nutzung des "Hertie-Gebäudes" hinzu kommen? Ich würde mir belastbare Zahlen in der Diskussion wünschen, die dem betroffenen Viertel der Remscheider Einwohner klar macht, das dieses Projekt tatsächlich machbar ist. Auch an Sie die Bitte als Landtagsabgeordneter: Setzen Sie sich bitte für die Erstellung eines transparenten Worst-Caste-Szenario der Lenneper Verkehrs- u. Umweltproblematik ein. Begründung: Sorgfaltspflicht gegenüber Bürger und Finanzen.

Dirk Schaefer am :

Mir stellt sich eher die Frage, warum man als Remscheider unbedingt mit dem Auto nach Lennep muss?? Und aus dem Umland ist Lennep ja auch nicht schlecht angebunden..Ein paar Verbesserungen, und niemand muss zu den Festen in Lennep mit dem Auto kommen.

Brigitte Kieslich am :

Wozu auch? Besonders erfolgreiche Veranstaltungen sollen ja bei weiterem Wachstum auf den Schützenplatz in Remscheid verlegt werden. Und das DOC? Für viele Remscheider ist sowieso angesichts der Staus auf der B229 Solingen oder Wuppertal besser erreichbar ... Wenn dann noch das befürchtete Verkehrschaos eintritt - Lokalpatriotismus ist aus Remscheid für Lennep offensichtlich nicht zu erwarten - es braucht also Touristen aus Fernost, wenn das DOC laufen soll. Dafür spricht auch die Werbestrategie von MAG - in China. Wen interessiert da noch der Sport oder regionales Brauchtum?

Klaus Konkel am :

Prima Idee, wenn dann auch die Doc-Besucher noch mit der Bahn anreisen, wäre es perfekt, und ich würde mich über die erwarteten Millionen Gäste freuen. Ein erstes autofreies Doc wäre eine Alleinstellungsmerkmal mit hoher Aufmerksamkeitsquote. Als Lenneper frage ich mich eher, wie komme ich wann durch den Megaverkehr innerhalb Lenneps voran und wieviel giftige Abgase lagern auf Dauer in der Lenneper Talsenke.

Peter Lange am :

Sven Wolf schreibt hier von über 600 neu zu erwartenden Arbeitsplätzen durch das Outlet, der Oberbürgermeister sprach in seinem Vortrag in der Bezirksvertretung Lennep (lt. meiner Mitschrift) von über 900 Arbeitsplätzen neuen Arbeitsplätzen. Vielleicht sollten sich die Herren hier einmal abstimmen.

Bettina Stamm am :

In der Stellungnahme der Stadt ist wiederum von 800 Arbeitsplätzen die Rede, aber wer weiß das schon, denn für alle das DOC legitimierenden Synergieeffekte hat die Stadt bereits festgestellt: „Derzeit lassen sich nicht mit Sicherheit die Synergieeffekte, die mit der Umsetzung des DOC verbunden sind, quantifizieren“. (vielfach verwendeter Textbaustein der Stadt aus: Ergebnisbericht Abwaegungsvorgaenge zur Beteiligung der Oeffentlichkeit Offenlage mit eingegangenen Stellungnahmen Seite 1 bis 1286)

Ursula Wilms am :

Sehr geehrter Herr Wolf, Ihre Argumentation beruht auf völlig falschen Angaben. In Wermelskirchen und Hückeswagen findet zwar ein Teil der Kirmes in den Straßen der Altstadt statt, vergleichbar dem Altstadttrödel und dem Weinfest in Lennep, für weitere Feste halten die Städte aber selbstverständlich auch traditionelle Plätze vor: Loches-Platz, Schwanenplatz, Etapler-Platz und Bahnhofsplatz. Die Kirmes ist in die Stadt integriert und findet nicht auf einer Zuwegung zu einem Einkaufszentrum statt. Es bleibt dabei: die Politik hat ihre Bürger auf die Straße gesetzt. Und für was? Für die "Schlusswehen eines nicht mehr funktionierenden ökonomischen Systems." So bezeichnet Prof. Dr. Uwe Schneidewind, Chef des Wuppertal Instituts, die Planungen der drei bergischen Städte. Und er attestiert ihnen, dass sie damit in die falsche Richtung gehen. Im Rahmen eines Univortrags erläutert Prof. Schneidewind seine Forschung und auch, welche Ressourcen das Bergische Land wirklich hat. Dieser Vortrag findet am kommenden Donnerstag um 19 Uhr in der Klosterkirche statt. Ich hoffe, dass man die Verantwortlichen der Remscheider Politik dort sehen wird und dass sie in der Lage sind, die Ressourcen wirklich zu nutzen.

Michael Heimlich am :

Positivismus pur! Nachgefragt, Herr Wolf: Was bleibt denn "Gutes" in Lennep ? Neuer "Schwung" gleich Synonym für Stau, Umweltbelastung, deutliche erhöhte Emissionswerte? "Gegessen u. Kaffee getrunken" wird wohl in der integrierten DOC-Gastronomie ! Der "Zuwachs an Übernachtungen" ist erst einmal ein netter Traum, und als Sozial-Demokrat u. Landtagsabgeordneter sollten Sie einen etwas differenzierteren u. kritischeren Blick auf die Qualität u. Nachhaltigkeit der prognostizierten Arbeitsplätze im DOC haben und sich vielleicht Gedanken über wegfallende im eigentlichen Zentrum Remscheids machen. Ansonsten braucht sich keiner zu wundern, wenn`s demnächst auch im Land NRW mit der SPD weiter Berg ab geht, denn "Sozial-Kompetenz" = ?

Lothar Kaiser am :

Per Zufall gerade eben entdeckt: https://www.youtube.com/watch?v=PUP2CowJ-uc&feature=youtu.be (Der OB zu den Brauchtumsfestenin Lennep)

Klaus Runge am :

Sehr geehrte Frau Wilms, ich bin sehr daran interessiert, mehr über den Vortrag von Prof. Schneidewind in der Klosterkirche zu erfahren. Haben Mitglieder der Remscheider Stadtverwaltung und/oder des Stadtrates die Behauptung von Herrn Prof. Schneidewind erfolgreich widerlegt, mit der DOC/FOC-Planung seien Remscheid und Wuppertal in der falschen Richtung unterwegs? Nach dem Bericht im RGA sagte das Prof. Schneidewind in Solingen, wo er zum gleichen Thema sprach. Oder gibt es sogar aus dem Remscheider Rathaus eine Antwort auf diese Frage?

Manfred Zenk am :

Sehr geehrter Herr Runge, ich habe den Vortrag Prof. Schneidewinds in der Klosterkirche nicht besucht, kann aber aufgrund meiner Remscheider Erfahrung mit der Verwaltung und dem Rat Ihre Frage beantworten. Wenn jemand etwas widerlegen oder entkräften will, dann muss er das zunächst mal wollen. Dieser Wille ist aber bei den scheuklappenbehafteten DOC-Einpeitschern nicht vorhanden. Zudem muß er es können. Dazu fehlen den rosa bebrillten Outlet-Befürwortern aber belegbare Argumente und Zahlen. Sie können ja nicht einmal die gut recherchierten Gründe der Lenneper DOC-Gegner sachlich widerlegen, um wieviel weniger dann die wissenschaftlich ermittelten Aussagen eines Hochschulprofessors! Man kann es den Mietgliedern der Stadtverwaltung und des Rates nur wünschen, sich eine blamable Stellungnahme verkniffen zu haben.

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