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Elektro-Ladestationen werden kaum nachgefragt

Zur Sitzung des Ausschusses für Stadtentwicklung, Wirtschaftsförderung, Energieeffizienz und Verkehr am 3. März hatten die Remscheider Grünen einen Antrag zur Elektromobilität vorgelegt. Damit sollte erreicht werden, dass die Verwaltung ein städtisches Gesamtkonzept zur Förderung der Elektromobilität und Verbesserung der Infrastruktur (u.a. Ausbau von Ladestationen in  Parkhäusern und auf öffentlichen Parkplätzen) erarbeitet und der städtische Fuhrpark schrittweise auf Elektro- und Erdgasantriebe umgestellt wird. Der Rat  beschloss am 7. April allerdings eine erneute Beratung in den Fachausschüssen, sobald die die Verwaltung  eine Vorlage zu folgenden Punkten erstellt habe: Örtliche Situation, bisherige Zukunftsplanungen, Kostenermittlung und mögliche Finanzierung. Dies ist inzwischen geschehen. Als erster Ausschuss wird sich der für Bürger, Umwelt, Klimaschutz und Ordnung damit am 10.Mai befassen.

Aktueller Sachstand: Derzeit sind rund 30 Elektrofahrzeuge im Stadtgebiet zugelassen. Die EWR GmbH betreiben drei Ladestationen für derartige Fahrzeuge am Friedrich-Ebert-Platz, bei der EWR-Hauptverwaltung an der Neuenkamper Straße  und in der Tiefgarage Theodor-Heuss-Platz. Die Inanspruchnahme dieser Anlagen ist nach Aussage von Vertretern der EWR GmbH äußerst gering. Dies ist neben der niedrigen Anzahl an Fahrzeugen auch dadurch zu erklären, dass Elektrofahrzeuge ebenso über herkömmliche 220 Volt-Steckdosen geladen werden können. Mit einem Zusatzgerät (Wallbox) kann der Ladevorgang beschleunigt werden. „Somit besteht gegenwärtig keine Notwendigkeit zur Errichtung von weiteren Ladestationen“, so die Verwaltung Sie rät  von einer generellen Nutzung der Busspuren durch E-Fahrzeuge ab, da diese für Fußgänger aufgrund mangelnder Motorengeräusche schlecht wahrnehmbar seien und außerdem in den Haltestellenbereichen Probleme mit dem Busverkehr hervorriefen. werden.

Elektrofahrräder hätten in Remscheid eine starke Verbreitung gefunden, berichtet die Verwaltung weiter haben. Das Radfahren habe dadurch „auch bei der hiesigen Topografie an Bedeutung gewonnen und  zwar hauptsächlich im Freizeitbereich.“ Die EWR GmbH bietet ein Förderprogramm mit 100 € Zuschuss pro E-Fahrrad an, soweit ein Ökostromvertrag besteht oder abgeschlossen wird, du unterhält drei öffentliche Ladestationen am H2O, am Alten Markt in Lennep und in Bergisch. Born an der Balkantrasse. Der Strom wird kostenlos abgegeben. Die Inanspruchnahme seit allerdings  gering. Die Batterien hätten heute schon eine Reichweite, die für eine Tagestour ausreichend sei, so dass die Ladung auch problemlos zu Hause erfolgen könne

 Im Übrigen sei gesondertes Konzept zur Elektromobilität nicht zweckmäßig, da der Themenbereich „Elektromobilität im Rahmen der Fördermaßnahme „Klimaschutzmanagement“ behandelt werden soll. Was die Anschaffung von E-Fahrzeugen für die Stadtverwaltung angehe, bleibt zunächst abzuwarten, ob und wie eine staatliche Kaufprämie für E-Fahrzeuge, wie sie derzeit innerhalb der Bundesregierung zur Diskussion steht, eingeführt werde.

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Kommentare

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Chronist am :

Die Stellungnahme der Verwaltung auf die Elektromobilitätsinitiative der Grünen sei recht defensiv ausgefallen, monierte gestern im Entwicklungsausschuss Günter Bender in Namen seiner Partei. Drei Strom-Tankstellen in Remscheid, wo lediglich 30 Elektrofahrzeuge gemeldet seien, da fehle offenbar die nötige Infrastruktur. Das meinte auch Karl-Heinz Bobring, Vorsitzender des Remscheider Behindertenbeirats, und verwies auf Mieter. Die könnten sich gar kein Elektroauto anschaffen, weil Ihnen die Steckdose fürs Aufladen fehle. Die hätten lediglich Haus- bzw. Garagenbesitzer. Bobring empfahl den Stadtwerken, ein Konzept zur Förderung von Elektrofahrzeugen zu erarbeiten. Den „Defensiv“-Vorwurf wollte Wolfgang Putz, Chef des Remscheider Umweltamtes, so nicht stehen lassen. Die Fahrzeuge seien ja nicht per se umweltschonend, sondern es komme darauf an, woraus der Strom produziert worden sei, mit dem sie führen. Tatsache sei jedenfalls, dass derzeit nur ein Drittel des Stroms aus erneuerbaren Quellen stamme.

Chronist am :

Natürlich seien Elektroautos nicht "per se" umweltschonend, meint Karl-Heinz Bobring. Das habe aber nichts damit zu tun, wo ihre Akkus aufgeladen werden. „Wenn man in die Zukunft planen will, muss man sich frühzeitig auf kommende Gegebenheiten vorbereiten. Beispiele: Ein Rollstuhlfahrer wird die Geschäfte aufsuchen, in die er auch hineinkommt. Wenn dann andere Läden mit Treppen vorm Eingang feststellen, dass "kein Bedarf besteht", weil Rollstuhlfahrer noch nie zu ihnen kamen, dann wundert mich das nicht, ist aber keine stichhaltige Aussage!“ Und wenn ein Busunternehmen "keinen Bedarf" sehe, Busse mit Absenkungsvorrichtung anzuschaffen, da ja bisher kein Rollatorbenutzer ein solches Angebot nachgefragt habe, dann sei das ebenfalls schon fast komisch. „Warum sollte ein Rollifahrer o. ä. einen Bus aufsuchen, wenn er weiß, dass er da nicht reinkommt? Und warum sollten E-Autofahrer in eine Stadt kommen zum Einkauf oder aus touristischem Interesse, wenn sie befürchten müssen, dass sie dort im Notfall ihre Fahrzeuge nicht aufladen können? Und warum sollten Interessenten für E-Autos sich zum Kauf entscheiden, wenn sie nicht selbst über Ladestationen verfügen? Und wie kann ein Externer oder auch nur Uninformierter erfahren, wo denn Ladestationen sind? Und was, wenn diese Ladestation dann auch noch besetzt ist, da an dieser Stelle nur eine Station vorhanden ist?“ Vorausschauende Planung sehe jedenfalls anders aus.

Chronist am :

Bei der Frage ob zuerst die Nachfrage da sein müsse oder erst die Infrastruktur, bei sich wieder mal die Katze in den Schwanz, meinte gestern im Hauptausschuss David Schichel von den Grünen.

Chronist am :

Nach der Sommerpause wird sich der Ausschuss mit dem Antrag befassen, den die Fraktion der Grünen gestern im Rat der Stadt eingebracht hat. Darin beantragt sie die Gründung eines „Arbeitskreises zur Förderung der Elektromobilität in Remscheid“, unter Beteiligung der städtischen Töchter Stadtwerke Remscheid (inkl. PSR, EWR), TBR sowie der GEWAG. Die Ziele sollen sein: „Konzeptionierung geeigneter und auf einander abgestimmter Förderinstrumente und Dienstleistungsangebote zur Nachfrage-Aktivierung und zur Förderung der Nutzung von Elektromobilität im privaten, gewerblichen und öffentlichen Bereich; Entwicklung eines städtischen Konzepts für den Ausbau der notwendigen Infrastruktur im öffentlichen Raum, welches das Prinzip der Bedarfsorientierung und das Ziel der Nachfrageaktivierung gleichermaßen berücksichtigt; Entwicklung von Leitlinien zur Berücksichtigung der Belange und des Ausbaus der Elektromobilität bei zukünftigen Planungen und Projekten im Rahmen der Stadtentwicklung.“

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