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Mountainbiker: Für Knochenbrüche kein Schmerzensgeld

Der Remscheider Forstverband muss einem Mountainbiker keine 6.500 Euro Schmerzensgeld zahlen für mehrere Knochenbrüche, die dieser erlitten hatte, als er im vergangenen Jahr auf dem Röntgenweg gestürzt war. Auf der abschüssigen Strecke hatte er eine Treppe übersehen. Die Klage vor dem Wuppertaler Landgericht begründete der Radfahrer damit, dass der Forstverband auf die gefährliche Treppe habe hinweisen müssen. Die Richter folgten jedoch der Argumentation des Beklagten: Auf dem unbefestigten Wanderweg sei Radfahren verboten; der Kläger habe das Unfallrisiko folglich alleine getragen.

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Kommentare

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Carsten Fickenzer am :

Glücklicherweise hat hier Justitia eine gute Entscheidung getroffen und eine solch unsinnige und zugleich unverschämte Klage zurückgewiesen. Der einzig ersichtliche Hintergrund einer solchen Klage kann lediglich Geldgier im Stil der amerikanischen Rechtsprechung sein. Der Mountainbiker konnte glücklicherweise niemandem weismachen, sein einziges Anliegen wären die Hinweisschilder auf diese ungemein "gefährliche Treppe". Nur als Hintergrund für den geneigten Leser: Ich kenne weder die böse Treppe, noch den ungeschickten Radfahrer. Doch es sollte für jeden Sportler und Nichtsportler klar sein: Wenn ich mit einem Rad durch den Wald fahre, besteht die Gefahr das ich stürze. Der Radfahrer bringt sich eigenständig bewußt und gewollt in Gefahr. Warum soll das Forstamt hierfür zahlen? Beantworten kann das sicherlich nur der Mountainbiker. Ach ja, nur am Rande bemerkt. Im Rahmen der Diskussion um Raucher die unser Gesundheitssystem ja so arg belasten. Die ganze Riege der Extremsportler, die nach Ausübung ihrer "Sportarten" ihre Krankenversicherungen in Anspruch nehmen, tragen sicherlich auch eine ganze Menge zur Höhe der Krankenversicherungsbeiträge bei. Da aber hier der "Sport" im Vordergrund steht, der ja so gesund ist, traut sich anscheinend niemand hier für die Versicherten Extremsportler höhere Beiträge zu fordern. Was wohl der Arbeitsausfall, die Behandlungskosten, die Gerichtskosten für dieses Verfahren für einen gesamtwirtschaftlichen Schaden angerichtet haben? Wir werden es wohl nie erfahren.

Chronist am :

Auch die zwischenzeitliche Berufungsklage vor dem Oberlandesgericht Düsseldorf wurde zu Gunsten des Forstverbands Remscheid abgewiesen. In der Urteilsbegründung heißt es u.a., dass „eine Verletzung der Verkehrssicherungs-pflicht im Wald nur dann in Betracht kommt, wenn der Waldbesitzer besondere Gefahren schafft oder duldet, die ein Waldbesucher nicht oder nicht rechtzeitig erkennen kann und auf die er sich nicht einzurichten vermag (...).“ Weiter führt das OLG aus: „Bei einer der Örtlichkeit angepassten Geschwindigkeit, also bei einem Fahren im Schritttempo, hätte der Kläger den bedauerlichen Unfall vermeiden können, weil er dann – wie die Fußgänger auch – die Treppe rechtzeitig hätte bemerken können“. Der Forstverband Remscheid begrüßt das Urteil, da es eine Vielzahl richtungsweisender Elemente über die Verhaltenspflichten von Waldbesuchern, insbesondere von Fahrradfahrern, enthält. Das Urteil führt damit wieder zu einer höheren Rechtssicherheit für viele Waldbesitzer im Land Nordrhein-Westfalen. (aus einer Pressemitteilung des Forstverbandes, der seit seiner Gründung 1947 die Interessen von etwa 700 Waldbesitzern mit einer Gesamtfläche von ca. 1.200 ha Wald vertritt und damit ca. 50 % der Remscheider Waldflächen. Der Forstverband wird durch das Stadtforstamt Remscheid betreut.) .. 2/2 - 2 - Weitere Einzelheiten geben Vorstand und Geschäftsführung im Rahmen der diesjährigen Forstverbandsversammlung am 24.01.2008 um 14:30 Uhr im Restaurant Mebusmühle bekannt, zu der Vertreter der Presse herzlich eingeladen sind. Um kurze Voranmeldung zur Veranstaltung wird gebeten. Forstverband Remscheid

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