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Neue Nahversorgung hängt vom Votum der Bürger ab

Nachdem die Bezirksregierung Fördermittel in Höhe von 5.000 Euro freigegeben hat – die gleiche Summe hatte zuvor bereits die Wohnungsbaugesellschaft GEWAG beigesteuert – kann die Interessengemeinschaft (IG) Hasenberg jetzt ihrem Plan nähertreten, im Stadtteil die Nahversorgung der rund 5.000 Bewohner/innen (ca. 1.900 Haushalte) wiederzubeleben. Ins Auge gefasst hat sie dafür mit Zustimmung der GEWAG das leerstehende EDEKA-Geschäft am Hasenberger Weg mit weiteren Geschäften in direkter Nachbarschaft. Mit den Fördergeldern können im Wesentlichen die unterstützenden Experten honoriert werden, ohne die es in diesem Fall nicht geht. Sie kommen von der DORV-Zentrum GmbH (UG) aus Jülich. Und einer von ihnen, Geschäftsführer Heinz Frey, nahm gestern an der Pressekonferenz teil, zu der Rainer Hoffmann, der Vorsitzende der IG, zum Hasenberger Weg 13 eingeladen hatte. Die Beratungsfirma “DORV” soll die “ Existenzchancen und Rahmenbedingungen eines multifunktionalen DORV-Ladens auf dem Hasenberg” untersuchen. Dabei steht „DORV“ für „Dienstleistung und ortsnahe Rundum-Versorgung“.

Anfang des Jahres hatte de GEWAG bei der Beratungsfirma ein Gutachten in Auftrag gegeben. Darin werden die Voraussetzungen und Rahmenbedingungen für eine neue Nahversorgung auf dem Hasenberg positiv beurteilt. Aber: „In zahlreichen Gesprächen des IG-Vorstandes mit möglichen Ladenbetreibern zeigte sich leider, dass ein neuer Laden nach dem üblichen Konzept der im Umfeld ansässigen Ladenketten keine Überlebenschance hat. Auch die wesentlichen Voraussetzungen für einen genossenschaftlich oder gemeinnützig geführten Frischemarkt sind nicht erfüllbar“, betonte gestern Schriftführer Heinz-E. Boden. „Uns bleibt daher nur die Chance, mit aktiver Unterstützung der Anwohner auf dem Hasenberg das Projekt eines „multifunktionalen“ Nahversorgungszentrums voranzubringen!“

Nach diesem „DORV-Konzept“ werden schon in mehreren Kommunen kleine Läden betrieben,  die ein in der Markenvielfalt reduziertes, umfassendes und preiswertes Warenangebot bieten, frisches Obst und frische Fleischwaren eingeschlossen, den Wünschen der Kunden angepasst. Heinz Frey weiß aus Erfahrung: „Die Vorteile des Ladenkonzepts ‚klein aber fein‘ werden von den Kunden erkannt und geschätzt!“ Die IG Hasenberg kann sich vorstellen, dass mit dem neuen Laden auch ein kleines Café verbunden sein wird sowie ein Serviceangebot (etwa Botengänge, das An- und Abmelden von Fahrzeugen  im Ämterhaus am Ebertplatz oder Warenbestellungen über das Internet für Unkundige). Nach dem Prinzip eines solchen „multifunktionalen Zentrums“ funktioniere auch der DRV-Laden in Düren, so Fey.

Mit einer Postwurfsendung ab Donnerstag. 26. Mai, alle Haushalte auf dem Hasenberg sowie auf einer Bürgerversammlung am Mittwoch, 6. Juni, um 19 Uhr in der Grundschule Schneppendahler Weg 41-43 sollen die Bürger/innen mehr über „DORV“ und das weitere Vorgehen der IG Hasenberg erfahren – und das Engagement, das von ihnen persönlich erwartet wird. Angefangen bei mindestens 20 Ehrenamtlichen. Ihre Aufgabe wird es sein, ab 20. Juni einen detaillierten Fragebogen an die Haushalte auf dem Hasenberg zu verteilen nach dem Motto „aktive Bürger befragen ihre Nachbarn“. Heinz-E. Boden: „Wir müssen herausfinden, welche Waren und Dienstleistungen gewünscht werden. Und es muss vor allem, ob das neuartige Konzept des DORV-Zentrums die Zustimmung der Anwohner finden wird!“ Rainer Hoffmann: „Das Umfrageergebnis sollte Ende Juli feststehen!“

Und dann? Stellt sich heraus, dass ein neuer „DRV-Laden“ tatsächlich Chancen hätte, beginnt erst die eigentliche Arbeit. In Arbeitsgruppen unter Beteiligung engagierter Bürger, wie die IG Hasenberg hofft. Dabei geht es um Themenbereiche wie „Warenangebot, Wareneinkauf (Zulieferer), Businessplan bzw. Finanzierung von Warenbestand und Ladeninventar. Die beiden letztgenannten Posten könnten sich auf 120.000 Euro summieren, meinte gestern Heinz Frey. Und „Ein weißer Ritter ist noch nicht in Sicht!“

Ein gebürtiger Remscheider hätte es so ausgedrückt: „An Schmitz Backes ist die IG Hasenberg noch lange nicht vorbei!“ Der IG-Vorstand und sein Berater Fey geben sich allerdings zuversichtlich. Denn in einigen anderen Stadtteilen Remscheids bestünden die gleichen Probleme mit der Nahversorgung der Bevölkerung. Da biete sich eine Kooperation an. Boden: „Man muss das Rad schließlich nicht jedes Mal neu erfinden!“ Die IG Hasenberg hält jedenfalls an ihrem Ziel fest: „Wir möchten erreichen, dass die für das tägliche Leben erforderliche Grundversorgung mit Lebensmitteln, Gütern des täglichen Bedarfs und Dienstleistungen im Stadtteil wieder fußläufig erreichbar wird. Das ist besonders wichtig für ältere Menschen, junge Familien und Kinder. Wir wollen sicherstellen, dass in einem zentral im Stadtteil gelegenen Versorgungszentrum Raum für Begegnung und Kontakte angeboten wird. Persönliche Begegnungen und Gespräche fördern Verstehen, Toleranz, Hilfsbereitschaft und gemeinsame Aktivitäten. Sie sind ein guter Schutz gegen Vereinsamung!“ Eines ist aber auch klar: „Falls die Kunden nicht rege kommen werden, wird es auf dem Hasenberg endgültig kerne Grundversorgung mehr geben!“

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