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Sprache, Normen und Werte stehen auf dem Stundenplan

Im Jahre 2005 starteten die Remscheider Wirtschaftsjunioren an der Alexander-von-Humboldt-Realschule (AvH) ihr Sprachförderprojekt „Wortschatz“. Längst gibt es weitere „Wortschatz“-Gruppen am Ernst-Moritz-Arndt-Gymnasium, dem Gertrud-Bäumer-Gymnasium und dem Leibniz-Gymnasium. Sie alle dienen der Förderung von Kindern vornehmlich der fünften und sechsten Klassen aller Schulformen, die sich mit der deutschen Sprache schwertun, für die aber im normalen Unterricht meist keine Zeit bleibt. Darunter sind, wie sollte es anders sein, viele Jungen und Mädchen mit Migrationshintergrund. Und der Bedarf an Sprachförderungen steigt – mit der Zahl der Kinder aus Asylanten- bzw. Flüchtlingsfamilien. Das zehnjährige Bestehen ihres Projektes nahmen deshalb am vergangenen Freitag Dr. Oliver Kempkes, Sprecher der Wirtschaftsjunioren Remscheid, und Alexa Schmitt, Leiterin des Arbeitskreises Schule-Wirtschaft, und Dr. Peter Dültgen zum Anlass, um der Realschule an der Grunerstraße zusätzlich zur jährlichen finanziellen Unterstützung des Sprachunterrichts durch Lehramtsstudenten einen Scheck über 1.000 Euro „on top“ (Alexa Schmitt) zukommen zu lassen. Das Geld soll gezielt für die  Sprachförderung der 18 Flüchtlingskinder zwischen elf und 17 Jahren aus Syrien, Afghanistan und Bulgarien eingesetzt werden, die an der AvH seit dem vergangenen Jahr eine so genannte „Seiteneinsteigerklasse“ besuchen, weil für sie die sprachlichen Hürden für den Besuch der altersentsprechenden Regelklassen noch zu hoch wären.

Unterrichtet werden die Flüchtlingskinder von Konrektor Pavle Madzirov und Katherina Stojcevska. Sie hatte im vergangenen Jahr eigens zu diesem Zweck auf der Basis von 20 Stunden eingestellt werden können. Ihr Landsmann Madzirov – beide stammen aus Mazedonien - übernimmt wöchentliche weitere sechs Stunden. Schulleiterin Sabine Ernst schilderte am Freitag, wie die Kommunikation zwischen Lehrern und Schüler/innen in der Praxis abläuft: "Mal auf Englisch, mal auf Bulgarisch, mal auf Arabisch, mal auf Deutsch!“ Ein Sprachunterricht, in dem neben dem üblichen Unterrichtsmaterial auch handwerkliches Arbeiten eine Rolle spielt. Denn dabei bleiben neue Begriffe erfahrungsgemäß leichter im Gedächtnis haften. Es gibt dafür aber noch einen zweiten Grund – Praxisbezug –, wie Schulleiterin Ernst erläuterte: „Ein Teil der Schüler/innen wäre auf einer Berufsschule besser ausgehoben!“

Sprache lässt sich über ganz unterschiedliche Themenfelder vermitteln. Das kann die Kunst sein, der Sport oder die Technik. Gegenwärtig steht in der Förderklasse der AvH der Bau eines kleinen Roboters auf dem Stundenplan. Und wie der am besten aus den vorgegebenen Einzelteilen zusammengebaut wird, soll am Ende ein kleines Video zeigen, das die Schüler/innen selbst aufgenommen haben. Madzirov ist immer wieder erstaunt über die hohe Motivation, mit der junge wie ältere Schüler her im Deutschunterricht bei der Sache sind.

Weil sich Sprache aber nicht nur in einem abgetrennten Klassenzimmer, sondern auch und gerade mitten in der deutschen Gesellschaft vermitteln lässt, will Schulleiterin Sabine Ernst die Spende der Wirtschaftsjunioren zur Finanzierung eines Ausflugs einsetzen. Auch dabei könnten die Flüchtlingskinder – ein weiteres Förderziel - mit deutschen Normen und Werten vertraut gemacht werden. Um die Kinder „so schnell wie möglich zu integrieren und am Regelunterricht teilnehmen lassen zu können“.

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