Skip to content

Anzeige

Bau-Innung Remscheid Innung für elektrotechnische Handwerke Remscheid Fachinnung für Metall- und Graviertechnik Innung für Sanitär- und Heizungstechnik Remscheid
Dachdecker-Innung Remscheid Friseur-Innung Remscheid Maler- und Lackierer-Innung Remscheid Kraftfahrzeughandwerk Remscheid

22.000 Euro zur Bekämpfung der Arbeitslosigkeit

Bei Kapitalverzinsungen, die langsam gegen Null tendieren, ist den Vorständen gemeinnütziger Stiftungen schon lange nicht mehr zum Lachen zumute. Gleichwohl konnte gestern Werner Anders, der Vorsitzende des Kuratoriums der „Stiftung Soziale Impulse für Remscheid und Umgebung“ strahlen. Schließlich waren in den vergangenen Jahren dank gutverzinster (auslaufender) Anlagen ein Zinserlös von 22.000 Euro zusammengekommen, den es entsprechend dem Stiftungszweck zu verteilen galt.

2005 hatte Kreissynode des Evangelischen Kirchenkreises Lennep die Stiftung ins Leben gerufen und mit den Geldern versehen, die sich bei Auflösung der Remscheider Arbeitslosenhilfe e.V. (Vorgänger der Arbeit Remscheid gGmbH) noch in deren Kasse befunden hatten. Werner Anders: „Die sieben Gemeinden des Kirchenkreises hatten den Verein in den Vorjahren jährlich mit rund 10.500 Euro unterstützt, um Projekte zu fördern, durch die Arbeitslosigkeit vermieden werden sollte!“ An diesem Ziel hat die neue Stiftung festgehalten. Zitat aus der Satzung: „Die Die Stiftung lässt nicht berufsreifen Jugendlichen und Heranwachsenden sowie Langzeitarbeitslosen und deren Familien die notwendige Förderung der persönlichen, schulischen und beruflichen Qualifikation und sozialen Kompetenz zukommen. Dabei sollen auch Maßnahmen zur Bekämpfung von Überschuldung, Wohnungslosigkeit sowie Suchtphänomenen, die einer Eingliederung in den Arbeitsmarkt entgegenstehen, gefördert werden.“

Das Stiftungsvermögen, derzeit 95.000 Euro, wird als Sondervermögen durch den Kirchenkreis verwaltet. Mitglieder des Kuratoriums sind neben Werner Anders Pfarrer Martin Rogalla, Vorsitzender Fachausschuss Diakonie, Pfarrerin Sibylle Karrer, stellvertretende Vorsitzende Fachausschuss Diakonie, Florian Schäfer, der neue Geschäftsführer des Diakonisches Werks, Wolfgang Löltgen, Mitglied Fachausschuss Diakonie, und Wolfgang Pfaff, früher Verein Arbeitslosenhilfe e.V.). Sie hatten die Ausschüttung der Stiftungsmittel in Höhe von insgesamt  22.000 Euro bereits am 12. April beschlossen. Gestern nun wurden die symbolischen Schecks übergeben. Das Geld soll helfen, Langzeitarbeitslosen, Geflüchteten und Jugendlichen Beschäftigungsperspektiven zu geben.

Für die Freiwilligenzentrale Die Brücke e.V. freute sich Annette Potthoff über 2.250 €, zumal die Stadt Remscheid den Verein nur in der Startphase finanziell unterstützt hatte. Die Freiwilligenzentrale ist eine Informations- und Beratungsstelle für freiwilliges und ehrenamtliches Engagement im Stadtgebiet von Remscheid und will mit der Spende ihre Öffentlichkeitsarbeit intensivieren, um auch „noch nicht im Arbeitsleben integrierten Jugendlichen“ für ehrenamtliche Tätigkeiten zu interessieren. Dabei will sie mit der „Taschengeldbörse“ zusammenarbeiten, für die gestern Natalia Talmon 2.000 Euro entgegennahm. Auch diese Einrichtung leidet unter „Ebbe in der Kasse“ und wird in diesem Jahr von der Stadt nicht mehr unterstützt. Dabei ist das Interesse groß. „Wir haben inzwischen in unserer Datei 40 Senioren und 86 Jugendliche“, berichtete Natalie Talmon. Die „Taschengeldbörse“ ist eine Koordinationsstelle des Diakonischen Werkes, die Jugendlichen, die ihr Taschengeld aufbessern möchten mit Menschen aus der Generation 50 plus, die eine Hilfstätigkeit zu vergeben haben, zusammen bringt (z.B. Gartenarbeit, Schnee räumen, Straße kehren, Erledigung von Einkäufen, Unterstützung im Haushalt etc.).

Über den zweitgrößten Einzelbetrag, 6.250 €, konnte sich Ralf Barsties freuen, der Geschäftsführer der Arbeit Remscheid gGmbH. Das Stiftungsgeld soll in ein Projekt mit Langzeitarbeitslosen fließen. Barsties: „Wir wollen die Aufenthaltsqualität im Freizeitpark Kräwinklerbrücke verbessern!“ Konkret: Es sollen weitere Ruderboote angeschafft und der ausgediente Straßenbahnwaggon auf dem Gelände so repariert und verschönert werden, dass sich Besucher dort gerne aufhalten.

Die Arbeitslosenberatung des Diakonischen Werks unterstützt die Stiftung mit dem größten Einzelbetrag, 11.500 €. Florian Schäfer: „Mit dem Geld wollen wir eine niederschwellige Anlaufstelle für Flüchtlinge schaffen, die den deutschen Arbeitsmarkt noch nicht kennen!“ Sie sollen in einem „Café International“ im Arbeitslosenzentrum neben der Stadtkirche am Markt Erfahrungen austauschen und sich beraten lassen können. Ziel ist eine (Wieder-) Eingliederung in die Lebenszusammenhänge und in Arbeit. Es komme darauf an, den Selbsthilfewillens der Betroffenen zu fördern, so Schäfer.

Wann die nächste Spendenausschüttung aus Zinserlösen ansteht? Werner Anders sieht da schwarz. „Ein Prozent Zinsen im Jahr bedeutet bei unserem Stiftungskapital gerade mal eine Einnahme von 950 Euro!“ Deshalb hofft die Stiftung auf Zustiftungen betuchter Bürger/innen oder Erblasser in das Stiftungsvermögen. Eine solche Zustiftung sei auf längere Sicht nachhaltiger, meinte der Vorsitzende des Kuratoriums. Denn eine Spende müsse noch im gleichen Jahr weitergegeben werden. Die Kontodaten: Konto 1010208021 bei der KD-Bank Duisburg (BLZ 35060190).

Trackbacks

Keine Trackbacks

Kommentare

Ansicht der Kommentare: Linear | Verschachtelt

Noch keine Kommentare

Kommentar schreiben

Die angegebene E-Mail-Adresse wird nicht dargestellt, sondern nur für eventuelle Benachrichtigungen verwendet.

Um maschinelle und automatische Übertragung von Spamkommentaren zu verhindern, bitte die Zeichenfolge im dargestellten Bild in der Eingabemaske eintragen. Nur wenn die Zeichenfolge richtig eingegeben wurde, kann der Kommentar angenommen werden. Bitte beachten Sie, dass Ihr Browser Cookies unterstützen muss, um dieses Verfahren anzuwenden.
CAPTCHA

Standard-Text Smilies wie :-) und ;-) werden zu Bildern konvertiert.
Formular-Optionen

Die einzelnen Beiträge im "Waterbölles" geben allein die Meinung des Autors / der Autorin wieder. Enthalten eingeschickte Texte verleumderische, diskriminierende oder rassistische Äußerungen oder Werbung oder verstoßen sie gegen das Urheberrecht oder gegen andere rechtliche Bestimmungen oder sind sie nicht namentlich gekennzeichnet nebst E-Mail-Adresse, werden sie nicht veröffentlicht. Das gilt auch für substanzlose Bemerkungen ("Find ich gut/schlecht/blöd...etc."). Aus den oben genannten juristischen Gründen sowie bei längeren Texten sind auch Kürzungen nicht ausgeschlossen.

Kommentare werden erst nach redaktioneller Prüfung freigeschaltet!