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Bergische heuerten in Holland als Seefahrer an

Der Bergische Verein für Familienforschung e. V., Wuppertal, lädt für Dienstag, 14.  Juni, um 19 Uhr in die  Evang. Kirchengemeinde Unterbarmen-Süd, Meckelstraße 52, zu einem Lichtbilder-Vortrag von Jos Kaldenbach aus Alkmaar/NL ein. Eintritt frei, Gäste willkommen. Der Historiker referiert über die „Vereenigde Oostindische Compagnie” (VOC), bei der nach dem 30-jährigen Krieg (1648) bis 1794 239 Männer aus dem Bergischen Land als Seefahrer anheuerten, um Arbeit und Brot zu finden. Sie waren nur ein kleiner Teil von damals ca. 300.000 Auswanderern aus dem Rheinland und kamen aus 18 bergischen Gemeinden, darunter 158 aus Solingen, 37 aus Elberfeld, zwölf aus Remscheid und fünf  aus Wermelskirchen. Das geht aus den etwa 2.800 Schiffssoldbüchern des 18. Jahrhunderts im Nationaal Archief in den Haag hervor, die zum größten Teil digitalisiert und im Internet eingesehbar sind. Diese Aufzeichnungen sind eine Fundgrube für viele Familienforscher aus Remscheid, Solingen, Wuppertal und Umgebung.

Die VOC brauchte damals viele Arbeitskräfte für ihre 2.000 Schiffe, die Werften und zur Versorgung. Als erste Firma der Welt gab sie Aktien aus und war vom niederländischen Staat privilegiert, Hoheitsrechte auszuüben. Das bedeutete, dass sie eigenes Geld ausgeben durfte, gegen die damals führenden Seemächte wie Spanien und Portugal vorgehen konnte, die staatliche Erlaubnis hatte, Land zu erwerben, Festungen zu bauen und sogar Kriege zu führen. Dadurch stiegen die Niederlande im 17. Jahrhundert zur größten Wirtschaftsmacht Europas auf, während in Deutschland große Not herrschte. Jos Kaldenbach zeigt und erläutert die entsprechenden Urkunden, aus denen der Name, das genaue Reisedatum, die Herkunft, der Beruf, der Dienstgrad, der Dienstort (Schiffsname und Reiseziel) sowie die Gründe des Dienstendes hervorgehen. Anhand von Beispielen wird er auf Familien hinweisen, deren Nachkommen heute noch im Bergischen Land leben ohne zu wissen, dass ein Teil Ihrer Vorfahren einst im Indischen Ozean zur See fuhren. (Hans-Friedrich Kartenbender)

 

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