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Beim Schulentwicklungsplan an Flüchtlingskinder denken

Es ist eine Binsenweisheit: Schulentwicklung will geplant sein. Das geschieht in den Kommunen seit vielen Jahren durch Schulentwicklungspläne, die im Bedarfsfall fortgeschrieben werden. So auch in Remscheid. Dass der städtische Schulentwicklungsplan ein wenig hinter der Entwicklung hinterherhinke, deuteten in der jüngsten Sitzung des Schulausschusses Jutta Velte (Grüne) und Erden Ankay-Nachtwein (SPD) an. Velte begründete das mit gestiegenen Geburtenzahlen und der wachsenden Zahl von Flüchtlingen in der Stadt. Ankay-Nachwein wies in diesem Zusammenhang auf die rund 90 Schülerinnen und Schüler hin, die zurzeit an der Gemeinschaftshauptschule Wilhelmstraße die Internationale Klasse besuchen. Unklar sei bislang, welchen Schulen die geflüchteten Kinder mit endgültiger Schließung der GHS Wilhelmstraße zugeteilt und wie dieser Übergang organisiert werden solle. Zitat: „Aktuell besuchen fast 200 geflüchtete und zugewanderte Kinder von der ersten bis zur vierten Klasse unsere Grundschulen. Wir wollen daher von der Verwaltung wissen, welchen Status diese Kinder haben und wann und an welchen weiterführenden Schulen sie künftig unterrichtet werden. Das ist wichtig, damit sich die Remscheider Schullandschaft darauf einstellen kann.“ Eine Antwort bekam die SPD-Ratsfrau in der Sitzung am vergangenen Mittwoch von der Verwaltung nicht.

Auch Sven Wolf, Vorsitzender der SPD-Ratsfraktion, sieht die Notwendigkeit, die laufende Entwicklung der Remscheider Schullandschaft politisch zu begleiten: „Die aktuellen Zahlen zu den Anmeldungen an den weiterführenden Schulen zeigen das deutlich. Die Mehrheit der Eltern wünscht sich auch weiterhin für ihre Kinder das längere gemeinsame Lernen.“ Dass an der Sophie-Scholl-Schule in diesem Jahr nur 91 Kinder keinen Platz finden werden, deutlich weniger als in den Vorjahren, schreibt Wolf der neuen Sekundarschule „Nelson Mandela“ zugute: Deren Arbeit zeige Wirkung und werde von den Eltern akzeptiert.

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Wie Fachdienstleiter Jörg Biermann im Schulausschuss berichtete, werden aktuell insgesamt 468 Seiteneinsteiger an den Remscheider Schulen beschult. In den Grundschulen sind es 194, an weiterführenden Schulen in der Sekundarstufe I 196 und in den Berufskollegs und im Weiterbildungskolleg 78. Alle Haupt- und Realschulen sowie zwei Gymnasien haben Seiteneinsteigerklassen. Die GHS Wilhelmstraße bietet zusätzlich eine Alphabetisierungsklasse an. Ab dem nächsten Schuljahr 2016/2017 nimmt die Albert-Einstein-Gesamtschule 18 Seiteneinsteiger in den Jahrgang 5 auf, die bereits ein Jahr Förderung in der Grundschule hatten. Bei den Berufskollegs sieht es so aus, dass das Berufskolleg Wirtschaft und Verwaltung bereits Seiteneinsteiger beschult, seit den Osterferien auch das Berufskolleg Technik. Beide Schulen haben eine vollbesetzte Gruppe. Nach den Sommerferien kommt das Berufskolleg „Käthe Kollwitz“ hinzu. Das Weiterbildungskolleg (Abendrealschule) unterrichtet bereits ebenfalls Seiteneinsteiger. Jörg Biermann: „Es sind alle Gruppen an allen weiterführenden Schulen besetzt, d.h. weitere Gruppe müssen spätestens nach den Sommerferien angeboten werden und im Schuljahr 2016/17 wird das erste Mal das Problem anstehen, Seiteneinsteigerkinder dieser Vorbereitungsklassen auf andere Schulformen (ihrem Lernstand entsprechend) umzuverteilen. Grundsätzlich sind alle weiterführenden Schulen von der Schulaufsicht aufgefordert, Seiteneinsteiger zu beschulen, wobei Schulen mit bereits eingerichteten Seiteneinsteigerklassen zunächst vorrangig zu berücksichtigen sind.“

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