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Bildungsangebote für Neuzugewanderte koordinieren

Für Angebote von Ehrenamtlichen fehlt der Koordinator“, nannte der Waterbölles am 21. März ein Fazit einer Diskussionsrunde, zu der der Verein „Remscheid Tolerant“ e.V. ehrenamtliche Helfer/innen  in der Flüchtlingsbetreuung ins Jugendzentrums der Schlawiner nach Klausen eingeladen hatte. Es gebe eine ganze Reihe von Freiwilligen, die vor geraumer Zeit ihre Bereitschaft zur Mitarbeit erklärt  und sich in Listen eingetragen, aber bis heute dato keine Rückmeldung erfahren hätten, hieß es bei diesem Treffen.

Ein Koordinierungsbedarf ist folglich unstrittig. Nur wer soll ihn decken? Hilfe verspricht sich Sozialdezernent Thomas Neuhaus vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF). Hierüber fordert der Bund im Rahmen eines auf zwei Jahre angelegten Projektes die Koordination von Angeboten im Bereich der Bildung für Neuzugewanderte - von frühkindlichen Angeboten über die schulische bis hin zur beruflichen Bildung. Ein Schwerpunkt ist dabei immer der Erwerb der deutschen Sprache als Fundament für eine gelingende Integration. Daran möchte die Stadt Remscheid teilhaben und hat bereits im März vorbehaltlich einer zustimmenden Ratsentscheidung einen Förderantrag gestellt.

Die Politik wurde inzwischen eingebunden; am kommenden Donnerstag hat der Haupt- und Finanzausschuss das Thema auf der Tagesordnung: Die Stadt möchte sich vom BMBF die auf zwei Jahre befristete Einstellung eines/einer Bildungskoordinators/in in voller Höhe (153.800 Euro) finanzieren lassen. Eingerichtet werden soll die Stelle beim Fachdezernat 2.00 – Bildung, Jugend, Soziales, Gesundheit und Sport innerhalb der Kommunalen Koordinierungsstelle Übergang Schule – Beruf/Regionales Bildungsbüro. „Vorbehaltlich einer positiven Ratsentscheidung, einer zeitnahen Projektförderzusage des BMBF und eines raschen Stellenbesetzungsverfahrens ist der Projektstart in Remscheid zum 1. September vorgesehen. Bei einer zweijährigen Projektlaufzeit endet das Projekt am 31. August 2018“, heißt es in der Beschlussvorlage der Verwaltung. Sie verweist zur Begründung darauf, dass als eines von vier zentralen strategischen Zielen die Die Weiterentwicklung des Bildungsstandortes Remscheid beschlossen worden sei. In diesem Zusammenhang werde auf den Bildungskoordinator die Aufgabe zukommen, die Vielzahl der kommunalen Bildungsakteure zu vernetzen sowie die Bildungsangebote und Bildungsbedarfe vor Ort aufeinander abzustimmen. Denn: „Sprachförderung und Integrationskurse, Kindergarten- und Schulplätze, Ausbildung und Weiterbildung, Anerkennung von Abschlüssen – Integration durch Bildung ist eine Querschnittsaufgabe und kann nur durch ein gute Koordination gelingen!“ Besonders die zahlreichen zivilgesellschaftlichen Initiativen – beispielsweise der lokal aktiven Stiftungen, der Vereine und der ehrenamtlich engagierten Bürgerinnen und Bürger – sollen darin gezielt eingebunden werden. Konkrete Aufgabe des Bildungskoordinators soll es sein

  • festzuhalten, welche bildungsrelevanten Daten bereits wo erfasst werden bzw. welche Daten für eine aufzubauende Bildungsbiographie relevant sind.
  • gemeinsam mit den Verantwortlichen der Remscheider Sprachbildungsinstitute und Organisationen ein „Remscheider Sprachfördermodell für Neuzugewanderte in allen Altersstufen“ zu entwickeln mit vernetzten, bedarfs- und bedürfnisgerechten Beratungs- und Sprachbildungsangebote für Neuzugewanderte.
  • gemeinsam den Verantwortlichen aus Politik, Wirtschaft und Verwaltung sowie den Institutionen für schulische Bildung und berufliche Aus- und Weiterbildung miteinander abgestimmte Beratungs- und passgenaue Qualifizierungsangebote für Neuzugewanderte (mit und ohne Berufsabschluss bzw. ohne Nachweis für einen erworbenen Berufsabschluss) zu entwickeln.
  • andere Anbieter von Bildungsangebote für Neuzugewanderte soll der Bildungskoordinator dabei unterstützen, diese Angebote sinnvoll miteinander zu vernetzen und „Qualitätsstandards für niederschwellige Bildungsangebote zur Förderung der gesellschaftlichen Teilhabe zu formulieren und einen entsprechenden Maßnahmenkatalog zu erstellen“.

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Chronist am :

Über Bundesmittel wurde inzwischen eine auf zwei Jahre befristete Stelle für die Bildungskoordination von Neuzugewanderten eingerichtet. Andrea Staudt hat sie am 17. Oktober angetreten und wird sich dem Schulausschuss im Januar vorstellen. Das berichtete Frauke Türk vom Regionalen Bildungsbüro in dieser Woche im Schulausschuss.

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