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Kleine Räume in Haus Berger als Büros

Das Haus Berger mit der angebundenen Halle ist ein wichtiges Denkmal der Werkzeuggeschichte und ein elementarer Bestandteil des Ensembles des Historischen Zentrums. Diese Bedeutung muss dringend durch Unterschutzstellung als Baudenkmal gewürdigt werden. Das Haus Berger wurde 1881 von den Cleff-Brüdern gebaut. Im Vordergrund stand die Schaffung von Werkstätten für die eigene Produktion von Eisenwaren für ihren Handel. Nur ein kleiner Teil im Westen war für Büros und Wohnungen vorgesehen. Der gesamte östliche Gebäudeteil sowie die nördlich anschließende Halle waren reine Werkstätten. Zusätzlich wurden aus der Halle die Maschinen in der benachbarten Halle Berger angetrieben, so dass dort wieder eine direkte inhaltliche Verbindung vorhanden ist. 1914 und 1917 wird die Funktion des Gebäudes vollständig geändert. Der gesamte giebelständige Bauteil wird von Hugo Berger in Wohnraum umgewandelt, seitdem heißt das Gebäude Haus Berger. Hierdurch ist eine Kleinteiligkeit entstanden, die für die geplante Nutzung von Vorteil ist.

In Anbetracht der extremen Raumknappheit im Werkzeugmuseum ist die Schaffung von Büro-und Besprechungsräumen zwingend notwendig. Hier bieten sich die relativ kleinen Räume im Haus Berger geradezu an. Die räumliche Nähe zum Werkzeugmuseum ist dabei von besonderem Vorteil. Weiterhin wird die Verzahnung mit dem Museum noch enger, wie später noch zu zeigen sein wird. Der aktuell als Bürofläche genutzte ‚Gruppenraum‘ würde für museumspädagogische Angebote und Geburtstagsfeiern für Kinder wieder zur Verfügung stehen. Weiterhin können Workshops oder weitere museumspädagogische Angebote im Haus Berger durchgeführt werden. Auch die assoziierten Vereine wie der Förderkreis Deutsches Werkzeugmuseum, der Verein der Förderer des Hauses Cleff oder der Bergische Geschichtsverein können hier ihre Arbeitsstellen finden und somit die Funktion des Historischen Zentrums betonen.

Die angebundene Halle würde Teil der ständigen Ausstellung des Deutschen Werkzeugmuseums sein. Entsprechend ihrer ursprünglichen Nutzung sollen die Weiterentwicklung der Energieerzeugung und die Auswirkung auf die Produktionsweisen, die Handelsstrukturen und die Bedingungen für die Arbeiter präsentiert werden. Beispielhaft seien hierfür die Nutzung der Wasserkraft, die der Dampfmaschinen sowie der Elektrizität genannt. Die Verbindung mit dem Werkzeugmuseum wird durch die Rekonstruktion der Transmission in die Halle Berger geschaffen. Die Wegeführung durch das Museum leitet die Besucher durch das aktuelle Magazin, das später zu einem Schaumagazin werden soll, über die ‚Rampe‘ über die Produktionsgasse in die Halle im Haus Berger. Anschließend gehen die Besucher auf dem gleichen Weg zurück und setzen ihren Rundgang durch das Museum fort. Inhaltlich wird diese Ausstellungseinheit das Gesamtkonzept des Deutschen Werkzeugmuseums abrunden und die Thematik der großen Dampfmaschine adäquat aufbereiten. (aus dem neuen Gesamtkonzept für das Historische Zentrum der Stadt Remscheid)

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