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Antrag auf Fördergelder und (vorläufige?) Teichverlandung

Für die Sanierung des Stadtparkteiches fehlen der Stadt Remscheid 320.000 €. „Dass dieses Geld eines Tages vom im August gegründeten Verein „Heimatpflege Stadtparkteich Remscheid e.V.“ an Spenden eingesammelt werden könnte, ist kaum mehr als eine Utopie“, schrieb der Waterbölles am 27. April unter der Überschrift „Solange Geld fehlt, das Beste aus Verlandung machen!“. Und dafür musste er gestern vor der Sitzung der Bezirksvertretung Alt-Remscheid im Aufzug des Rathauses von drei „Heimatpflegerinnen“ herbe Kritik einstecken. Doch auch die Kommunalpolitiker haben sich inzwischen für die (vorläufige?) Verlandung entschieden. Ohne zu wissen, ob es die erhofften Fördermittel für die Teichsanierung jemals geben wird: Einstimmig folgte die BV gestern dem Antrag der Fraktionen und Gruppen von CDU, SPD, Bündnis 90/Die Grünen, DIE LINKE, FDP und W.i.R., den Förderantrag zur Aufwertung des Stadtparks weiter voranzutreiben, hier eingeschlossen den Erhalt des Stadtparks, die dafür notwendigen Eigenmittel im Investitionsprogramm 2017 - 2021 einzuplanen (hier dürfte auch der Stadtkämmerer noch ein Wort mitzureden haben), unverzüglich die ersten Maßnahmen zur Sanierung des Stadtparkteiches einzuleiten und die Maßnahmen zur Schlammtrocknung zu beginnen und dies, schwierig genug, durch eine entsprechende Öffentlichkeitsarbeit zu begleiten.

„Den Stadtpark und mit ihm den Stadtparkteich gibt es nun seit mehr als 100 Jahren in Remscheid. Der Stadtparkteich ist ein sehr emotionales Thema, das bei vielen Bürgerinnen und Bürgern Erinnerungen weckt. Der Stadtparkteich besitzt daher für Viele einen hohen ideellen Wert und sollte daher saniert werden“, heißt es in der Antragsbegründung. Auch für den Stadtpark sei in vielen Bereichen eine Aufwertung zur Verbesserung seiner Aufenthaltsqualität als grüne Oase in der Stadt wichtig. Dies könne aufgrund der angespannten Haushaltslage aber nur unter dem Einsatz von Zuschüssen erfolgen. Daher habet der Rat der Stadt im Zuge der regionalen Strukturförderung auch das Projekt „Aufwertung des Stadtparkes" zur Förderung angemeldet, das auch die Sanierung des Stadtparkteiches beinhalte. Unter der Voraussetzung, dass über dieses Projekt Zuschüsse generiert werden könnten, müssten die städtischen Eigenanteile zur Sanierung des Stadtparkteiches und zur Aufwertung des Stadtparkes in das Investitionsprogramm eingestellt werden.

Auch die CDU-Fraktion allein hatte einen Antrag formuliert, zog diesen aber zurück, da der später formulierte gemeinsame Antrag der weitergehende war. Im eigenen Antrag hatte die CDU betont, die „Sanierung und Aufwertung des Stadtparkteiches, einschl. Regenwassermanagement“ sei für sie von „herausgehobener Bedeutung“. Denn: „Der Stadtparkteich ist eine Oase mitten in Remscheid. Der Teich ist nicht nur, aber vor allem für unsere älteren Mitbürger auch ein sehr emotionales Thema, das viele positive Erinnerungen weckt. Der Stadtparkteich ist ein Stück Heimat und Identifikation mit dieser Stadt und hat daher einen hohen ideellen Wert.“

Den Antrag auf Gelder aus dem Strukturprojekt „Masterplan Grün für die Stadt“ hätte die Stadt Remscheid gerne schon vor einigen Monaten gestellt. Aber weil es sich dabei um ein Projekt der regionalen Strukturförderung handelt, hätte die Stadt Wuppertal mitziehen müssen. Die zierte sich allerdings, was man ansonsten von ihr gar nicht kennt (siehe DOC). Inzwischen aber ist sie auf das Projekt eingeschwenkt, so dass einem gemeinsamen Förderantrag nichts mehr im Wege steht. Ob, und wenn ja, in welcher Form, er bewilligt wird, bleibt abzuwarten. Ohne weitere Teichbewässerungen durch die Remscheider Feuerwehr! Bezirksbürgermeister Otto Mähler gestern nach dem Empfehlungsbeschluss an den Rat der Stadt lakonisch: „Mit einem Ziel vor Augen lasst uns jetzt alle froh und glücklich sein!“ Man darf ja wohl auch mal hoffen dürfen...

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Chronist am :

Einstimmig fiel im Rat der Stadt gestern der Beschluss aus, Fördergelder für den Stadtpark incl. Stadtparkteich zu beantragen. In einer „Einwohnerfrage“ hatte Dagmar Wolf, Sprecherin des „Heimatpflege Stadtparkteich Remscheid e.V.“ zuvor wissen wollen, ob damit die Pläne der Technischen Betriebe Remscheid (TBR) bezüglich Felsengarten und Holzsteg vom Tisch seien. Die Sprecher der Faktionen wollten das so nicht bestätigen. Dafür sorgte schließlich Michael Zirngiebl, der Chef der TBR, für Klarheit: "Das waren Interimspläne. Jetzt haben wir eine klare Arbeitsgrundlage, den Teich in seiner jetzigen Grö0e zu erhalten!“ Verworfen wurde von Zirngiebl die Idee, die Sanierung mit von Integrationsmaßnahmen des zweiten oder dritten Arbeitsmarktes anzugehen. Dazu bedürfe es schon einer Spezialfirma mit Erfahrungen im Wasserbau. Wolf Lüttinger (FDP) wünschte dem Verein für das weitere Einsammeln von Spenden viel Glück.

Chronist am :

Zur Sitzung des Seniorenbeirats am 30. März hat Hans Gerd Göbert den Antrag gestellt, das Gremium möge das Thema „Stadtparkteich“ so lange ruhen zu lassen, „bis endlich konkrete Aussagen vorliegen und ansatzweise mit Maßnahmen begonnen worden ist“. Der Beirat möge für den Erhalt des Teiches „nicht mehr auf der Basis von unrealistischen Forderungen (eintreten), permanent gestellt von größeren Laien als uns, nämlich den Mitgliedern des Rettungsvereins“. Deren Maximalforderungen halte er für absolut nicht mehr zielführend. Und Herr Zirngiebl (Chef der TBR) habe „doch nun wahrhaftig Wichtigeres zu tun, als alle paar Monate wieder den Status Quo im Seniorenbeirat zu verkünden. Wie oft soll die Verwaltung uns denn noch erklären, dass es Fördermittel wohl kaum alleine für den Teich, sondern nur für den gesamten Stadtpark geben kann und wird?“

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