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Nordsteg: Remscheider Baufirmen sollen abgewinkt haben

Gerüchteweise heißt es, Remscheider Firmen seien am Bau des Nordsteges nicht interessiert

Der Spruch „Planung ist alles“ ist schon so oft missbraucht worden, dass er diesmal gegenüber „Es geht doch nichts über eine geordnete Planung“ zurückstehen muss. Am 11. Juli schien dieser Satz noch für das gesamte Projekt Hauptbahnhof zuzutreffen. An diesem Tage freuten sich Vertreter der Stadt und der beteiligten Baufirmen, mit dem ersten Bauabschnitt der neuen Ladestraße sei eine Punktlandung erreicht worden; alles sei erfolgreich im Zeitplan abgelaufen. Ob das auch für die demnächst anstehenden, weit größeren Teilabschnitte dieses ehrgeizigen Vorhabens gilt, scheint inzwischen zweifelhaft. Daran können auch die farbenprächtigsten Planskizzen nichts ändern; Papier ist bekanntlich geduldig. Die Skizze vom „Nordsteg“ (oben im Bild) gilt jedenfalls bereits als veraltet.

„Nordsteg fällt kürzer aus“ titelt heute der RGA und zitiert Günter Breidbach von der städtischen Bauverwaltung, das sei Mitte vergangener Woche bei einem Ortstermin festgelegt worden. Aha, die von Baudezernent Helmut Kennepohl einmal als filigran beschriebene Fußgängerbrücke, die zwischen Arbeitsamt und GEWAG-Hochhaus oberhalb der Freiheitstraße beginnen und zwischen Bahnhofsgebäude und „Schaufenster der Wirtschaft“ enden soll, wurde also vergangene Woche kurzerhand kürzer gemacht. Aber von wem? Von Gunter Breidbach allein? Kaum anzunehmen! War die Politik beteiligt? Eher unwahrscheinlich, denn wir haben auch parlamentarisch Sommerferien. Gunter Breidbach war heute im Rathaus telefonisch nicht zu erreichen, um die offen gebliebene Frage zu beantworten. Und bei vielen Ratsmitgliedern lief der Anrufbeantworter.

Fritz Heuser (CDU) aber kam an den Apparat. Er ist Mitglied des Aufsichtsrates der „Projektgesellschaft Hauptbahnhof Remscheid“ (PHR) und hätte es gewusst, wenn ein politisches Gremium, allen voran der Bauausschuss (in dem er ebenfalls Mitglied ist), eine Verkürzung des „Nordsteges“ beschlossen hätte. Wusste er aber nicht. Was nur den Schluss zulässt, dass sich die Bauverwaltung ihre neuen, abgespeckten Pläne im August erst noch von der Politik absegnen lassen muss.

„Abgespeckt“ bedeutet nichts anderes als "kostengünstiger", um nicht zu sagen "billiger". Ich vermute mal, dies dürfte eher der Grund für die Umplanung sein als die Proteste einiger Hochhausbewohner, man könne ihnen künftig vom Steg aus ins Schlafzimmer blicken. (Als sei die Jalousie noch nicht erfunden…). „Abgespeckt“ zu einem Zeitpunkt, an dem man hätte annehmen können, die Baufirmen warteten nur darauf, mit der Umsetzung der schönen Pläne in die Wirklichkeit beginnen zu dürfen. Irrtum. Denn weil Teilbereiche des Projektes, darunter auch der „Nordsteg“ offenbar „schlüsselfertig“ vergeben werden sollen, das heißt im kalkulatorischen Risiko der Baufirmen, ist eine Auftragsvergabe bislang noch Zukunftsmusik. Im Remscheider Rathaus geht inzwischen das Gerücht um, örtliche Baufirmen hätten bereits abgewinkt. Viel Klärungsbedarf also für die Mitglieder des Bauausschusses. Die nächste Sitzung ist am Dienstag, 14. August.

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Kommentare

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Hans Gerd Göbert am :

Für die sich abzeichnende Verkürzung des Nordsteges an der "Bastion Nord" (so soll doch demnächst dieser Bahnhofsteil heißen?) ein Zitat von Rosa Luxemburg zu bemühen, ist wahrlich zuviel des Guten. Geht es den Anwohnern doch nur um etwas sehr Menschliches und Legitimes. Sie möchten lediglich das, was fasst alle Remscheider möchten, sich nämlich ein relativ unverbautes und vor allen Dingen ruhiges Umfeld erhalten. Mir ist klar, dass man daraus ableiten kann, dass demnach in Zukunft kaum noch etwas gebaut werden könnte. Dennoch, was ist an diesem Wunsch verwerflich? Ich weiß nicht, was z.B. die Anwohner der Fichtenstraße 98 A-E dazu sagen würden, wenn man ihnen im Rahmen der Bebauung des Hohenhagen noch ein paar mehrgeschossige Bauten auf die freie Wiese vor ihrer Nase pflastern würde? Oder meinetwegen auch unterhalb der Doddestraße ins Landschaftsschutzgebiet? Mit besonderem Interesse betrachte ich daher die Entwicklung an der Knust-höhe, wo bekanntlich auch einem Teil der Remscheider Prominenz ähnliches Ungemach droht. Wo fängt also der Bestandsschutz des privaten Umfeldes an, wo hört er auf? Vollkommen losgelöst von dieser Problematik erinnert mich der Artikel jedoch an Folgendes: Was ist eigentlich aus dem "Schaufenster der Wirtschaft" geworden? Ich gestatte mir daher noch einmal, den bis September amtierenden Baudezernenten zu zitieren: "Im August will der Hauptausschuss entscheiden, wer dafür den Auftrag erhält, und im September wird dann entschieden, ob das Schaufenster kommt oder nicht. So zumindest ist das Ziel." Berichtete die Bergischen Morgenpost am 23. Juni über eine Presseerklärung von Herrn Kennepohl - allerdings 2006! Tja, so schnell vergeht die Zeit.

Helmut Kennepohl, Beigeordneter am :

Die Darstellungen über die derzeitige Planung und die Realisierungschancen des sogenannten Nordstegs im Bereich des Hauptbahnhofes, die zu Wochenanfang im RGA und im Waterboelles.de zu lesen waren, veranlassen das Baudezernat zu folgender Klarstellung: 1. Nachdem durch die Redaktion des RGA am 18.07.2007 zwischen dem ADAC-Gebäude und dem Hochhaus Freiheitstraße Nr. 4 Markierungen sowohl in der Wegefläche als auch in der unmittelbar angrenzenden Grünfläche entdeckt worden sind, wurden bei Herrn Breidbach, Projektleiter Hauptbahnhof der Stadt Remscheid, umfangreiche Informationen zum Planungsstand des Nordstegs abgefragt. Mit der Redaktion des Waterboelles.de wurde nicht gesprochen bzw. von dort kam keine Anfrage. 2. Der Nordsteg ist unverzichtbarer Bestandteil des Gesamtprojektes Hauptbahnhof seit dem Ergebnis des städtebaulichen Wettbewerbs vom Oktober 2002, der darauf aufbauenden Rahmenplanung sowie der Städtebauförderungsanträge, die zwischenzeitlich beim Land Nordrhein-Westfalen über die Bezirksregierung Düsseldorf gestellt worden sind. 3. Alle Beteiligten sind sich im klaren darüber, dass dieser Nordsteg eine wichtige Funktion für die Verbindung Innenstadt, Hauptbahnhof Remscheid und Südbezirk darstellt und gleichzeitig den barrierefreien Zugang aus der Innenstadt zum Bahnhofsvorplatz mit anschließendem Brückensteg über die Bahngleise sichert. 4. Das Städtebauministerium hat in der Vergangenheit mehrfach die Stadt Remscheid und die Projektgesellschaft Hauptbahnhof aufgefordert, an der Umsetzung dieses wichtigen Planungsdetails festzuhalten.

Lothar Kaiser am :

Schade eigentlich. Die Fragen, die im RGA-Bericht offen geblieben waren (z.B. die nach der Beteiligung der Kommunalpolitiker) und die den Waterbölles zu eigenen Recherchen veranlasst hatten, bleiben auch in der jüngsten Pressemitteilung der Bauverwaltung unbeantwortet. Warum eigentlich wird der Nordsteg umgeplant? Es heißt inzwischen gerüchteweise, er würde nicht nur niedriger, sondern auch schmaler. Für Rettungsfahrzeuge – das war ursprünglich geplant – wäre er dann nicht mehr befahrbar.

Chronist am :

In welcher Weise sich die Planungen des Nordstegs verändern sollen und warum, hätten die Mitglieder des Bauausschusses heute gerne von der Bauverwaltung erfahren, nachdem diese schon im vorigen Monat mit ihren Informationen in der Presse recht großzügig verfahren war. York Edeloff (SPD) mockierte sich heute über diesen "Informationsweg" an der Politik vorbei und fragte nach den Hintergründen. Stadtplaner Hans Gerd Sonnenschein vertröstete auf nächste Sitzung. So unbefriedigend kann Kommunalpolitik sein.

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