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Nach Umzug Einweihung des Stadtarchivs am 4. September

Die Archivbestände der Stadt Remscheid in neuen Räumen. Heute wurden sie der Presse vorgestellt. Mit dabei Kulturdezernent Dr. Christian Henkelmann, Vermieter Hans-Joachim Benner, Stadtarchitektin Anja Klein, Thomas Judt, Chef des städtischen Gebäudemanagements und Lutz Heinrichs vom Kulturdezernat

Am 11. Dezember 2006 beschloss der Rat der Stadt Remscheid den Umzug des Stadtarchivs zum neuen Domizil Hastener Straße 100-102, dem ehemaligen Aldi-Markt unterhalb des Hotels Ascot. Der bisherige Standort an der Honsberger Straße wird damit - nachdem das Amt für Öffentliche Ordnung bereits vor zwei Jahren ausgezogen war- komplett aufgegeben. Dort war Remscheids Historisches Gedächtnis" seit Mitte der 80er Jahre im Kellergeschoss, unter der ehemaligen Kfz-Zulassungsstelle, untergebracht. Mit dem neuen Standort folgt mehr als zwölf Jahre nach der organisatorischen Gründung des Historischen Zentrums nunmehr auch die räumliche Zusammenführung mit dem nur ca. 100 Meter entfernten Museum Haus Cleff", dem Deutschen Werkzeugmuseum und der Heimatgeschichtlichen Sammlung. Nachdem der Umzug mittlerweile zu großen Teilen erfolgreich habe abgewickelt werden können, berichtete die Verwaltung heute in einer Pressekonferenz über den Ablauf der vergangenen fünf Monate. Offiziell eingeweiht wird das neue Stadtarchiv am 4. September um 13 Uhr.

Schon zum 1. März war der öffentliche Betrieb am Hauptstandort des Stadtarchivs an der Honsberger Straße eingestellt worden, um rechtzeitig mit dem sehr zeitaufwändigen Verpacken der Archivalien beginnen zu können; der zweite Lesesaal mit den kleineren Beständen im Haus Cleff stand jedoch weiter zur Verfügung. „Mit großem Engagement“, so Lutz Heinrichs, seien die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Archivs sodann daran gegangen, die Bibliotheksbestände in zahlreiche Umzugskartons zu packen, sämtliche Bände des bis weit ins vorletzte Jahrhundert zurückreichenden Zeitungsarchivs sowie tausende Archivkartons auf Paletten zu verstauen und diese mit einer schützenden Folie zu umwickeln. „Das Ganze geschah mit großer Umsicht und nach einem ausgeklügelten System, damit am neuen Standort auch jedes Teil genau im vorbestimmten Regalfach landen konnte.“

Hell und freundlich: der neue, auf zwei Etagen 144 Quadratmeter umfassende Lesesaal des Stadtarchivs an der Hastener Straße- Gäste-Toiletten, darunter eine Behindertentoilette in Parterre, und ein Windfang mit Schließfächern für die Nutzerinnen und Nutzer gehören dazu. Dem von Grund auf gereinigten Mobiliar sieht man sein Alter nicht an; es musste gespart werden.Parallel begannen die vom Vermieter beauftragten Firmen am neuen Standort mit dem Umbau des ehemaligen Lebensmittelmarktes, um die Voraussetzungen für die sichere Lagerung der städtischen Archivalien unter optimierten technischen und raumklimatischen Bedingungen zu schaffen. Mit fachkundiger Unterstützung des Vorsitzenden des Behindertenbeirats, Herbert Güthe, gelang es dabei auch, die zunächst unzureichenden Konstruktionen im Bereich der Behindertentoilette sowie am Windfang des Eingangsbereichs zu korrigieren. Fachunternehmen übernahmen den Umzug und Wiederaufbau der Regale - das Archiv verfügt u.a. über drei große Fahrregalanlagen - sowie der Maschinen aus der Restauratorwerkstatt. Ab Montag, 4. Juni, rollten planmäßig die Möbelwagen, nachdem wenige Tage zuvor die neuen Archivräume vorläufig vom Vermieter übernommen worden waren. Vorläufig insoweit, als natürlich gerade in der Endphase der Bauarbeiten und Installation der technischen Anlagen zahlreiche unvorhersehbare Schwierigkeiten und Probleme zu Tage traten, die zum großen Teil als Tribut an den zwangsläufig engen Zeitplan zu bewerten sind.

Die Tage des Umzugs waren somit dadurch gekennzeichnet, dass sich Handwerker und Mitarbeiter des Umzugsunternehmens mitunter gegenseitig auf den Füßen standen. Die zwingend erforderlichen Arbeiten zur Grundreinigung erwiesen sich dabei als erheblich aufwändiger als ursprünglich veranschlagt. Dem kollegialen und kooperativen Einsatz aller Beteiligten ist es zu verdanken, dass alle Komponenten rechtzeitig an den neuen Standort verbracht und die alten Räumlichkeiten am Honsberg planmäßig am 3. Juli den Stadtwerken bzw. der EWR GmbH übergeben werden konnten.

Bei der Planung war der Wiederaufbau der Fahrregalanlagen zunächst als die Achilles-Ferse" des ganzen Projekts betrachtet worden. Schließlich mussten die niedrigen Podeste mit den darin liegenden Schienen millimetergenau ausgerichtet werden, damit die mehr als 20 Jahre alten Anlagen wieder voll funktionsfähig aufgebaut werden konnten. Aber diese Sorge stellte sich schnell als unbegründet heraus. Selbst die mit ihren jeweils sieben Meter langen Regalwagen größte der drei Anlagen, die mit Motorkraft bewegt wird, stellte die Fachleute der Montagefirma vor keine großen Probleme.

Kulturdezernent Dr. Christian HenkelmannNachdem in den vergangenen Wochen bereits die meisten Paletten entladen werden konnten, sind nun die restlichen Bestände des Archivs an der Reihe, die bislang im „Haus Cleff“ untergebracht waren. Darunter auch die von den Besucherinnen und Besuchern des Stadtarchivs intensiv genutzte Sammlung historischer Fotografien und die bisher im dortigen Keller gelagerten wertvollsten Pläne und Karten.

Die raumlufttechnische Anlage (Klimaanlage"), die die Luft im Hauptmagazin, im Vorbereitungsraum und in der Restauratorwerkstatt in zwei getrennten Regelkreisen für die sichere Aufbewahrung der empfindlichen Archivalien aufbereitet, konnte aufgrund von Lieferschwierigkeiten einiger Steuerungskomponenten erst zwei Wochen nach Umzugsbeginn in Betrieb genommen werden. Das Gleiche gilt für die Brand- und die Einbruchmeldeanlage. Alle Komponenten funktionieren aber mittlerweile fehlerfrei und zuverlässig.

Allerdings gab es auch Überraschungen: So beschädigte ein Handwerker beim Montieren eines Heizkörpers mit einem schweren Hubwagen ein Abwasserrohr in der Wand, worauf sich etliche Liter Wasser auf den Boden des Lesesaals ergossen, in den gerade die ersten Einrichtungsgegenstände einziehen sollten. Nachdem sich auch noch einige Tage später Feuchtigkeit auf dem Boden und an den frisch tapezierten Wänden der künftigen Restauratorwerkstatt zeigte, schien dies die Frage aufzuwerfen, ob das Archiv nach seinem Umzug womöglich vom Regen in die Traufe kommen würde. Schließlich waren ja gerade die Feuchtigkeitsprobleme am alten Standort ein wesentliches Argument für die Verlagerung gewesen. Mittlerweile konnte jedoch festgestellt werden, dass unter anderem ein falsch eingebautes Sims unter den neu in die Außenwand „geschnitenen“ Fenstern sowie ein in Folge der Bauarbeiten verstopftes Abwasserrohr die Ursachen waren. Wegen Wasserschäden mussten die erst wenige Wochen zuvor eingebauten Trockenbauwände wieder demontiert werden, um zunächst die vollständige Trocknung zu ermöglichen; die neuen Rigipswände müssen vom Boden bis in eine Höhe von einem Meter erneuert werden. Dies hat zur Folge, dass die Restauratorwerkstatt voraussichtlich erst in der kommenden Woche bezogen werden kann. Die Maschinen und sonstigen Einrichtungen werden bis dahin im sogenannten Vorbereitungsraum gelagert, der später zur ersten Aufnahme neu hinzukommender Akten dienen wird.

In dem für die Lagerung des städtischen Kunstbesitzes vorgesehene Bereich im vorderen rechten Teil des Gebäudes war die Abwasserleitung einer dort nicht mehr benötigten Toilette von Handwerken abgeklemmt worden, ohne gleichzeitig die Toilette selbst zu demontieren oder wenigstens entsprechend zu kennzeichnen. Darin wurde dann versehentlich ein größerer Wasserbehälter entleert, war auch hier eine kleine „Überschwemmung" zu verzeichnen, deren Beseitigung erneut zusätzlichen Aufwand verursachte. Da das bisherige Depot des Kunstbesitzes plangemäß für Ende Juli abgemietet wurde, müssen die dort lagernden Teile ebenfalls zunächst provisorisch im Vorbereitungsraum gelagert werden.

Bei allen geschilderten Problemen ist jedoch zu beachten, dass die Archivalien im Magazin hiervon in keiner Weise betroffen bzw. gefährdet waren. Die einzigen Wasser führenden Leitungen im Magazin sind die Regenabwasserleitungen der oberhalb gelegenen Parkpalette. Diese stehen jedoch nicht unter Druck und sind - entsprechend der im Mietvertrag getroffenen Regelung - mit einer doppelten Ummantelung versehen worden, die ausreichenden Schutz vor auslaufendem Regenwasser gewährleistet. Durch den noch erfolgenden Einbau zusätzlicher Revisionsöffnungen wird deren intakter Zustand auch langfristig zu sichern sein.

Ein Problem im Hauptmagazin stellt ein ca. einen halben Quadratmeter großer Bereich am Fuß der hangseitigen Außenwand dar. Dort hat ein vereidigter Sachverständiger eine Undichtigkeit des Betons festgestellt. Sie soll durch Verpressung von Epoxidharz schnellstmöglich beseitigt werden. Zwischen den Beteiligten besteht  Klarheit und Rechtssicherheit, dass die geschilderten Probleme nicht von der Stadt als Mieterin zu vertreten sind - und somit sämtliche mit deren Beseitigung verbundenen Kosten zu Lasten des Vermieters (bzw. der von ihm beauftragten Firmen) gehen. Dies gilt selbstverständlich auch für die in diesem Zusammenhang zusätzlich anfallenden Energiekosten sowie die Folgen der verzögerten Nutzbarkeit der betroffenen Räume.

Obwohl noch verschiedene Rechnungen ausstehen und noch einige Teilmaßnahmen durchzuführen sind, kann bereits zum jetzigen Zeitpunkt festgestellt werden, dass der verbindlich festgeschriebene Kostenrahmen von 50.000 für den Umzug nicht nur eingehalten, sondern voraussichtlich sogar unterschritten werden kann. (Basis: Pressemitteilung der Stadt, Lutz Heinrichs, Dezernat für Bildung, Sport und Kultur)

Trackbacks

waterboelles.de am : Wasserschaden: Archiv-Mauer muss freigelegt werden

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Ein Problem im Hauptmagazin des neuen Stadtarchivs an der Hastener Straße stelle ein ca. einen halben Quadratmeter großer Bereich am Fuß der hangseitigen Außenwand des Hauptmagazins dar, hatte es am 24. Juli bei einem Pressetermin in den neuen Archivräume

Kommentare

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Lothar Kaiser am :

Er habe nie daran gezweifelt, dass alles klappen würde, sagte heute am Rande der Pressekonferenz im Stadtarchiv Thomas Judt, der Chef des städtischen Gebäudemanagements. Und weil die Regale optimal aufgestellt werden konnten, verfügt das Archiv nunmehr über so viel Stauraum, dass es auch in zwanzig Jahren noch nicht aus den Nähten platzt. Darüber freute sich Kulturdezernent Dr. Christian Henkelmann. Auch darüber, dass die kalkulierten Umzugskosten nicht überschritten werden, und nicht zuletzt auch über die Bereitschaft von Vermieter Hans-Joachim Benner, mehr als nur die vertraglich vereinbarte sechsstellige Summe zu investieren. Im Vorfeld der Ratsentscheidung war von Gegnern des Umzugs, auch von Kommunalpolitikern, mehrfach vor Schimmel und Feuchtigkeit in den Räumen des ehemaligen Aldi-Ladens gewarnt worden. Keine Spur von Schimmel! Doch feucht wurde es dort einige Male – allerdings anders, als sich das in den damaligen „Unkenrufen“ angehört hatte. Vermieter Hans-Joachim Benner äußerte sich heute zu den aufgetretenen Bau-Pannen gelassen: „Wo mit Hochdruck gearbeitet wird, erhöht sich die Fehlerquote!“ Um sicher zu gehen, habe er nach den Wasserschäden durch verstopfte Abflussrohre von einer Firma mittels Video alle Abflüsse überprüfen lassen; nirgends drohe mehr eine weitere Verstopfung. Und im großen Archivraum lägen die vor einem vereidigten Gutachter festgestellte Werte für Temperatur (19,7 Grad) und Luftfeuchtigkeit (52 Prozent) im „grünen Bereich“.

Chronist am :

Heute eröffnete Oberbürgermeisterin Beate Wilding den Archivbereich des Historischen Zentrums der Stadt Remscheid (früher „Stadtarchiv“) an seinem neuen Standort Hastener Str. 100 -102. Damit befinden sich alle Archivalien der Stadt nach mehr als zehn Jahren mit zwei Standorten wieder ein einem einzigen Ort. Zugleich ändern sich auch die Öffnungszeiten: Vormittags ist das Archiv jetzt mittwochs, donnerstags und freitags von 9 bis 13 Uhr für Besucherinnen und Besucher geöffnet, nachmittags kann dort dienstags von 14 bis 19 Uhr und mittwochs von 14 bis 16 Uhr geforscht werden. Außerdem besteht in begrenztem Umfang die Möglichkeit, vorbestellte Archivalien auch samstags zwischen 9 und 13 Uhr sowie von 14 bis 17 Uhr in den Räumen des nahegelegenen Deutschen Werkzeugmuseums einzusehen. Zusammen mit der Öffnungszeit am Dienstag bis 19 Uhr richtet sich dieses neue Angebot speziell an berufstätige und auswärtige Besucherinnen und Besucher. Genauere Informationen dazu geben die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Archivs während der Öffnungszeiten sowie unter der Rufnummer 0 21 91/16-29 75 oder per E-Mail unter werkzeugmuseum-hiz@str.de.

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