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Das Erfolgmodell der offene Kinder- und Jugendarbeit in RS

(kai) Einen Blick zurück auf 25 erfolgreiche Jahre der Remscheider „Arbeitsgemeinschaft offene Kinder- und Jugendarbeit Remscheid“ (AGOT) warfen gestern auf einer Pressekonferenz in der Gelben Villa Mitglieder des AGOT-Sprecherrates zusammen mit Oberbürgermeister Burkhard Mast-Weisz. Und sie waren sich einig: Was die AGOT in diesen 25 Jahren jungen Menschen in Remscheid in den angeschlossenen Einrichtungen offene Kinder- und Jugendarbeit zu bieten hatte, war

  • vielfältig, bunt und fröhlich,
  • wichtig, lehrreich und hilfreich
  • nachhaltig, politisch und stark
  • kooperativ, kommunikativ und vernetzend.

Die vielfältige Angeboten und Leistungen der offenen Kinder- und Jugendarbeit bot – und bietet - jungen Menschen Unterstützung und Begleitung in einer sensiblen und prägenden Lebensphase an. Damit nimmt sie eine wichtige gesellschaftliche Aufgabe wahr. Durch Förderung von Bildungsprozessen und Vermittlung von Lebenskompetenzen begleitet und fördert sie Kinder und Jugendliche auf dem Weg zu Selbstständigkeit, Eigenverantwortung und Mündigkeit. Das ermöglicht Integration und Partizipation am Gemeinwesen. Gerade weil die Teilnahme an der offenen Kinder- und Jugendarbeit freiwillig ist, müssen die Angebote attraktiv und bedarfsgerecht sein. Mit einer grundsätzlich akzeptierenden Haltung, die den Kindern und Jugendlichen auch eine zweite und dritte Chance einräumt, können die Mitarbeiter/innen Beziehungen zu den jungen Menschen aufbauen und ihr Vertrauen gewinnen – zuhörend und nicht verurteilend, gleichzeitig klar und konsequent.

Waterbölles-Serie
25 Jahre AGOT
Teil I

von Marie-Therese Frommenkord (Jugendhilfeplanung der Stadt Remscheid)

Junge Menschen wachsen mit digitale Medien auf. Diese sind prägend wie nie zuvor. Auf immer neuen Geräten und mit immer neuen Inhalten und Interaktionsmöglichkeiten sind sie allgegenwärtig und ständig verfügbar. Damit sind Chancen und Herausforderungen verbunden. Medienpädagoginnen und Medienpädagogen in der offenen Kinder- und Jugendarbeit halten Angebote zur Medienkompetenzvermittlung für Kinder und Jugendliche vor, aber auch für Eltern und Fachkräfte aus anderen Bereichen der Jugendhilfe sowie von Schulen und anderen Kooperationspartnern. Medienkompetenz zu erwerben heißt insbesondere für Kinder und Jugendliche, Chancen und Möglichkeiten nutzen zu lernen, aber auch Gefahren und Risiken einschätzen und möglichst vermeiden zu können.

Diese Verantwortung übernehmen die Einrichtungen der AGOT nicht erst seit der Gründung der AGOT, aber seither gerne auch in Kooperation und gegenseitiger kollegialer Unterstützung. Die Arbeitsgemeinschaft hat die Entwicklung vom Amiga und Commodore C64 bis zum Smartphone begleitet, Videofilme bereits mit VHS-Cassetten gedreht und Fotos im Fotolabor entwickelt. Vielleicht erinnern sich einige auch noch an die  Eröffnung des Jugend- und InternetCafé RIC am Markt (Foto links) im Jahre 2000. (Der Oberbürgermeister bedauerte die Anfang 2011 aus finanziellen Gründen erforderliche Schließung gestern ausdrücklich.)

Jugendkultur

- Jugendkulturarbeit ist eine spezifische Ausprägung der offenen Kinder- und Jugendarbeit. Die Angebote der Jugendarbeit werden durch künstlerisch-gestalterische Angebote attraktiver und jugendkulturelle Szenen erhalten einen Raum sowie gezielte Förderung.

- Jugendkulturarbeit knüpft mit ihrem Bildungsverständnis an den Ressourcen der jungen Menschen, ihren Interessen, Fähigkeiten und ihrer Kreativität an und bietet selbstorganisiertes Handeln und Lernen in Gruppen Gleichaltriger.

- Jugendkulturarbeit ist gekennzeichnet von Offenheit, so dass die Jugendlichen weitestgehend selbst entscheiden können, welche Musik sie spielen wollen, ob und an welchem kunstpädagogischen Workshop sie teilnehmen oder welches Theaterprojekt sie erarbeiten wollen.

- Jugendkulturarbeit bedeutet Bildung zur kulturellen Teilhabe, auch und besonders im Hinblick auf die Integration Jugendlicher unterschiedlicher sozialer, ethnischer, kultureller und religiöser Herkunft. Sie ermöglicht damit u.a. eine Perspektive für innovative interkulturelle bzw. transkulturelle Jugendkulturprojekte. Die AGOT hat in Remscheid eigene Formate der Jugendkulturarbeit mit Erfolg entwickelt:

  • 1991 1. Spielemarkt
  • 1998 1. AGOT-Party auf dem Rathaus-Platz u.a. mit "Fred Kellner und die famosen Soulsisters" (mit Anke Engelke)
  • 2004 1. Bergisches Jugendkulturfestival (zeitgleich an den Bahnhöfen der drei Bergischen Großstädte)
  • 2005 2. Bergisches Jugendkulturfestival (zeitgleich an den Bahnhöfen der drei Bergischen Großstädte)
  • 2006 3. Bergisches Jugendkulturfestival (zeitgleich an den Bahnhöfen der drei Bergischen Großstädte)
  • 2010 Bergisches Jugendkultur-Festival in Remscheid 2011
  • 2011 JugendKulTour 1 (in der Innenstadt)
  • 2012 JugendKulTour 2 (in Lennep)
  • 2013 JugendKulTour 3 (in Lüttringhausen)

(Die AGOT ist die Arbeitsgemeinschaft Offene Kinder- und Jugendarbeit in Remscheid gemäß § 78 SGB VIII. Bereits seit 1991 arbeiten die Träger, die in diesem Arbeitsfeld tätig sind, in dem Gremium zusammen. Jeder Träger hat sein eigenes Konzept und sein eigenes Angebot. Das bringt insgesamt eine ansprechende Vielfalt an Angeboten und Möglichkeiten, aus denen die jungen Menschen in Remscheid auswählen können. Zitat: "Mit unserer Arbeit wollen wir zu einer guten Lebensqualität für Kinder, Jugendliche und Familien in Remscheid beitragen, so dass sie sich hier wohl fühlen.")

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Lothar Kaiser am :

Dass es sich bei der Offenen Kinder- und Jugendarbeit um eine pflichtige Aufgabe der Kommunen handele, betonte gestern Oberbürgermeister Burkhard Mast-Weisz. Finanziert werde sie aus Mittel des Landes und der Kommunen sowie aus Beiträgen der Träger der jeweiligen Einrichtungen. Es sei ein „fragiles Finanzierungsgerüst, das es zu erhalten gilt“., betonte der OB. An der Pressekonferenz nahmen für die AGOT teil: Wolfgang Zöller (Geschäftsführer der Kraftstation), Angela Preuß (Jugendleiterin bei der ev. Kirchengemeinde Lennep), Rolf Haumann (Jugendreferent des ev. Kirchenkreises Lennep), Ute Friederich-Zielas (Stadtteil e.V. Honsberg) und Zbigniew Pluszynski (Geschäftsführer der Welle, Lennep) und Helmut Spies (ev. Johannes-Kirchengemeinde). Sie verstehen die AGOT als Sprachrohr der Remscheider Jugend, vor allem aber als früher Vermittler von Bildung, Kultur, Politik, Spiel und Spaß. Und das werde in den nächsten 25 Jahren hoffentlich zu bleiben, wünschte Burkhard Mast-Weisz.

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