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Flüchtlinge kommen auf dem Arbeitsmarkt an

Martin Klebe. Foto: Lothar KaiserPressemitteilung der Agentur für Arbeit

Im bergischen Städtedreieck waren im August mehr Menschen arbeitslos gemeldet. Damit entwickelt sich die Region anders als im Durchschnitt der letzten drei Jahre und auch entgegen dem Landestrend. „Der Anstieg der Arbeitslosigkeit im August hängt damit zusammen, dass die geflüchteten Menschen zunehmend bei uns oder den Jobcentern ankommen und sich damit auch in der Arbeitslosenstatistik abbilden. Die geflüchteten Menschen werden von dort nach entsprechender Beratung auf die vielfältigen Maßnahmeangebote verteilt“, erklärt Martin Klebe, Chef der Agentur für Arbeit Solingen-Wuppertal. „Insgesamt betrachtet ist der Arbeitsmarkt in einer robusten Verfassung. Die Zahl der Beschäftigten ist auf einem Höchststand, und viele Unternehmen suchen weiter dringend Fach- und Hilfskräfte. Alleine in diesem Monat wurden uns rund 1.300 neue Arbeitsstellen gemeldet, so dass die Zahl der bei uns gemeldeten freien Stellen jetzt die 4.000-Marke überschreitet und gut ein Fünftel höher liegt als vor einem Jahr.“

Im Bergischen Städtedreieck steigt die Arbeitslosigkeit im August auf nun 30.336 arbeitslose Frauen und Männer. Damit sind aktuell 269 Menschen mehr arbeitslos als im Juli und auch 162 Personen mehr als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote für die drei Städte bleibt wie im letzten Monat auf aktuell 9,4 Prozent (August 2015: 9,4 Prozent).

Aktuell sind in Remscheid 5.116 Menschen arbeitslos, 56 mehr als im Juli und 191 Personen oder 3,9 Prozent mehr als im August vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote steigt von 8,7 Prozent im Juli auf aktuell 8,8 Prozent. Vor einem Jahr betrug die Arbeitslosenquote 8,4 Prozent. Die Arbeitslosigkeit ist gestiegen, weil sich im August mehr Personen neu oder erneut arbeitslos meldeten (1.062 Personen) als ihre Arbeitslosigkeit beendeten (1.018 Personen). Wie im bergischen Städtedreieck meldeten sich auch in Remscheid insbesondere mehr junge Menschen arbeitslos. Arbeitgeber meldeten im August 338 freie Arbeitsstellen in Remscheid. Insgesamt werden in Remscheid damit 891 Arbeitskräfte gesucht, das sind 254 Stellen oder 39,9 Prozent mehr als vor einem Jahr.

Statistisch gesehen konkurrieren im August 10,2 Arbeitslose in Remscheid um eine Stelle im Bereich Verkehr, Logistik, Schutz und Sicherheit. Am günstigsten ist in Remscheid das Verhältnis zwischen Arbeitslosen und gemeldeten Stellen im Bereich Gesundheit, Soziales, Lehre und Erziehung. Hier kommen auf eine Arbeitsstelle aus diesem Berufsbereich rechnerisch nur 2,9 Arbeitslose.

Derzeit werden insbesondere folgende Arbeitskräfte von den Remscheider Unternehmen gesucht: 43 Krankenpfleger, 41 Verkäufer, 40 Helfer Lagerwirtschaft, 28 Helfer Kranführer/Bedienung Hebeeinrichtungen, 27 Helfer Metallbearbeitung, 27 Fachkräfte schleifende Metallbearbeitung, 24 Fachkräfte Lagerwirtschaft, 23 Fachkräfte Maschinenbau, 22 Bürofachkräfte, 21 Spezialisten in der Fachkrankenpflege, 18 Fachkräfte elektrische Betriebstechnik, 16 Fachkräfte Kraftfahrzeugtechnik, 15 Fachkräfte Schweiß- und Verbindungstechnik, 14 Fachkräfte Bauelektrik, 13 Fachkräfte Sanitär-, Heizung- und Klimatechnik, 13 LKW-Fahrer, 13 Bürohilfskräfte, zwölf Maler und Lackierer sowie elf Fachkräfte Werkzeugtechnik.

Die Arbeitslosigkeit bei den Ausländern nimmt im Städtedreieck weiter zu: 36,6 Prozent der Arbeitslosen haben einen ausländischen Pass. Aktuell sind 11.094 Ausländer arbeitslos gemeldet, 244 Personen (2,2 Prozent) mehr als im Juli und auch 1.397 (14,4 Prozent) mehr als im August vor einem Jahr. Die stärksten absoluten Zunahmen erfolgten im Vergleich zum letzten Jahr aus der Arabischen Republik Syrien, aus Bulgarien, aus dem Irak, aus Rumänien, aus Eritrea sowie aus Kroatien. Die Ankunft der geflüchteten Menschen bildet sich auch im Anstieg der Arbeitslosigkeit von jungen Menschen unter 25 Jahren (+13,6 Prozent zum Vorjahr) in der Statistik ab. Von den 11.094 Ausländern sind 1.311 unter 25 Jahre alt (August 2015: 865).

Entwicklung der Jugendarbeitslosigkeit

3.441 junge Menschen unter 25 Jahre sind im August arbeitslos gemeldet, 184 mehr als im Juli und auch 413  mehr als vor einem Jahr. Die Jugendarbeitslosigkeit war auch in den letzten Monaten, aufgrund der Ankunft vieler junger geflüchteter Menschen, erhöht. Von den 3.441 arbeitslosen jungen Menschen sind 1.311 Ausländer und damit  rund 38 Prozent (August 2015: 865 Personen/ 28,5 Prozent).

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