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Statt 5.000 waren’s nur etwa 350

Der erste Redner auf der türkischen Kundgebung im Stadtpark. Foto: Thomas E. Wunsch.5.000 Teilnehmer hatte die türkische Moscheegemeinde DITIB zusammen mit verschiedenen anderen islamischen Kulturvereinen in Remscheid bei der Polizei angemeldet für eine Kundgebung vor der Konzertmuschel im Stadtpark und einen vorausgehenden Demonstrationszug, der sich gestern gegen um 12 Uhr am  Hauptbahnhof in Marsch setzen und über Freiheit-, König- und Parkstraße zum Schützenplatz führen sollte. Doch es kam anders. Weil den Veranstaltern ein Dauerregen und ein halbstündiger Wolkenbruch einen Strich durch die Rechnung machte und viele türkische Einwohner Remscheids es vorzogen, im Trockenen zu bleiben? Oder weil sich die Veranstalter schlichtweg überschätzt hatten? Wer kann das wissen. Jedenfalls: Als sich gegen 12 Uhr gerade mal etwa 350 Personen am Hauptbahnhof versammelt hatten, vereinbarten Polizei und Veranstalter kurzfristig einen kürzeren Aufzugweg (über Bismarckstraße, Markt, Alleestraße und Hindenburgstraße), wodurch auch die Sperrung der B 229 vermieden wurde. Die Kundgebung im Stadtpark mit Meer türkischer Fahnen – endete nach Angabe der Polizei gegen 15.40 Uhr. „Sowohl der Aufzug als auch die abschließende Kundgebung verliefen friedlich und störungsfrei“, heißt es im Polizeibericht.

Beim Demonstrationszug auf der Hindenburgstraße.. Foto: Thomas E. Wunsch.Ein Dolmetscher für die Lautsprecherdurchsagen auf der Kundgebung auf Türkisch stand dem Waterbölles leider nicht zur Verfügung. Im Vorfeld hatte es geheißen, die Demonstration stehe unter dem Motto „Remscheider Türken sagen Ja zur Demokratie". In den aufgenommenen Videoszenen kommt der Sprecher auf der Bühne häufig zu Wort. Vielleicht findet sich ja ein türkischer Mitbürger für eine Übersetzung. Der Waterbölles sagt dafür jetzt schon herzlichen Dank. (Fotos [2]: Thomas E. Wunsch)

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Kommentare

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Chronist am :

Man beachte auf dem zweiten Foto das Handzeichen des Fahnenträgers. Ist das nicht das Zeichen der unter Beobachtung des deutschen Verfassungsschutzes stehenden „Grauen Wölfe“ der türkischen rechtsextremistischen „Ülkücü-Bewegung“ („Bewegung der Idealisten“)? Siehe http://www.verfassungsschutz-bw.de.

Chronist am :

Ein (dem Waterbölles bekannter) Remscheider mit türkischem Hintergrund war so freundlich, die Lautsprecherdurchsagen im Video von der Demo aus dem Türkischen ins Deutsche zu übersetzen. Dafür herzlichen Dank. Nachfolgend die Übersetzung: „Lasst uns unsere Flagge hochhalten. Lasst uns heute eine wichtige und große Nachricht überbringen. Die Hände nach oben, die Flaggen nach oben. Lasst sie flattern die schönen Flaggen. Na los Remscheid. Schön, dass ihr alle da seid. Schaut, die Sonne ist auch da. Heute ist der Tag des Zusammenhalts und das nur durch euch. (Es folgt ein im Video unverständlicher Satz) Unsere Familien haben sich vereint, unsere Moscheen haben sich vereint. Die Flaggen flattern. Wir möchten uns bei allen Beteiligten bedanken. Na los, schwenkt die Fahnen, applaudiert. Wir sind zu einem Körper zusammengewachsen. Unabhängig davon welcher Partei wir angehören oder welche Meinung wir haben. Wir sind alle auf die Straße gegangen und haben unsere Demokratie geschützt. Genauso wie heute. Genauso ihr.“

Chronist am :

Der Deutsche Journalisten-Verband ruft zur Teilnahme an den Demonstrationen für die Pressefreiheit in der Türkei auf, die am morgigen Samstag in mehreren deutschen Großstädten stattfinden, so in Köln ab 14 Uhr auf dem Heumarkt. Dort gehört der DJV-Bundesvorsitzende Frank Überall zu den Rednern. „Die Grundrechte werden mit Füßen getreten, die letzten Reste von Pressefreiheit in der Türkei abgeschafft“, kritisiert Überall. „Wir Journalistinnen und Journalisten sind aufgerufen, Flagge zu zeigen.“ Auslöser der Proteste ist die Schließung zahlreicher Radio- und TV- Sender, die als regierungskritisch gelten. In den letzten Stunden wurden auch solche Sender von den Sicherheitskräften geschlossen, die zuvor noch ihr Programm online übertragen konnten. Überall: „Das ist nicht hinnehmbar. Die Demokratie existiert in der Türkei nur noch auf dem Papier.“

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