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Entscheidet der Wohnort über die SPD-Kandidatenkür?

Seit gestern befragt die Remscheider SPD ihre Mitglieder. Sie möchte wissen, wer bei der nächsten Bundestagswahl der Kandidat der SPD im Wahlkreis 103 (Solingen - Remscheid - Cronenberg - Ronsdorf) werden soll. Interessierte SPD-Mitglieder können schon vor der Vollversammlung, die am Samstag, 17. September, um 14 Uhr in der Mensa der Sophie-Scholl-Gesamtschule, Hohenhagener Straße 25, beginnt, in der Geschäftsstelle am Ebertplatz, Elberfelder Straße 39,  täglich zwischen 10 und 20 Uhr (Freitag bis 21 Uhr) ihre Stimme abgeben. Zur Wahl stehen:

  • Simon Geiß, Bürokaufmann, Vorsitzender des SPD-Ortsvereins Ronsdorf;
  • Ingo Schäfer, Berufsfeuerwehrmann, Vorsitzender der Deutschen Feuerwehrgewerkschaft, Solingen
  • Helgo Ollmann, Dipl. Sozialpädagoge & Medienpädagoge, Vorsitzender des SPD-Ortsvereins Solingen-Mitte.

Simon Geiß wurde 1986 in Remscheid-Lennep geboren und lebt seither in Wuppertal-Ronsdorf. Nach seinem Schulabschluss absolvierte er eine Ausbildung zum Bürokaufmann beim Paritätischen Wohlfahrtsverband in Wuppertal. Danach war er fünf Jahre für diesen Verband und für eine Selbsthilfeorganisation in Dortmund tätig. Heute arbeitet er bei der Remscheider Stadtverwaltung und für den Remscheider Landtagsabgeordneten Sven Wolf.

Helgo Ollmann, geboren 1961, wohnhaft in Solingen, besuchte in Remscheid die Berufsschule an der Neuenkamper Straße (Radio und Fernsehtechniker) und danach die Fachoberschule für Technik, bevor er an der Uni Wuppertal Elektrotechnik studierte. Er arbeitete als Tontechniker und Veranstaltungstechniker in der Schweiz (Bern), machte seinen Zivildienst an der VHS Solingen und wirkte beim Aufbau des Bürgerfunkstudios der VHS Solingen und des DGB Solingen. An der Fachhochschule Düsseldorf studierte er Sozialpädagogik, Schwerpunkt Medienpädagogik. Dort war er anschließend Wissenschaftlicher Angestellter des Fachbereichs B Sozialpädagogik.  Helgo Ollmann arbeitet heute als freier Berater und Dozent in der politischen Arbeitnehmerweiterbildung für Betriebsräte, Hochschulen u.a.

Ingo Schäfer, geboren am 20. September 1965 in Solingen, machte 1981 bis 1983 eine Ausbildung zum Betriebsschlosser bei den Mannesmann Röhrenwerken und 1987 bis 1988 eine weitere zum Berufsfeuerwehrmann der Stadt Solingen. 2014 bestand er an der Verwaltungsfachschule Hilden und am Institut der Feuerwehr in Münster die Weiterbildung  zum feuerwehrtechnischen gehobenen Dienst. 2011 gründete Ingo Schäfer die Deutsche Feuerwehr-Gewerkschaft, deren Bundesvorsitzender er ist.

Die Mitgliederbefragung der Remscheider SPD findet ihren Abschluss am Samstag auf der Vollversammlung. Dann werden die Bewerber noch einmal die Möglichkeit haben, sich vorzustellen. An die Vorstellungs- und Diskussionsrunde wird sich die Wahl und Stimmauszählung anschließen. Die eigentliche Nominierung des Kandidaten erfolgt am 29. September auf einer Wahlkreisdelegiertenversammlung. 67 Delegierte entsenden dazu die Ortsvereine aus Solingen, Remscheid, Cronenberg und Ronsdorf (33 aus Solingen, 24 aus Remscheid und zehn aus den beteiligten Wuppertaler Stadtbezirken). Das Ergebnis der Mitgliederbefragung der Remscheider SPD wird den Delegierten aus Remscheid bei der Wahlkreiskonferenz als Empfehlung mitgegeben.

Beim Familienfest der Remscheider SPD am 14. August auf dem Gelände des Deutschen Werkzeugmuseums standen noch fünf Kandidaten zur Wahl. Ihre Kandidatur zogen in der Zwischenzeit Manfred Ackermann (Geschäftsführer) und Markus Preuß (Polizeihauptkommissar) aus Solingen zurück, um, wie es hieß, bei der Wahl des Bundestagskandidaten die Stimmen der Solinger SPD-Mitglieder auf  einen einzigen Solinger Kandidaten vereinen zu können. Preuß war bereits vor örtlichen Vorabstimmung nicht mehr ins Rennen gegangen. Dabei entfielen dann 76 Stimmen auf Schäfer, 37 auf Ackermann und nur vier auf Geiß. Reaktion des Remscheider SPD-Unterbezirksvorsitzenden Sven Wolf zum Stimmenvorsprung der beiden Solinger gegenüber dem Wuppertaler: Der Wohnort sei für ihn als Kriterium für die Kandidatenwahl ungeeignet.

In Remscheid absolvierten die verbliebenen Kandidaten in den vergangenen Wochen mehrere Vorstellungsrunden (Jusos, AG Migration & Vielfalt), erst am Montag noch im neuen, einladenden „Bistro“ im einstigen RGA-Pressehaus ­ heute „Haus für Seelische Gesundheit“ der Evangelischen Stiftung Tannenhof – vor den Mitgliedern der drei SPD-Ortsvereine Alt-Remscheid/Hasten, West und Süd. Da waren’s allerdings nur noch zwei Bewerber: Ingo Schäfer und Simon Geiß.  Helgo Ollmann war verhindert, will aber bis zur Vollversammlung der Remscheider SPD am kommenden Samstag im Rennen bleiben.

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Chronist am :

In der Vollversammlung der Remscheider SPD heute in der Mensa der Sophie-Scholl-Schule stellten sich Simon Geiß (Wuppertal) und Ingo Schäfer (Solingen) vor, die sich um die SPD-Bundestagskandidatur bewerben. Die endgültige Entscheidung fällt am 29. September in der Wahlkreisdelegiertenversammlung. Von den 67 Delegierten kommen dann 33 aus Solingen, 24 aus Remscheid und zehn aus Wuppertal. An der der Mitgliederbefragung der Remscheider SPD beteiligten sich 98 der insgesamt 415 Mitglieder (Wahlbeteiligung: 23,6 Prozent). Von den 98 gültigen Stimmen entfielen auf Simon Geiß 65 und auf Ingo Schäfer 33. Den Delegierten aus Remscheid werde folglich die Wahl von Simon Geiß empfohlen, so Wahlleiter Sven Wiertz zum Abschluss der heutigen Versammlung. Da Geiß auch in Wuppertal deutlich vorne lag und Schäfer in Solingen, ist in der Delegiertenversammlung am 29. September mit einem knappen Kopf-an-Kopf-Rennen zu rechnen. Denn rein rechnerisch haben Remscheid/Wuppertal gegenüber Solingen nur eine Stimme mehr.

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