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Auch keine Scheu, mal im Dreck zu wühlen

Das Freiwillige
Ökologische Jahr

bietet jungen Menschen zwischen 16 und 27 Jahren die Gelegenheit, sich konkret für die Umwelt und für andere Menschen einzusetzen und dabei ihre Kenntnisse über Nachhaltigkeit, Klima- und Umweltschutz zu verbessern. Im freiwilligen ökologischen Jahr beträgt die Wochenarbeitszeit 39 Stunden. Es gibt insgesamt 26 Tage Urlaub. Die monatliche Aufwandsentschädigung beträgt 154 Euro Taschengeld plus 103 Euro Verpflegungspauschale.

Schon Mitte Februar begann das Bewerbungsverfahren für das neue Freiwillige Ökologische Jahr (FÖJ). Es begann am 1. August und endet am 31. Juli. Im Städtedreieck gebe es nur relativ wenige Plätze im FÖJ, deshalb sei eine baldige Bewerbung ratsam. Doch von „seinen“ beiden FÖJ-Plätzen hatte Diplom-Biologe Jörg Liesendahl, der Leiter der Naturschule Grund in Remscheid, zum 1. August erst einen besetzt – mit Sabine Paetow (19) aus Lennep, die in diesem Jahr ihr Abitur am Albert-Einstein-Gymnasium gemacht hatte. Für die zweite Stelle fand sich erst zum 1. September die richtige Bewerberin: Lena Döhler (21), Absolventin des Berufskollegs Wirtschaft & Veraltung mit Realschulabschuss. Und auch das nur im vierten Anlauf, wie Jörg Liesendahl gestern verriet, als er seine beiden neuen Mitarbeiterinnen in einem Pressegespräch vorstellte: „Die beiden vorhergegangenen Bewerber waren abgesprungen, weil sie kurzfristig eine Lehrstellen angeboten bekommen hatten!“ Auf Liesendahls Aufruf in den Medien (siehe Waterbölles vom 21. August) war Lena Döhler eher zufällig gestoßen. Mit Sabine Paetow teilt sie die Liebe zur Natur und würde gerne auch nach dem FÖJ-Jahr, das sie als Berufsorientierung versteht, lieber „draußen arbeiten als im Büro“. Und da habe sie auch keine Scheu, „mal im Dreck zu wühlen“.

Jörg Liesendahl hört das gerne. Und sich seine FÖJ-Mitarbeiter/innen auch stets entsprechend aus. „Erin Probearbeitstag reicht da nicht, habe ich gestellt. Es müssen schon drei sein“. Wer an einem Blatt nur erkenne, dass es grün sei, ansonsten aber beim Jäten eines Beetes eine Gartenpflanze nicht von „Unkraut“ unterscheiden könne, der sei in der Naturschule nicht an der richtigen Stelle. Auf Sabine Paetow und Lena Döhler trifft das nicht zu. Die eine hat die Gartenarbeit über mehrere Jahre in Leer in Ostfriesland kennengelernt, bevor sie nach Remscheid zurückkehrte, und die andere wurde quasi „mit einem  Garten groß“.

Worauf Liesendahl sonst noch Wert legt? „Sie müssen Arbeit erkennen, müssen zupacken können!“ Beim jüngsten Sommerfest haben beide das bereits bewiesen – und einige der leckeren Kuchen selbst gebacken. Das passte zur Aussage der beiden jungen Frauen, die Arbeit in der Naturschule sei „abwechslungsreich und selbständig“. Mal schweißtreibend mit Hacke und Spaten, mal am Schreibtisch über Büchern für ein eigenes Projekt. Nicht zu vergessen die fünf Seminare, die der Landschaftsverband Rheinland in Gruppen mit jeweils 30 für FÖJ-Teilnehmern anbietet. So etwa das Seminar „Wasser“, das in Kürze einem Selbstversorgerhaus in Kürten nahe der Großen Dhünntalsperre stattfindet. Aber auch die Berufsorientierung steht auf dem Programm der Seminare. Bei deren Planung und Ablauf haben die Teilnehmer Gelegenheit, sich mit deinen Interessen und Wünschen einzubringen und die Wochen mitzugestalten. Themen der folgenden Seminare: Energie, Naturschutz/Artenvielfalt, Nachhaltigkeit.

Ob es im Winter in der Naturschule nicht recht ruhig zugehe, wollte der Waterbölles wissen. Da konnte Jörg Liesendahl beruhigen: „Es gibt immer etwas zu tun. Mal muss der Garten umgestaltet werden, mal muss man sich etwas Neues für die Hühner einfallen lassen, damit es denen in den Ställen nicht zu langweilig wird.“ Und natürlich mache die Naturschule mit ihrem Veranstaltungsangebot keine Winterpause.

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