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Nordsteg wird nach Else Treichel benannt

Else Treichel. Mit Beschluss vom 29. Mai 2012 hatte die Bezirksvertretung Alt-Remscheid festgelegt, den Nordsteg am Willy-Brandt-Platz/Hauptbahnhof nach Else Treichel zu benennen. Mit dieser Benennung soll an das Lebenswerk von Else Treichel (geboren am 29. Juni 1912,  verstorben am 31. Juli 1987)  erinnert werden. Die Namengebung soll nunmehr durch die Enthüllung des Schildes „Else-Treichel-Steg“ am Donnerstag, 29. September, um 15 Uhr am Nordsteg vollzogen werden.

Else Treichel entstammte einer Remscheider Arbeiterfamilie. Ihre Tochter Doris Elke wurde 1944 im Alter von acht Jahren Opfer eines Bombenangriffes. Die Umstände dieses schmerzhaften Verlustes haben sie nach Ende des Krieges bewogen sich politisch zu engagieren, um daran mitzuwirken, dass eine Wiederholung der nationalsozialistischen Diktatur ausgeschlossen wird. Ihr Engagement galt dem Wiederaufbau demokratischer Strukturen in ihrer Heimatstadt. Else Treichel gehörte 1945 zu den Gründungsmitgliedern der SPD in Remscheid und wirkte zehn Jahre in mehreren Leitungsfunktionen mit. 1954 wurde sie Vorsitzende des Stadtkreisverbandes der Arbeiterwohlfahrt. Zuvor war sie von 1952 bis 1954 Vorsitzende der Remscheider Gliederung der sozialistischen Jugend „Die Falken“. Dem Rat der Stadt Remscheid gehörte sie vom November 1952 bis zum Januar 1973 an. Als erste Frau wurde sie 1969 zur Vorsitzenden einer Ratsfraktion gewählt, nachdem sie bereits 1955 Mitglied des Fraktionsvorstandes der SPD wurde. Eine schwerwiegende Erkrankung zwang sie 1973 zum Rücktritt von allen Ämtern. In Würdigung Ihrer Verdienste um die Bundesrepublik Deutschland verlieh Ihr der Herr Bundespräsident auf Vorschlag des Ministerpräsidenten des Landes Nordrhein-Westfalen am 2. Januar 1974 das Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland.

Während ihrer kommunalpolitischen Tätigkeit arbeitete Else Treichel  in mehreren Gremien des Rates mit. So war sie mehr als elf Jahre lang Vorsitzende des städtischen Krankenhausausschusses und wirkte gemeinsam mit dem ehemaligen Stadtdirektor Dr. Hans Potyka an der Projektierung eines neuen Krankhausstandortes in Lennep mit. Als Vorsitzende war sie ebenfalls im Jugendwohlfahrtsausschuss und im Gesundheitsausschuss tätig. Sie vertrat die Interessen der Stadt Remscheid über mehrere Jahre auch im Verwaltungsrat der Stadtsparkasse und im Aufsichtsrat der damaligen Verkehrsbetriebe. Über 15 Jahre lang war sie Mitglied des Aufsichtsrates der Konsum-Genossenschaft in Remscheid und wirkte in diesem Gremium noch zwei weitere Jahre bis zu Ihrem generellen Ausscheiden aus politischen Ämtern mit, als die Konsum-Genossenschaften im Bergischen Raum zu einer Genossenschaft vereinigt wurden. Von 1950 bis 1965 war Sie als Schöffin und Jugendschöffin am Amtsgericht Remscheid tätig. Der Rat der Stadt Remscheid würdigte ihre Verdienste um das Wohl der Gemeinde am 25. September 1964 mit der Verleihung der Bürgermedaille in Gold. Else Treichel wohnte bis zu ihrem Tode im Haus Freiheitstraße 4. Else Treichel war in 1. Ehe mit Walter Altwicker verheiratet (Eheschließung: 4.11.1933 in Remscheid). Walter Altwickler verstarb am 19.01.1958 in Remscheid. Die 2. Ehe mit Karl Treichel wurde am 7.12.1962 geschlossen.

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