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Oberbürgermeister forderte zu Mut und Optimismus auf

Oberbürgermeister Burkhard Mast-Weisz während seiner gestrigen Ansprache. Foto: Lothar Kaiser„Wir feiern gemeinsam den Tag der deutschen Einheit und erinnern uns gerne an die Ereignisse im November 1989. Die damalige friedliche Revolution führte dazu, dass wir seit dem 3. Oktober 1990 wieder ein geeintes Volk sind und die Mauer, die Grenze zwischen den beiden deutschen Staaten, der Vergangenheit angehört“, begann Oberbürgermeister Burkhard Mast-Weisz gestern im nahezu voll besetzten Saal des Teo Otto Theater seine Rede beim Festakt zum Tag der Deutschen Einheit. In den vergangenen 26 Jahren habe sich Vieles zum Positiven entwickelt. Zwar seien die blühenden Landschaften, die Kanzler Kohl anfangs versprochen hatte, nicht sofort eingetreten. „Der Prozess der Wiedervereinigung brauchte seine Zeit. Die Herausforderungen waren allerdings auch riesig.“ Aber wenn man heute in die Städte der neuen Bundesländer fährt, könne man erkennen, wie sehr sie sich verändert hätten, wie attraktiv sie geworden seien.

Leider aber gebe es auch Schattenseiten, gerade in der jüngsten Vergangenheit. Mast-Weisz: „Wie ist zu erklären, dass insbesondere in den Bundesländern, die vor 26 Jahren der Bundesrepublik beigetreten sind, die Zustimmung zu rechten und rechtsradikalen Parteien besonders groß ist? Wie ist zu erklären, dass z.B. in Mecklenburg-Vorpommern eine rechtspopulistische Partei mit einem sehr zweifelhaften Programm mehr Stimmen auf sich vereinigen konnte, als eine große Volkspartei? Wie kann man eine zunehmende Ablehnung unserer demokratischen Strukturen erklären?“ Politik müsse die Verunsicherung in der Bevölkerung ernst nehmen. Sie müsse deutlich machen, dass Veränderungen – neben allen Risiken – vor allem viele Chancen beinhalten. „Ich glaube, dass Politik, dass wir alle, die wir Verantwortung tragen, den Menschen Mut machen müssen!“

Den Satz von Kanzlerin Merkel (‚Wir schaffen das‘) verstehe  er gerne als Perspektive Deutschland: „Wir schaffen die Veränderungen, wir wollen niemand zurücklassen. Im Rahmen der Wiedervereinigung hat Deutschland Herausforderungen gestemmt, die riesig waren und sicherlich schwerer als unsere jetzigen Aufgaben. ‚Habt mehr Mut und Vertrauen‘, sollten wir den Menschen zurufen!“  Allerdings gelte es genau hinzuschauen, denn trotz viel Licht gebe es auch Schatten: „Hohe Arbeitslosenzahlen in bestimmten Regionen, Familien, die mit den Transferleistungen kaum ein Auskommen haben, die erleben, dass sie von vielen wichtigen Dingen quasi abgeschnitten sind. Davor dürfen wir nicht die Augen verschließen.“ Das gelte auch für Remscheid. Die Stadt sei zwar gerade dabei, schwierige Jahre abzuschütteln und neues Selbstbewusstsein zu tanken. . Aber auch in Remscheid gebe Armut, nicht ausreichende Bildungsgerechtigkeit, Familien, die die Sorge haben, zu den heutigen oder künftigen Verlierern zu gehören. Der OB: „Wir müssen all denen zeigen, dass wir ihre Sorgen und Ängste ernst nehmen. Und sie müssen sich ernst genommen fühlen. Wir müssen alles daran setzen, dass sie nicht den falschen und verlogenen Versprechen radikaler Parteien auf den Leim gehen, die keine ehrlichen Antworten bieten, sondern Politik auf Kosten von Zugewanderten und Menschen muslimischen Glaubens machen. Wir sind eine wehrhafte Demokratie und werden uns gegen jede Form von Radikalismus stellen, sei es politisch oder religiös begründet. Wir können stolz auf das sein, was in dieser Stadt, in den Unternehmen, in den Vereinen, in den sozialen, kirchlichen, religiösen, politischen Organisationen geleistet wird. Daher lassen Sie uns mutig sein und optimistisch in die Zukunft schauen!“

Traditionell wurde der Festakt musikalisch umrahmt von den Bergischen Symphonikern unter der Leitung von Generalmusikdirektor Peter Kuhn. Das Konzert begann mit „Le Tombeau de Couperin“ (Das Grabmal von Couperin) von Maurice Ravel. Im folgenden Konzert für Violine und Orchester D-Dur op. 35 von Erich Wolfgang Korngold übernahm der 1. Konzertmeister der Bergischen Symphoniker Mihalj Kekenj. Einfühlend erläuterte Peter Kuhn die beiden für manche Konzertbesucher bis dahin unbekannten Stücke. Burkhard Mast-Weisz dankte dem Orchester und seinem Dirigenten für diesen „schönen und würdigen Rahmen“ und betonte: „Dieses Orchester gehört zu unserer Stadt. Wir sollten und werden alles dafür tun, dass dies so bleibt. Das sind wir den Gästen der Konzerte, aber vor allem auch und gerade den Musikerinnen und Musikern schuldig.“

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