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Einen der wertvollsten Bäume der Stadt illegal gefällt

Foto:Stadt RemscheidFoto: Stadt Remscheid.Pressemitteilung der Stadt Remscheid

Wie dem Fachdienst Umwelt bekannt wurde, hat ein Fachunternehmen im Auftrag eines Investors auf dem Grundstück Heinrich-Hertz-Straße 1 eine Buche mit 5,90 Metern Stammumfang illegal gefällt. Der Schaden für die Allgemeinheit ist immens: Es handelt sich um einen der wertvollsten Bäume Remscheids.

Im Zuge der Grundstücksvorbereitung für ein Investment mit insgesamt drei Stadtvillen hat das Fachunternehmen nicht nur die Buche, sondern auch viele Gehölze wie Fichten und Gebüsche im Bereich einer privaten Grünfläche entfernt. Hier wären die Gehölze grundsätzlich zu erhalten gewesen. Eine Fällgenehmigung gab es nicht. Damit verstößt die Fällung gegen die Baumschutzsatzung. Der Fachdienst Umwelt prüft jetzt die Einleitung eines Ordnungswidrigkeitenverfahrens und die Verpflichtung zur Vornahme von umfangreichen Ersatzpflanzungen.

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Kommentare

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Lothar Kaiser am :

Was mag es da noch zu prüfen geben? Aber Hauptsache, das Ergebnis und die Folgen für den Verursacher werden der interessierten Öffentlichkeit alsbald mitgeteilt.

Chronist am :

„Das ist reine Profitgier, niederste Beweggründe, hier sollte kein Ordnungswidrigkeitenverfahren sondern das Strafrecht zur Anwendung kommen!“, hat Waterbölles-Leser Lutz E. Faßbender gemailt. Sven Fröhlich schreibt: „Ja ja. Und wieder ist ein " Erhaltens Werter " Baum für ein Bau Projekt "versehentlich" gefällt worden. Siehe Bauprojekt " An der Tuchwiese". Ist ja egal, dann wird eine Ordnungsgeld gezahlt und ein paar neue Bäume gepflanzt. Hauptsache das Bauprojekt ist nicht gefährdet. Und für alle die sich diesbezüglich angesprochen fühlen, ein so gewachsenen Baum kann man nicht ersetzen.“ Arno Schmitz: "Es wird ein Objekt "Wohnen im Park" seitens des Bauträgers und, - ich bitte um Aufmerksamkeit - des Immobilien-Centers der Stadtsparkasse Remscheid als Vertriebsgesellschaft beworben. Der Park ist in dem vom Bauträger erworbenen Grundstücksbereich vollumfänglich vernichtet worden. D.h. kein Baum kein Park. Das muss für jeden interressierten Erwerber der beworbenen Luxusimmobilie Signal genug sein, von einem beabsichtigtem Kauf Abstand zu nehmen. Für jeden Interressenten sollte doch bei Vernichtung von derart elementarem Naturgut jegliches Vertrauen in Bauträger und Vertriebsgesellschaft verloren gegangen sein. Nur durch den oben beschriebenen wirtschaflichen Boykott kann man die Verantwortlichen angemessen sanktionieren." Christian Groger: “Der Investor hat eiskalt kalkuliert - ein Bußgeld wird aus der Portokasse gezahlt - ein Bäumchen wird als Ersatz gepflanzt - und die Stadt Remscheid wird diese kriminelle Tat sehr schnell unter den Teppich kehren. Bleibt die Frage wie ein ‚Fachunternehmen‘ in Sachen Baumfällung so weit geschmiert werden kann, dass sie alle Vorschriften und Bedenken ignoriert und solchen Frevel an der Natur begeht. Nur die Geldgier kann Menschen so tief sinken lassen.“ Und mit Empörung reagierten die Remscheider Linken: „Mit Empörung mussten wir zur Kenntnis nehmen, dass im Zuge einer Luxusbebauung an der Heinrich Hertz Allee in Lennep wertvoller, unter dem Schutz der Baumschutzsatzung stehender Baumbestand durch ein Wuppertaler Unternehmen illegal gefällt wurde. Die Stadt Remscheid erwägt nun in einem Ordnungswidrigkeitsverfahren ein Bußgeld zu erheben und den „Investor“ zu Ersatzpflanzungen zu verpflichten. „Es ist nicht das erste Mal, dass in Remscheid zu Gunsten eines „Invests“ gegen die Baumschutzsatzung verstoßen wurde. Ein vorsätzlicher Verstoß gegen die Baumschutzsatzung, und in diesem Falle handelt es sich offensichtlich um einen solchen, ist ein krimineller Akt und sollte so auch der Strafverfolgung unterliegen. Es darf nicht sein, dass „Baumfrevel“ nur mit Ersatzpflanzungen und einem Bußgeld belegt wird.“ So der Fraktionsvorsitzende der Remscheider LINKEN. Im Weiteren führte Beinersdorf aus: „Das Landschaftsgesetz des Landes NRW und auch die Baumschutzsatzung der Stadt Remscheid müssen so geändert werden, dass eine strafrechtliche Verfolgung und Bestrafung der Täter möglich ist. Bußgelder und Ersatzpflanzungen werden von vorneherein durch clevere „Investoren“ und ihre willigen Helfer einkalkuliert.“

Chronist am :

„Bei der Fällung eines Baumes mit einem Stammumfang von 5,90 Meter von einem Missgeschick zu sprechen, grenzt schon an Zynismus. Wer einen solchen Baum fällt, hat einschlägige Fachkenntnisse und könnte im Zweifelsfall nachfragen. Er weiß, dass er einen solchen Auftrag nur annehmen darf, wenn eine Fällgenehmigung vorliegt, die ihm ausgehändigt werden muss, ansonsten darf er gar nicht tätig werden. Die vorgelegten Erläuterungen können daher nicht überzeugen. Erfreulich ist, dass die städtischen Behörden die Fällung eines satzungsrelevanten Baumes vehement kritisieren und dem Frevel nachgehen wollen. Doch dabei bleibt ein Nachgeschmack: Wird hier die Fällung eines Baumes, der unter die Baumschutzsatzung fällt, kritisiert, so soll im Zuge des geplanten DOC gleich eine Genehmigung zur Fällung von weit über 120 satzungsrelevanten Bäumen erteilt werden, darunter etliche mit einem prägenden Charakter. Selbst für den Umbau des Hertiegebäudes hatte die Stadt schon die Fällung eines ähnlich prägenden Baumes im Hardtpark in Erwägung gezogen, und rückte erst nach vehementen Protesten aus der Bevölkerung und den Vereinen wieder davon ab. Als Fazit bleibt festzuhalten: der Vorfall stellt einen erheblichen irreversiblen Schaden für die Umwelt dar, aber auch die Politik muss sich die Frage nach ihrer Glaubwürdigkeit stellen lassen.“ (Pressemitteilung der Bürgerinitiative Lennep e.V., Ursula Wilms)

Chronist am :

Den Holzfällern hat die Stadt Remscheid inzwischen einen Bußgeldbescheid in vierstelliger Höhe zustellen lassen. Dagegen hat die Firma Einspruch eingelegt, weshalb der Fall jetzt bei der Staatsanwaltschaft Wuppertal liegt und Volker Wild, stellvertretender Leiter des städtischen Umweltamtes, mit einem Amtsgerichtsverfahren rechnet.

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