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Meätensengen op Platt

Am Ovend vam tenden opp enn elften November ist Meätensdag. Da luopen de Kenger van Hus no Hus tom Meatensengen. Öm watt te kregen müaten se sengen, dat Meatensliad.

Früher, wie ech noch kliän woar hann ech datt och jemakt,  awwer datt hürend sech angersch ahn wie hütt. Datt bekannteste Meätenliad giat su:

Meaten es enn guoden Mann. Dä us brav gätt gewen kann. De Äppel on de Biären. De Nüöte goannt wahl met. Trapp op on aff. Trapp op on aff. Taß wall ennen Nüötesack: Taß wall nitt därrnewen. Kaß us brav gätt gewen.

Göff do wönnt en rieken Mann. Dä us guot gätt gewen kann. Völl diet he us gewen. Lang sall dröm he lewen. Sieleg salle sterwen. Onnet Hemmelriek erwen.

Bowen ennem Eck do hängt et lange Speck. Gewent us et lange. Lotent dat kotte hangen. Bowen en de Schüöschte, do hangen de langen Wüöschte. Gewent us de langen. Lotent de Kotten hangen. De Frau die kömmt derr Treppen raff, schmitt enn Arm voll Krom eraff. Meäten rut, Meäten rut, Meäten rut.

Wenn ett ewer molls nix goff, dann hiat ett:

Bowen en demm Hemmel do stieht enn witten Schemmel.On droppen es geschriewen: Gitzhals, Gitzhals, Gitzhals.

Am 7. November iss och de Meätenszug opp emm Kriemeln ab halwersechs ongerwegs. Doo send de Kenger mit ihrem Aulen unn enn Meätenlämpken am luapen unn am sengen. De Blooskappelle gütt ett och unn vürenapp en echt Päd mett emm Meäten dropp. Och bie uss vam Hus kuomen se vorbie. Man hürt se schon van widdem. Dann würd mir emmer ganz blümerant. Ett ess nur schad, datt man mieastens anstatt de schönen Meätenlämpkes, de dröwer getrokkenen Alditüten trekken süht. Schad sowatt, besongersch för de Kenger..

Bis strackes, önker Klärchen
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Meätensdag/Martinstag, Nüöte/Nüsse, därrnewen/daneben, sieleg/selig, Hemmelriek erwen/Himmelreich erben, Meätenlämpken/Laterne, vürenapp/Vorneweg, Päd/Pferd, blümerant/traurig,

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Chronist am :

Der Lenneper Heimatforscher Dr. Wilhelm R. Schmidt: "Erst im 19. Jahrhundert bekam das Brauchtum seinen inhaltlichen Bezug zur Gestalt des heiligen Martin und seinen Legenden. Der 10. und der 11. Novem-ber sind von jeher die Tage gewesen, in denen die Kinder von Haus zu Haus ziehen, um Gaben entgegenzunehmen. Im ganzen Land singt man durchweg die gleichen Lieder, zwischen Hückeswagen und Radevormwald kommt mit westfälischem Einschlag: „Aeppel, Nüötte, Bian, Frau, backe Kauken, vi künnt nich lang mär raupen, vi mäut noch en Hüsken widder gohn, van hie denn bis üwer dän Rhin, Muon mütt vi drüwwer sin .."

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