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Existenz der Symphoniker nicht in Frage gestellt

Gemeinsame Stellungnahme der drei  bergischen Oberbürgermeister
Tim Kurzbach (Solingen), Burkhard Mast-Weisz (Remscheid) und Andreas Mucke (Wuppertal)

„Den gestrigen Medien war zu entnehmen, dass die drei bergischen Oberbürgermeister beabsichtigen, kurzfristig einen „Fahrplan für ein Bergisches A-Orchester und eine Theater-GmbH fürs Städtedreieck" zu beschließen. Das entspricht nicht den Tatsachen. Die Informationen stammen aus einem internen, nicht abgestimmten Arbeitspapier, das nicht die Haltung der drei bergischen Oberbürgermeister wiedergibt.

Der zur Zukunftssicherung des Orchesters abgeschlossene Vertrag, der auch und gerade von den Musikerinnen und Musikern Einschnitte verlangt, gibt eine Bestandsgarantie bis 2029. Dieser Vertrag gilt! Wenn es kurzfristig zusätzlichen Finanzbedarf gibt, der sich aus Tarifsteigerungen ergibt, muss nachgesteuert werden! Dieser Aufgabe stellen sich die Oberbürgermeister: Wir haben vorgeschlagen, den Bedarf in Remscheid über den Haushalt und in Solingen über die Beteiligungsgesellschaft abzusichern. Die verbindlichen Vorschläge liegen der Politik vor. Hiermit wäre endlich eine langfristige Absicherung der Bergischen Symphoniker möglich. Für Wuppertal will der OB die kommenden Haushaltsberatungen nutzen, um für die Wuppertaler Bühnen (Schauspiel, Oper, Sinfonieorchester) eine auskömmliche und dauerhafte Finanzierung zu erreichen.

Auch wenn die akuten Probleme lösbar sind: Fakt ist, dass die Bergischen Symphoniker weiter im Fokus stehen werden. Es ist deshalb bereits jetzt zu bedenken, wie die Zeit nach 2029 gestaltet werden kann. Und das gilt nicht allein für die Orchesterfrage: Schon heute muss bedacht werden, wie der öffentliche Kulturraum insgesamt im Bergischen in Zukunft aussehen kann, damit unsere kulturellen Einrichtungen langfristig in ihrer Existenz gesichert werden können. Hier nicht zu handeln, wäre verantwortungslos! Existenzsichernde Überlegungen anzustellen - auch für die langfristige Zukunft - sind deshalb bereits heute geboten. Allerdings gibt es noch keine verbindlichen Festlegungen, noch geht es um Modelle, die nebeneinander zu prüfen sind.

Deshalb wurden und werden auch Gespräche zur Frage geführt, wie die künstlerische Leitung des Teo Otto Theaters nach dem Ausscheiden des Remscheider Kulturdezernenten Dr. Christian Henkelmann (Januar 2018) wahrgenommen wird.

Zu beiden Kulturthemen - Orchester und Theater - muss festgestellt werden, dass es Aufgabe und Pflicht der Oberbürgermeister ist, hier in Verantwortung für die Zukunft strategische Überlegungen anzustellen - und zwar eindeutig über Wahlperioden hinaus. Es gilt, auch für die Zukunft ein gutes Orchesterangebot, ein gutes Theaterangebot zu sichern. Langfristig müssen wir die Kooperation ausbauen, um ein qualitativ hochwertiges Kulturangebot im bergischen Land langfristig zu sichern. Dies schließt ausdrücklich unter anderem einen Orchesterbetrieb auf A-Niveau und eigenständige hochwertige Schauspiel - und Opernproduktionen ein.

Auch mittelfristig sind verstärkte Kooperationen überlegenswert, die es im Bereich Theater in der Vergangenheit schon gab. Ein gemeinsames „Bergisches Kulturangebot/ Kulturabo" kann die Angebote der Städte nur bereichern, wobei die Selbstständigkeit der Museen und Theater bewahrt werden soll.

Wir, die drei bergischen Oberbürgermeister, appellieren: Wir brauchen die Möglichkeit, zukunftssichernde strategische Überlegungen anstellen zu können und diese in den zuständigen Gremien zu diskutieren. Wir brauchen diese Möglichkeit, um eine gute Zukunft für unsere Städte insgesamt und hier auch speziell für unsere Kultureinrichtungen zu erreichen.  Dies ist unsere Verantwortung, der wir uns stellen.“ 

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Chronist am :

Die Verwaltungsvorstände der drei bergischen Städte Wuppertal, Solingen und Remscheid kamen gestern zu einer gemeinsamen Sitzung im Wuppertaler Rathaus zusammen. Vor dem Start in eine umfangreiche Tagesordnung nahmen die drei Oberbürgermeister Andreas Mucke, Tim Kurzbach und Burkhard Mast-Weisz, noch einmal zu dem Entwurfspapier zur kulturellen Zusammenarbeit der Städte Stellung, das am Wochenende öffentlich geworden war. Ziel jeder Kooperation müsse es sein, die Angebote von Theater und Orchester in der Region bei schwieriger Finanzlage auskömmlich zu finanzieren und damit langfristig zu sichern; es gehe nicht um Abbau, sondern um Erhalt und ein gemeinsames regionales Profil. Konkret sollen zunächst der Austausch von Personal oder auch offensives Ticketmarketing geprüft werden. In der dreistündigen Sitzung ging es sodann um zahlreiche gemeinsame Projekte. 1. Die Sicherung der Sanierung von Schloss Burg soll nach der erfolgreichen Einwerbung von Fördermitteln durch die Bergische Gesellschaft nun unter der Federführung von Solingen angegangen werden. 2. Die Personalverwaltungen der Städte sollen ausloten, wie durch gemeinsames Marketing die Personalrekrutierung verbessert werden kann, denn alle Städte haben offenbar nzwischen Probleme, qualifizierte Fachleute, etwa Ingenieure, Erzieherinnen für die Kitas oder Sozialarbeiter, zu finden. 3. Im Bereich E-Government sollen kurzfristig umsetzbare Lösungen die Bürgerfreundlichkeit verbessern. (aus städt. Pressemitteilung von heute)

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