Skip to content

Anzeige

Bau-Innung Remscheid Innung für elektrotechnische Handwerke Remscheid Fachinnung für Metall- und Graviertechnik Innung für Sanitär- und Heizungstechnik Remscheid
Dachdecker-Innung Remscheid Friseur-Innung Remscheid Maler- und Lackierer-Innung Remscheid Kraftfahrzeughandwerk Remscheid

Sicherheitskonzept stützt sich auf "Aachener Modell"

Deeskalationstraining und Supervision gegen Gewalt“, titelte der Waterbölles am 27. Juni. Dem Rat der Stadt hatte die Verwaltung auf Anfrage der CDU über verschiedene verbale Angriffe auf Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Verwaltung berichtet. Schon seit Frühjahr 2015 beschäftige sich im Rathaus eine Arbeitsgruppe (Personalrat, FD Personal und Organisation) mit dem Thema „Gewaltprävention“. Ziel sei ein gesamtstädtisches Sicherheitskonzept für die Beschäftigten der Stadt. Hier hatte die CDU im Vorfeld der Haupt- und Finanzausschusssitzung vom vergangenen Donnerstag nachgehakt: Wie weit denn die Arbeit an dem gesamtstädtischen Sicherheitskonzept gediehen sei, wollte sie wissen. Sie sorge sich um die physische und psychische Unversehrtheit der Mitarbeiter/innen und Mitarbeiter der Stadtverwaltung, denn zwischenzeitlich sei ihr in vertraulichen Gesprächen mitgeteilt worden, dass es zunehmend verbale Drohungen gebe. In ihrer Anfrage zitiert die Fraktion Ordnungsamtschef Jürgen Beckmann aus einem Bericht der Bergischen Morgenpost vom 14. Oktober: Nicht nur Politessen würden angepöbelt, auch im Ausländeramt, in der Führerscheinstelle und beim Bürgerservice Stadt Remscheid verschärfe sich der Ton. Das Repertoire der Beleidigungen reiche von ‚Alte Schlampe‘ bis hin zu ‚Zieh doch wieder die braune Uniform an‘“.

Roland Wagner, der Leiter des Personalamtes, berichtete den Mitgliedern des Hauptausschusses, noch liege das Sicherheitskonzept nicht vor. Der Personalrat unterstütze das Konzept, und die Polizei arbeite daran mit. „In letzter Konsequenz werde auch über den Einsatz eines Sicherheitsdienstes nachgedacht. Rechtsdezernentin Barbara Reul-Nocke ergänzte, für das Ämterhaus am Ebertplatz seien „zusätzliche Maßnahmen“ Gespräch. Welche das sind, sagte sie nicht.

David Schichel von den Grünen riet davon ab, „die Amtsstuben zu verbarrikadieren. Das wäre der falsche Weg!“ Das sei aber auch nicht beabsichtigt, betonte Oberbürgermeister Burkhard Mast-Weisz. „Wir wollen eine bürgerfreundliche Behörde bleiben. Aber ich erwarte von allen Besuchern entsprechenden Respekt gegenüber unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern!“

Wie Roland Wagner mitteilte, stützt sich die Stadtverwaltung bei ihren Sicherheitsüberlegungen auf Konzepte der Unfallkasse Nordrhein-Westfalen, bekanntgeworden auch als „Aachener Modell“.  Hintergrund: Die Unfallkasse und das Polizeipräsidium Aachen verbindet seit einigen Jahren eine Kooperation für sichere Arbeitsplätze und einen wirkungsvollen Arbeits- und Gesundheitsschutz im öffentlichen Dienst. Hieraus resultiert das „Aachener Modell zur Reduzierung von Bedrohungen und Übergriffen am Arbeitsplatz“. Ihm liegt die Erkenntnis zugrunde, „dass den jeweiligen Formen der Gewalt am Arbeitsplatz mit geeigneten und verhältnismäßigen Mitteln begegnet werden muss“. Soll heißen: Verbale Attacken erfordern andere Strategien als ein Angriff mit Waffen. Daher greift das „Aachener Modell“ die unterschiedlichen Facetten von Gewalt auf und ordnet kritische Bereiche und Arbeitsplätze vier verschiedenen Gefährdungsstufen zu. Für jede von ihnen wird dargestellt, wer in bedrohlichen Situationen handeln muss, wie bei einem unvorhergesehenen Ereignis zu reagieren ist und welche technischen und organisatorischen Voraussetzungen ein Betrieb bzw. eine Verwaltung im Vorfeld schaffen muss, um gewalttätige Ereignisse wirkungsvoll zu verhindern.  

Trackbacks

Keine Trackbacks

Kommentare

Ansicht der Kommentare: Linear | Verschachtelt

Noch keine Kommentare

Kommentar schreiben

Die angegebene E-Mail-Adresse wird nicht dargestellt, sondern nur für eventuelle Benachrichtigungen verwendet.

Um maschinelle und automatische Übertragung von Spamkommentaren zu verhindern, bitte die Zeichenfolge im dargestellten Bild in der Eingabemaske eintragen. Nur wenn die Zeichenfolge richtig eingegeben wurde, kann der Kommentar angenommen werden. Bitte beachten Sie, dass Ihr Browser Cookies unterstützen muss, um dieses Verfahren anzuwenden.
CAPTCHA

Standard-Text Smilies wie :-) und ;-) werden zu Bildern konvertiert.
Formular-Optionen

Die einzelnen Beiträge im "Waterbölles" geben allein die Meinung des Autors / der Autorin wieder. Enthalten eingeschickte Texte verleumderische, diskriminierende oder rassistische Äußerungen oder Werbung oder verstoßen sie gegen das Urheberrecht oder gegen andere rechtliche Bestimmungen oder sind sie nicht namentlich gekennzeichnet nebst E-Mail-Adresse, werden sie nicht veröffentlicht. Das gilt auch für substanzlose Bemerkungen ("Find ich gut/schlecht/blöd...etc."). Aus den oben genannten juristischen Gründen sowie bei längeren Texten sind auch Kürzungen nicht ausgeschlossen.

Kommentare werden erst nach redaktioneller Prüfung freigeschaltet!