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Morsbach bekommt auf Firmengelände neues Bett

Der Morsbach hat von der Quelle in Endringhausen bis zur Wupper bei Müngsten eine Länge von 14,3 Kilometern. Mit einem Einzugsgebiet von mehr als zehn Quadratkilometern fällt er gemäß der Wasserrahmenrichtlinie unter die gegenüber der EU berichtspflichtigen Gewässer. Im Jahr 2012 wurde ein Konzept zu seiner naturnahen Entwicklung erstellt. Davon wird im kommenden Jahr die Fa. Völkel profitieren. Denn das Land NRW übernimmt von den Gesamtkosten einer Verlagerung des Baches (weg von der Straße an die Hangseite des Firmengrundstücks) in Höhe von 955.000 Euro den größten Teil (823.500 Euro), so dass der Grundstückseigentümer nur 131.500 Euro beisteuern muss.

Um den Betrieb erweitern zu können, hatte die Firma das benachbarte Grundstück gekauft, über das der Morsbach streckenweise mittig fließt (Foto rechts). Im nordwestlichen Teil des Grundstückes war der Bach durch alte Hallen überbaut. Ein Engpass, der 2012 nach starken Regenfällen zu Überschwemmungen des Grundstückes und der Betriebshallen führte.

Streckenweise verläuft der Morsbach auf dem Grundstück auch entlang der Talstraße, durch Ufermauern stark eingeengt (Foto links). Dadurch ist dort ein Ausufern des Baches bei Hochwasser nicht möglich. Deshalb soll er 2017 auf einem 15 Meter breiten Streifen am südwestlichen Rand des Grundstückes ein komplett neues Bett bekommen.

Der Grundstücksbesitzer sieht darin  für sein Unternehmen folgende Vorteile:

  • Die augenscheinlich sanierungsbedürftige Überbauung des Baches entfällt.
  • Das gesamte Grundstück kann aus dem festgesetzten Überschwemmungsgebiet herausgenommen werden. Das ermöglicht  ihm den Abschluss einer Gebäudeversicherung.
  • Das Grundstück wird wesentlich besser nutzbar sein als bisher, vorteilhaft für die Standortsicherung und die Unternehmensentwicklung.
  • Der westliche Teil des Grundstücks (ehemaliger Härtereibetrieb) wäre ebenfalls wieder nutzbar. (Das hatte die Stadt allerdings schon 2014 nach einer dortigen Umgestaltung des Bachbettes erklärt, die ebenfalls mit öffentlichen Mitteln gefördert worden war, siehe Fotos rechts)
  • Die vorhandenen und beschädigten Ufermauern müssen nicht mehr unterhalten werden. Für die Unterhaltung des Baches mit naturnaher Böschung ist künftig der Wupperverband zuständig.

„Dem Gewässer wird genügend Platz gegeben, um sich zu entwickeln, und die Uferbereiche werden als naturnahe Böschung gestaltet“, heißt es in der Verwaltungsvorlage, der der Haupt- und Finanzausschuss jetzt zustimmte. Dafür hat der Grundstücksbesitzer alte Fabrikhallen abreißen lassen. Der Bau einer neuen Halle hat bereits begonnen. Von der Bachbettverlagerung versprechen sich die Behörden ein  größeres ökologisches Entwicklungspotential für den Morsbach. Zitat: „Der Morsbach ist auf der gesamten Länge dann wieder in einem naturnahen Zustand.“ Und: „Der Hochwasserschutz ist auch für die Ober- und Unterlieger wesentlich verbessert.“

Waterbölles: Zugleich ist die Bachbettverlagerung auch als besondere Form der kommunale Wirtschaftsförderung zu verstehen, d. h. ohne den Stadtsäckel zu belasten.

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Kommentare

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Chronist am :

Der Rat der Stadt hat der Morsbach-Verlegung auf dem Gelände der Fa. Völkel gestern ohne Nachfragen zugestimmt.

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