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17 Bäumchen auf dem Kompost, weil die Idee fehlt?

Die Waterbölles-Glosse

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Wohin mit den Rosen und Bäumen, die an der Schmalkaldener Straße bzw. im „Bahnhofsgarten“ am Remscheider Hauptbahnhof mit Fördergeldern der Regionale 2006  gepflanzt worden waren und nun Remscheids neuem und einzigen Kino im Wege sind? Zu einem geringeren Teil beantwortete diese Frage Gabriele Lipka, die Vorsitzende des Landschaftsbeirates Remscheid vor wenigen Tagen selbst, indem sie zusammen mit Naturfreunden den Rosengewächsen an der Gertenbachstraße in Lüttringhausen eine neue Heimat gab - mit Zustimmung der Stadt Remscheid, versteht sich. Bleiben als offene Frage noch die jungen Bäume im „Bahnhofsgarten“. Die zu verpflanzen bedarf es mehr als nur ehrenamtlichen Engagements. Da sind Maschinen weit mehr gefragt als körperlicher Einsatz.

Was lag also näher als die Vermutung, darüber hätten sich die für das städtische Grün zuständigen Mitarbeiter der Technischen Betriebe Remscheid (TBR)  sicherlich schon längst Gedanken gemacht. Also fragte der Waterbölles im Rathaus nach: „Im ‚Bahnhofsgarten‘ stehen zahlreiche junge Bäume, die dem Kino weichen müssen. Wohin sollen sie verpflanzt werden?“

Die Antwort kam gestern von Pressereferentin Viola Juric: „Gabriele Lipka, Vorsitzende des Landschaftsbeirates, hat Anfang Oktober beim Fachdienst Stadtplanung, Wirtschaft und Liegenschaften (Abteilung Wirtschaftsförderung und Liegenschaften) dafür geworben, dass die Bäume des Bahnhofsgartens und die an der Schmalkaldener Straße gepflanzten Rosen mit freiwilligen Helfern und der Unterstützung der Technischen Betriebe Remscheid (Geschäftsbereich Grünflächen, Friedhöfe und Forstwirtschaft) umgesiedelt werden sollten. Für dieses Vorhaben wurde seitens des neuen Eigentümers die Genehmigung eingeholt und an die Vorsitzende des Landschaftsbeirates weitergeleitet. Die Umsetzungsaktion sollte Ende Oktober stattfinden. Noch stehen die Obstbäume im Bahnhofsgarten, eine Umsetzung ist also noch nicht erfolgt. Warum das so ist, ist hier nicht bekannt. Näheres hierzu kann sicherlich Gabriele Lipka beisteuern.“

Also zurück zu Gabriele Lipka. Dass ehrenamtliche Helfer die Bäume verpflanzen sollten, sei zu keiner Zeit vorgesehen gewesen, sagte sie. Tatsächlich hätten die TBR auch ihre technische Unterstützung angeboten. Daraus sei allerdings nichts geworden, weil die Grünflächen-Experten bei den TBR ihrer Standort-Vorschläge verworfen, selbst aber auch keine Vorschläge gehabt hätten. Es sei offenbar sehr schwierig, in Remscheid noch Standorte für junge Bäume zu finden.

Kann das denn wahr sein? Lieber abholzen als verpflanzen? Auf dem künftigen Kino-Gelände stehen derzeit etwa 17 Bäumchen, zumeist Wildobst. Nichts Wertvolles, gewiss. Aber wer so einen Baum beim Landschaftsgärtner kauft, muss pro Baum doch mit zu 500 Euro rechnen. Mit anderen Worten: Im „Bahnhofsgarten“ warten 8.500 Euro darauf, „geschürft“ zu werden. Da würde es sich doch lohnen, dafür ein wenig Gehirnschmalz einzusetzen, oder?

Übrigens: Als noch nicht feststand, dass der Kino-Investor als neuer Grundstücksbesitzer der „Entnahme“ der Bäume zustimmen würde, stand die Verwaltung auf dem Standpunkt, die Mitnahme eines Bäumchens, vom Bagger bei den Erdarbeiten für das Kino frisch ausgehoben, sei höchst fragwürdig, auch wenn es mit dem Erdaushub zur Kippe gefahren werden sollte, sprich: auf dem Kompost landet. Denn schließlich habe das Bäumchen ja einen Eigentümer.

Wieherte hier wieder mal im Hintergrund der Amtsschimmel? Hier ist gesunder Menschenverstand gefragt! Bezirksbürgermeister Otto Mähler und die Mitglieder der Bezirksvertretung Alt-Remscheid, der Waterbölles bittet darum: „Übernehmen Sie!“

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Kommentare

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Chronist am :

Zur Sitzung der Bezirksvertretung Alt-Remscheid am 6. Dezember hat Ernst-Peter Wolf im Auftrag der SPD-Fraktion bei dfer Verwaltung angefragt, was geschieht mit den Bäumen und den Gabionen auf der Grünfläche am Bahnhof geschehen soll, wenn mit dem Bau des Kinos begonnen wird, und ob eine Umpflanzung der Bäume in den Bereich der Innenstadt möglich ist.

Chronist am :

Inzwischen liegt die Antwort der Verwaltung auf die Anfrage der SPD vor: „Das Grundstück für den Kinoneubau und damit auch die dortige Bepflanzung incl. der Einrichtungsgegenstände befinden sich nach der Eigentumsübertragung an den Investor grundsätzlich nicht mehr in städtischem Eigentum. Vor Eigentumsübergang wurden allerdings die dort vorhandenen Bänke abgebaut und an der Trasse des Werkzeugs neu aufgestellt. (...)Weder aus wirtschaftlichen, noch aus Gründen der Erhaltung der bereits eingeschränkten Vitalität der Bäume am Bahnhof ist ein nochmaliges Umpflanzen der Bäume angeraten. Hier steht ein unverhältnismäßig hoher Aufwand für die Baumentnahme einer sehr geringen Anwuchsgarantie gegenüber. (...) Die große Gabionenwand dient der Hangsicherung und kann daher aus baustatischen Gründen nicht vor den unmittelbaren Baubeginn zur anderweitigen Verwendung abgebaut werden. (...) Die „kleinen“ Gabionen am Bahnhofsgarten sind im System Quicky forte erstellt worden. Hierbei wurden die Gabionenkörbe vor Ort montiert und mit der Steinschüttung befüllt. Bei dem verwendeten System teilen sich zwei 1,5 m x 0,5 m x 0,5m jeweils eine Seitenwand. Theoretisch könnte man also jeweils jede zweite Gabione aus dem System herausnehmen, wenn die dazwischenliegenden Gabionen freigelegt und die Drahtgeflechte getrennt werden. Das Trennen der miteinander verbundenen Geflechte aus verzinktem Stab ist jedoch mit einem nicht unerheblichen Aufwand verbunden. Ob die freigelegte Gabione, die dann immerhin eine Länge von 1,5 m hat und mit der Steinschüttung befüllt ist, ohne bleibende Verformung angehoben, transportiert und wieder abgelegt bzw. eingebaut werden kann, ist sehr fraglich. Insgesamt stellt dies einen erheblichen Aufwand dar, der die Wiederverwendung der Gabionen unwirtschaftlich erscheinen lässt.

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