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"Alt-Jusos", immer noch kein bisschen leise

Pressemitteilung der SPD

Unter dem Titel „Aufbruch 72“ trafen sich vor wenigen Tagen im Café Grah in der Lenneper 30 Männer und Frauen, die zu Beginn der 1970er Jahre, wie viele Tausend andere auch, in die SPD eingetreten und bei den Jusos, der Jugendorganisation der SPD, aktiv waren, zu einem politischen Frühschoppen. Dieser Ort war bewusst gewählt worden, da das Café in den 1970er und 1980er Jahren häufig Treffpunkt der Remscheider Jusos war. Die Begrüßung der ehemaligen Jusos fiel teils freudig und emotional, teils aber auch distanziert aus. Einige Gäste waren von weit her angereist, um sich nach Jahrzehnten wiederzusehen. Nach privaten Gesprächen stellte sich jeder noch einmal persönlich vor. Dabei wurden Fragen erörtert wie „Warum bin ich damals in die SPD eingetreten?“, „Warum bin ich immer noch dabei?“ oder auch „Warum bin ich ausgetreten?“

Relativ schnell wurde klar: Der damalige Bundeskanzler und Vorsitzende der SPD, Willy Brandt, und seine fortschrittliche Politik wie die Öffnung der Bildungswege, die Herabsetzung des Wahlalters auf 18 Jahre, aber auch das Misstrauensvotum und die vorgezogene Bundestagswahl im Jahre 1972 waren für die damals jungen Leute entscheidende Gründe, sich politisch zu engagieren, um etwas zu bewegen.

Lebhaft wurden bei dem Treffen alte Flügelkämpfe zwischen der „VORAN“-Gruppe und den „gemäßigten“ Jusos thematisiert, die ab Mitte der 1970er Jahre die Arbeit der SPD-Jugend in Remscheid geprägt hatten. Bei der „VORAN“-Gruppe handelte es sich um eine Strömung, die stärker links orientiert und in Remscheid ungewöhnlich stark vertreten war.

Ein einschneidendes Erlebnis war für die damaligen Jusos die Wahl von Helmut Schmidt zum Bundeskanzler und damit zum Nachfolger von Willy Brandt. Helmut Schmidt war jedoch nicht der Kanzler aller Anwesenden, was ausgiebig zur Sprache kam. Parteiaustritte sowie Parteiwechsel wurden intensiv begründet. Leider wurde deutlich, dass alte Genossinnen und Genossen, die aus privaten Gründen nicht mehr so aktiv hatten sein konnten, mit den Jahren „wegverwaltet“ worden waren und nichts mehr von ihrer Partei gehört hatten. Das Zusammentreffen der Ehemaligen zeigte auch, dass Parteiarbeit und Privatleben damals eng verbunden waren und die Jusos auch ihre Freizeit miteinander verbrachten. Die persönliche Kommunikation war wichtig, das Internet gab es noch nicht. (Ursula Wilberg)

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