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Wohnen im Alter bedeutet Abbau von Barrieren

Sozialarbeiter Daniel Schmidt vor großer Aufgabe“, titelte der Waterbölles am 30. März, nachdem die Stadt den bekannten Remscheider Marathonläufer als Koordinator eines neuen Modellprojekts des Landes NRW („Altengerechte Quartiersentwicklung Remscheid-Süd“) vorgestellt hatte. Das knüpft an die Entwicklungsarbeit an, die im Südbezirk schon vor 14 Jahren begann. Was zunächst auf den Rosenhügel konzentriert war, später auch auf den Hohenhagen, betrifft nunmehr Zentralpunkt, Neuenkamp, Fichtenhöhe, Wüstenhagen, Bökerhöhe, Mixsiepen, Struck, Falkenberg, Ehringhausen und Bliedinghausen gleichermaßen. Jedenfalls bis zum 31. Januar 2018! „Mit einer anschließenden Regelfinanzierung ist nicht zu rechnen“, sagte Daniel Schmidt (30) am Mittwochabend im Sana-Klinikum in der Sitzung der Bezirksvertretung Süd. Die Kommunalpolitiker hatten ihn und Reinhard Dietl vom Fachdienst Jugend, Soziales und Wohnen eingeladen, um mehr über das Projekt zu erfahren, dem Bezirksbürgermeister Stefan Grote wünschte, dass es in zwei Jahren nicht enden werde.

Daniel SchmidtAufgabe von Daniel Schmidt (Foto) ist zunächst eine detaillierte Bestandsaufnahme in folgenden sieben Handlungsfeldern:

  • Information und Beratung (Ziel: Ausreichende Informationsmöglichkeiten über Angebote im Quartier und Beratung über in Frage kommende Hilfen)
  • Infrastruktur und Mobilität (Ziel: die bedarfsgerechte Versorgung im Wohnumfeld)
  • Alltagshilfen, Unterstützung, Gesundheit, Pflege (Ziel: präventive Hilfsangebote)
  • Begegnung und Nachbarschaften, soziale Netzwerke (Ziel: niederschwellige Möglichkeiten der Begegnung und Kommunikation).
  • Beteiligung/Vernetzung und bürgerschaftliches Engagement (Ziel: Beteiligung der Anwohner an der der Ausgestaltung ihres Quartieres. Beispiel: Kleiderladen).
  • Wohnen und Wohnumfeld (Ziel: altengerechtes Wohnumfeld im Quartier, auch für Migranten)
  • Freizeit, Kultur und Bildung (Ziel: barrierefreier Zugang zu diversen Angeboten, Beispiel: „Seniorenkino“ im WTT).

Da könne der Südbezirk schon einige Angebote vorweisen, meinte Schmidt. Sie seien allerdings teilweise nicht bekannt genug: „Da fordern Senioren manchmal Angebote ein, die es längst gibt, von denen sie aber noch nichts gehört haben!“ Daniel Schmidt denkt hier an einen Wegweiser zu bestehenden Angeboten. Aufgabe der eingerichteten Quartierskonferenz werde es sein, aus Bedarfen und Potenzialen weitere konkrete Maßnahmen zu entwickeln. Dieses Quartierskonzept könnte dann womöglich Vorbild werden für die altengerechte Entwicklung in anderen Remscheider Stadtbezirken.

Im Südbezirk leben gegenwärtig rund 24.000 Menschen. Ein Fünftel davon, genau: 5.130, sind 65 Jahre alt oder älter (2.945 Frauen und 2.185 Männer, darunter 1.700 alleinlebend). 80 Jahre alt oder älter sind 1.470 Menschen (967 Frauen und 503 Männer, davon ca. 700 alleinlebend). Merke: Fast die Hälfte der über 80 Jahre alten Anwohner/innen des Südbezirks lebt allein. In den Zahlen sind nicht die Bewohner der drei Altenheime im Südbezirk enthalten, wie Schmidt auf Nachfrage bestätigte. Nach dem vom Land NRW angestrebten Prinzip „ambulant vor stationär“ möchte er gedankliche und tatsächliche Barrieren zwischen den Seniorenheimen und dem Umfeld abbauen. Damit Senioren, die in den eigenen vier Wänden wohnen (bleiben möchten), mehr als bisher Angebote innerhalb der Heime nutzen und umgekehrt Heimbewohner mehr als bisher an sozialen Leben im Quartier teilhaben.

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