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Inklusionszertifikat für Firma von den Steinen

Pressemitteilung der Agentur für Arbeit

In der bundesweiten Aktionswoche vom 28. November bis 2. Dezember  wollten die Arbeitsagenturen auf die Beschäftigungspotentiale von Menschen mit Behinderungen aufmerksam machen. Die Agentur für Arbeit Solingen-Wuppertal überreichte das Inklusionszertifikat an die Firma von den Steinen und würdigt damit das Engagement des Remscheider Unternehmens für Behinderte. „In Zeiten des sich abzeichnenden Fachkräftemangels, dürfen Menschen mit körperlicher, kognitiver oder seelischer Einschränkung nicht ausgegrenzt werden, denn diese tragen ebenfalls zur Sicherung des Arbeits- und Fachkräftebedarfs bei“, so Martin Klebe, Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Solingen-Wuppertal. „Wenn wir von Fachkräftesicherung sprechen, müssen wir daher auch die Integration von Menschen mit Behinderungen im Blick haben. Für sie ist es im Vergleich zu nicht behinderten Menschen immer noch schwieriger, auf dem ersten Arbeitsmarkt eine Beschäftigung zu finden. Dabei verfügen sie vielfach über sehr gute Qualifikationen und für die Unternehmen über wertvolle Kompetenzen. Wenn Menschen mit Handicap den passenden Arbeitsplatz besetzen, können sie ihre Talente und Kompetenzen voll ausspielen. Als moderne und soziale Arbeitsgesellschaft muss es unser Ziel sein, jeden gleichberechtigt teilhaben zu lassen, um ein selbstbestimmtes Leben führen zu können. Zahlreiche Unternehmen im bergischen Städtedreieck haben dies bereits erkannt und engagieren sich, wie die Firma von den Steinen, bei der Integration von Menschen mit Behinderungen“, so Martin Klebe.

Mit der Übergabe des Inklusionszertifikates an die Firma von den Steinen würdigt der Chef der Arbeitsagentur das vorbildliche Engagement des Unternehmens bei der Beschäftigung von Menschen mit Behinderungen. „Das Unternehmen hat zuletzt einen lebenserfahrenen Mann mit Schwerbehinderung als Helfer in der Metallbearbeitung eingestellt. Er ist nur einer von mehreren Menschen mit Handicap, die hier beschäftigt werden und in die Arbeitsabläufe integriert sind. Die Firma von den Steinen ist daher ein vorbildliches Beispiel für gelungene und nachhaltige Inklusion, zumal ältere schwerbehinderte Arbeitnehmer große Schwierigkeiten haben, einen Arbeitsplatz zu finden“, sagt Martin Klebe während der Übergabe des Inklusionszertifikates an Stefan Raup, stellvertretenden Geschäftsführer der Firma von den Steinen.

Leider haben nicht alle Menschen mit Handicap das Glück und finden eine passende Beschäftigung wie bei der Firma von den Steinen. Viele Menschen mit Handicap suchen noch nach eine Arbeit. Hier die Zahlen: Im Bezirk der Agentur für Arbeit Solingen-Wuppertal waren Ende November 1.565 schwerbehinderte Arbeitslose gemeldet, das sind 5,4 Prozent aller Arbeitslosen. Menschen mit Handicap verfügen oft über ein fundiertes Fachwissen und kompensieren gesundheitliche Einschränkungen durch hohe Motivation und Einsatzbereitschaft. Betrachtet man den gleitenden Jahresdurchschnitt, so haben 43,7 Prozent der gemeldeten schwerbehinderten Arbeitslosen eine abgeschlossene Ausbildung und 5,9 Prozent sogar einen akademischen Abschluss. In Remscheid waren im November 2016 insgesamt 328 schwerbehinderte Menschen arbeitslos gemeldet. Hiervon verfügen 45,9 Prozent über eine abgeschlossene Berufsausbildung und 7,0 Prozent über einen akademischen Abschluss. In welchen Zielberufen die schwerbehinderten Arbeitslosen eine Arbeit anstreben, ist in der folgenden Grafik dargestellt: „Das sind nur ein paar Beispiele von gut ausgebildeten und leistungsstarken Menschen, die sehr motiviert darauf warten sich beweisen zu dürfen. Hier schlummert noch ein großes Potential und ich wünsche mir, dass die Unternehmen der Region mehr Mut haben, sich auf diesen Personenkreis einzulassen, schließlich heißt behindert nicht automatisch leistungsgemindert. Ich empfehle den Arbeitgebern, sich bei einem von uns finanzierten Praktikum einen persönlichen Eindruck von den Bewerbern zu machen. Viele gesundheitliche Einschränkungen haben im Arbeitsleben wenig oder keine Auswirkungen und für die meisten Handicaps gibt es gute Hilfsmittel, die eine Berufstätigkeit unterstützen. Hier ist ein Potenzial, dass für den Arbeitsmarkt auch angesichts des demografischen Wandels genutzt werden sollte“, so Martin Klebe.

Die Agentur für Arbeit bietet einen umfassenden Service für Unternehmer, die schwerbehinderte Menschen einstellen möchten. Für Detailfragen und individuelle Beratung steht Arbeitgebern die Expertin der Agentur für Arbeit Solingen-Wuppertal Lucie Müller 0202 2828-361 zur Verfügung. Sie berät Arbeitgeber, unterstützt diese bei der Rekrutierung geeigneter Kräfte und erklärt Arbeitgebern auch, wie ein Arbeitsplatz entsprechend einer Behinderung technisch gestaltet werden und wie die finanzielle Unterstützung dafür aussehen kann. „Bei dem Thema Inklusion werden wir häufig nach finanzieller Unterstützung gefragt. Davon haben wir ausreichend. Wo es nicht ohne spezielle Unterstützung geht, gibt es fachliche Hilfen und verschiedene Fördermittel, über die wir noch mehr aufklären wollen. Entscheidend für eine erfolgreiche Inklusion ist aber zuerst die richtige Einstellung und dann das Geld“, so Martin Klebe.

Seit 23 Jahren wird am 3. Dezember der von der UNO ausgerufene Internationale Tag der Menschen mit Behinderung begangen. Die Bundesagentur für Arbeit als Träger der aktiven Arbeitsförderung und der beruflichen Rehabilitation begleitet diesen Tag mit einer Aktionswoche und unterstützt damit zugleich den Nationalen Aktionsplan der Bundesregierung zur Umsetzung der UN- Behindertenrechtskonvention. Die Woche der Menschen mit Behinderung findet vom 28. November bis 2. Dezember 2016 bundesweit statt. „Die Woche der Menschen mit Behinderung ist die perfekte Gelegenheit, noch einmal die Unternehmen zu kontaktieren und verstärkt auf die Beschäftigungspotenziale behinderter Menschen aufmerksam zu machen“, so Martin Klebe. „Denn über die Hälfte der Unternehmen im Bergischen Städtedreieck zahlen die Ausgleichsabgabe, statt behinderte Menschen einzustellen“, bedauert er.

Arbeitgeber mit mindestens 20 Beschäftigten sind gesetzlich verpflichtet, auf mindestens fünf Prozent der Arbeitsplätze schwerbehinderte Menschen zu beschäftigen. Wer dieser Vorgabe nicht nachkommt, muss eine Ausgleichsabgabe zahlen. Die Höhe dieser Abgabe ist abhängig von der Beschäftigungsquote schwerbehinderter Menschen. (Claudia John)

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