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Hausbesitzer in Muldenlage müssen Starkregen fürchten

Nach Erkenntnissen von Wissenschaftlern ist der Klimawandel bereits eingetreten und wird sich künftig deutlich spürbar ausweiten. Für das Bergische Land, das zusammen mit Sauerland und Siegerland das „Süderbergland“ bildet, bedeutet das die Zunahme der durchschnittlichen Temperatur mit einer jahreszeitlichen Verschiebung der Niederschläge (Zunahmen im Herbst und Winter und Abnahmen im Sommer) sowie mit häufigeren und stärker ausgeprägten Extremwetter-Ereignissen. „Alle Bemühungen um die Verminderung der Treibhausgasemissionen können diese Entwicklung nicht mehr vollständig aufhalten. Sie können jedoch die Auswirkungen begrenzen. Daher sind Klimaschutzmaßnahmen nach wie vor unerlässlich“, heißt es in der Mitteilungsvorlage „Anpassung an den Klimawandel“ der Stadtverwaltung, mit der sich am 28. Februar der Ausschuss für Bürger, Umwelt, Klimaschutz und Ordnung beschäftigen wird.

Am 7. November 2016 hatte das Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz Nordrhein-Westfalen die in der Mittelgebirgsregion „Süderbergland“ bereits eingetretene Klimaänderungen beschrieben: „Im Vergleich zur Klimanormalperiode 1951–1980 hat sich in der aktuellen Klimanormalperiode 1981–2010 die Jahresmitteltemperatur im Süderbergland zwischen 0,5 °C und 0,8 °C erhöht. Die Schneetage sind im Vergleich zum restlichen NRW überdurchschnittlich stark zurückgegangen“. Und die dort ohnehin höchste Anzahl an Starkniederschlagstagen habe tendenziell stärker zugenommen als in den übrigen Landesteilen von NRW. Zwar sei auch im Süderbergland mit einer weiteren Erwärmung zu rechnen, aufgrund der Höhenlage bleibe die durchschnittliche Jahrestemperatur aber geringer sein als in anderen Landesteilen. Gleichwohl würden „die Schneetage weiter zurückgehen und die Winterniederschläge vermehrt als Regen denn als Schnee fallen“.

„Bei der Anpassung an den Klimawandel geht es darum, durch geeignete Maßnahmen die Belastungen, die Schäden, die Gefahren und die Folgekosten, die durch die klimatischen Veränderungen eintreten werden, soweit wie möglich zu verringern“, schreibt die Stadt Remscheid in ihrer Vorlage. Sie räumt zugleich ein: „Die Kompetenzbildung innerhalb der Stadtverwaltung ist noch zu verstärken. (...)Bei vielen heute und in Zukunft zu treffenden Entscheidungen sind die Auswirkungen des Klimawandels und die Maßnahmen zu deren Begrenzung unbedingt zu berücksichtigen, da diese oft für einen langen Zeitraum Wirksamkeit haben.“ Die Anpassung an den Klimawandel sei eine auf Dauer angelegte Aufgabe. Die notwendigen Maßnahmen müssten schon heute vorbereitet bzw. eingeleitet werden, da frühzeitiges und vorausschauendes Handeln die besten Erfolgsaussichten biete.

Vor diesem Hintergrund haben die Städte Solingen und Remscheid gemeinsam ein Konzept zur „Anpassung an den Klimawandel“ erarbeitet. Dazu unterteilten die beauftragten Gutachter etwa das Stadtgebiet Remscheid in 278 Teilflächen und zeigten deren jeweilige Betroffenheit auf (z.B. bei Hitze oder Hochwasser). Von den 36 vorgeschlagenen Maßnahmen zielen elf auf den Bereich „Hitze“, neun auf „Starkregen/Hochwasser“ und fünf auf „Wind/Sturm“ ab.

Im nächsten Arbeitsschritt wurden 36 Maßnahmen entwickelt und in Form von standardisierten Steckbriefen dargestellt. Hiervon zielen elf auf den Bereich „Hitze“, neun auf „Starkregen/Hochwasser“ und fünf auf „Wind/Sturm“ ab. Umgesetzt werden sollen sie derzeit in dem Projekt „BESTKLIMA“, das vom Bundesumweltministerium gefördert wird. Dazu gehört beispielsweise auch eine Simulation der Fließwege und Mulden zum Umgang mit Starkregenereignissen durch ein Ingenieurbüro (die Kosten tragt die RWTH Aachen). Über die Untersuchungsergebnisse sollen im Laufe des Jahres eventuell von Starkregen betroffene Unternehmen und private Gebäudebesitzer informiert werden.

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