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Gesundheitsvorsorge: Neues Projekt von VHS und Ärzten

Der Rheumatologe Dr. Gerd Kramer und der Kardiologe Dr. Andreas Streeck bei der Pressekonferenz der VHS. Foto: Lothar Kaiser

Von einem „bahnbrechenden Projekt“ sprach gestern bei der Vorstellung des neuen Programms der Volkshochschule Remscheid für das Wintersemester der kommissarische VHS-Leiter Klaus Ehlers. Und kaum weniger euphorisch äußerten sich der Rheumatologe Dr. Gerd Kramer und der Kardiologe Dr. Andreas Streeck. Sie seien von der VHS „mit offenen Armen empfangen“ worden, sagten die beiden Remscheider Ärzte.
Szenenwechsel. Stellen Sie sich vor, Sie schwitzen plötzlich auch bei kaltem Wetter und ihr Hausarzt diagnostiziert „Bluthochdruck“ (Volkskrankheit Nr. 1). Können Sie dann von Ihrem „Doktor“ angesichts eines gut besetzten Wartezimmers einen halbstündigen Vortrag über medizinische Maßnahmen verwarten? Wohl kaum. (Und der Arzt würde hinzufügen: „Andernfalls müsste ich Konkurs anmelden!“)
In dieser Situation sind sich Volkshochschule und Ärzte näher gekommen. Zum gesetzlichen Auftrag der VHS gehört die „Gesundheitsbildung“ (Beigeordneter Dr. Christian Henkelmann). Und für die  Ärzte macht es Sinn, in einem einzigen Vortrag möglichst viele tatsächliche oder potenzielle Patienten über
Erkrankungen und moderne Behandlungsverfahren zu informieren. In dieser Interessenlage ist eine Vortragsreihe zu Gesundheitsthemen entstanden, die die Remscheider VHS in diesem Monat startet.

Die Inhalte: Gesundheitsvorsorge, Vermeidung von Erkrankungen. Die Referenten: Mitglieder von  „Arztnetz Bergischland“, einem Zusammenschluss von ca. 70 Ärzten im Bereich Remscheid, Wermelskirchen, Radevormwald und Hückeswagen. Die Vortrage mit anschließender Fragerunde und Diskussion finden jeden zweiten Montag ihn Monat, jeweils von 19 bis 20:30 Uhr in der Volkshochschule Remscheid, Elberfelder Str. 32, in der 2. Etage im VHS-Saal statt.

Für das 2. Halbjahr 2007 sind folgende Themen geplant: Was ist Rheuma und wie kann ich mir selber helfen? (Dr. Gerd Kramer, Montag, 13. August), Vorsorge bei Brustkrebs-Mammografie-Screening: was kann Frau tun? (Dr. Monika Heffinger, Montag, 10. September), Wie gefährlich sind Schilddrüsenknoten? (Dr. Thomas Schleifenbaum (Montag, 8. Oktober) und - im Rahmen der Herzwoche - Arteriosklerose - oder was hat der Herzinfarkt mit der Titanic zu tun? (Dr. Detlev Moll, Montag, 12. November, sowie Wenn die Gelenke schmerzen! Arthrose -was können Sie tun? (Dr. Dieter Temmen, Montag, 10. Dezember).

Das „Arztnetz“ ist in der Rechtsform der Genossenschaft eine Arbeitsgruppe des Trägervereins, der ärztlichen Qualitätsgemeinschaft Bergisch Land e.V. (AEQBL e.V.).  Die angehörenden Ärzte haben sich eine bessere Zusammenarbeit zum Ziel gesetzt. Dazu gehört auch der Ausbau der vorhandenen Informations- und Kommunikationsstrukturen und „Entwicklung von Behandlungspfaden“. Zu unbestimmt, empfang der Waterbölles und fragte in der gestrigen Pressekonferenz nach. Dr. Andreas Streeck nannte daraufhin ein konkretes Beispiel: „Ein Rheumamittel kann bei einem Kranken, der gleichzeitig ein krankes Herz hat, unter Umständen mehr schaden als nutzen. Da macht es Sinn, wenn sich behandelnde Ärzte elektronisch vernetzen und die Patientendaten sofort parat haben.“ Das Datennetz der Remscheider Ärzte – Vorläufer der künftigen Chipkarte für Krankenversicherte. „Mehr als das“, sagt Dr. Gerd Kramer, „vorausgesetzt, die Patienten stimmen dem Datenaustausch zu!“

Mitglied des „Arztnetzes“ ist auch Dr. Frank Neveling, der Leiter des städtischen Gesundheitsamtes. Kulturdezernent Henkelmann bringt diese Information ein auf die Frage, ob der Zusammenschluss der Ärzte nicht jene Berufskollegen ausgrenze, die ihm nicht angehören. Dr. Andreas Streeck: „Skeptiker gibt es immer. Aber für uns spielt der Konkurrenzgedanke keine Rolle!“

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Waterbölles am : Ärzte miteinander vernetzen ist wie dicke Bretter bohren

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Schon zweimal – im August 2007 und im Juni 2008 -  berichtete der Waterbölles über ein Projekt, durch das ärztliche Behandlungsfehler vermieden werden sollen: Das „Arztnetz“. Im Juni 2008 hatte der Vorsitzende dieser Genossenschaft, der Kardiologe

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