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Hat die Schulrätin wirklich keinen Fotokopierer?

Waterbölles-Kommentar

Pädagogisch seien die Remscheider Schulen auf die Kinder von Flüchtlingen und EU-Zuwanderern gut vorbereitet, sagte im September 2016 im Schulausschuss, als dieser in der Alexander-von-Humboldt-Realschule (AvH) tagte, die für die weiterführenden Schulen in Remscheid zuständige Schulrätin Susanne Cortinovis-Piel. Nur wenige Integrationsstellen seien (noch) nicht besetzt – „und alle Schulformen sind mittlerweile mit im Boot“. Exakt dieser Satz fiel auch in der gestrigen Sitzung des Schulausschusses, diesmal in der Mensa der Sophie-Scholl-Gesamtschule. 339 Flüchtlingskinder verteilten sich derzeit auf die weiterführenden Schulen und 46 auf die Abendrealschule. Die weiteren Zahlen über Schulformwechsel, die die Schulrätin nannte, waren am Pressetisch auf der anderen Seite des großen U aus Tischen nicht mehr zu verstehen. Weil sie in normaler Lautstärke sprach, und das war für die schlechte Akustik des Saales einfach zu wenig. Auf Mikrophone hatte der Ausschussvorsitzender Kai Kaltwasser leider verzichtet. Das bedauerten auch andere Ausschussmitglieder, die von Cortinovis-Piel weiter entfernt saßen, darunter Waltraud Bodenstedt (W.i.R.) Aber: Es gebe ja später noch das Protokoll der Sitzung, so Kaltwasser.

Dem Bericht über die September-Sitzung des Schulausschusses hatte der Waterbölles eine „Anmerkung in eigener Sache“ angefügt. Ob er die von der Schulrätin mündlich vorgetragenen Zahlen alle richtig wiedergegeben habe, könne sich erst herausstellen, wenn die Stadtverwaltung das Protokoll dieser öffentlichen Ausschusssitzung ins digitale Ratsinformationssystem eingestellt habe. Die Schulrätin habe schließlich „zugesagt, den schriftlichen Bericht nachzureichen. Warum einfach, wenn’s auch umständlich geht!?“

In gleicher Weise verfuhr Susanne Cortinovis-Piel auch gestern wieder. Weil ihr kein Fotokopierer zur Verfügung steht?! Natürlich betete sie die Zahlen nicht auswendig herunter, sondern las sie von einem Zettel ab. Den hätte sie kopieren und damit den Pressevertretern von keinen Zweifeln belastete Berichte ermöglichen können. Tat sie aber nicht. Weil beratungsresistent? Nein, ich nehme mal an, sie hat die damalige „Anmerkung“ im Waterbölles gar nicht gelesen, und niemand im Rathaus hat sie darauf angesprochen. Sie ist schließlich Landesbeamtin. Da kann die Stadt froh sein, wenn sie wenigstens dann und wann an Sitzungen des Schulausschusses teilnimmt und Informationen zu Protokoll gibt, an denen die Öffentlichkeit z e i t n a h interessiert wäre.

Alles kein Problem, wenn die lokale Presse mit ihren Handys wichtige Wortpassagen aus Sitzungen des Rates und seiner Ausschüsse aufnehmen könnten. Darf sie aber nicht. Weil die dringend notwendige Änderung der Geschäftsordnung immer noch auf sich warten lässt. Merke: „Geschäftsordnung des Rates braucht Auffrischungskur“, hatte der Waterbölles bereits am 9. Oktober 2015 kommentiert. Weil seitdem nichts geschehen ist, durften am 13. Dezember 2016 im öffentlichen Teil bei der entscheidenden Ratssitzung zum Designer Outlet-Center keine Video- und/oder Audioaufnahmen gemacht werden mit Ausschnitten aus Wortbeiträen von Ratsmitgliedern. Das war für Rat und Verwaltung ein Armutszeugnis. Dagegen ist es eine Bagatelle, wenn eine Schulrätin hartnäckig die Anwesenheit von Journalisten in Sitzungen des Schulausschusses „übersieht“. Aber eine unverständliche und ärgerliche!

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Kommentare

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Chronist am :

Inzwischen besuchen 266 Flüchtlingskinder in Remscheid städtische Grundschulen und 396 weiterführende Schulen. Das teilten die beiden Schulrätinnen gestern den Mitgliedern des Schulausschusses mit. Und: Die Lage habe sich beruhigt.

Lothar Kaiser am :

Auch Schulrätin Brigitte Dörpinghaus las die aktuellen Zahlen ausländischer Schüler/innen gestern im Schulausschuss von einem Zettel ab, genau wie ihre zur Bezirksregierung abgewanderte Kollegin Susanne Cortinovis-Piel. Dabei hatte sich die SPD schon in zwei Sitzungen zuvor eine frühzeitige schriftliche Information gewünscht, um dann in der jeweiligen Sitzung konkrete Fragen stellen zu können. Diesen Wunsch äußerte gestern für die Partei Erden Ankay-Nachtwein zum dritten Mal. Aber dass dem nicht gefolgt wird, hat nichts damit zu tun, dass Schulrätinnen etwa eine Zettelwirtschaft lieben würden. Eine schriftliche Stellungnahme sei einfach nicht üblich, war sich Brigitte Dörpinghaus mit Schuldezernent Thomas Neuhaus einig. Oder besser gesagt, Neuhaus kann daran nichts ändern. Zitat: „Wir müssen das respektieren, ob es uns ärgert oder nicht!“ Was heißt da eigentlich “schriftliche Stellungnahme“. Eine kurze E-Mail mit den gewünschten Zahlen würde schon reichen. Aber das ist nun einmal zwischen Behörden „nicht üblich“. Höre ich da im Hintergrund leise einen Amtsschimmel wiehern??

Heinz Wäscher am :

Müssen sich denn Beamte, die mindestens nach Besoldungsgruppe A14 (ca. 4.800 € Brutto bzw. 57.600 € p.a.) entlohnt werden, mit diesem neumodischen „Internetz” und den sich dadurch bietenden Möglichkeiten des zeitnahen Verschickens von schriftlichen Informationen auf elektronischem Wege zwingend auskennen?

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