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"Für Grund- und Freiheitsrechte einstehen!"

Ilka BremerIlka Brehmer (45), Ehefrau der Remscheider Sozialdezernenten Thomas Neuhaus, wurde auf der gestrigen Mitgliederversammlung der Remscheider Grünen von den anwesenden 26 wahlberechtigten Mitgliedern einstimmig zur Direktkandidatin für den Bundestagwahlkreis 103 Solingen-Remscheid-Wuppertal II gewählt. Die gebürtige Wernerin (Lippe) stellte sich als „Kinder,- Betreuungs-, und Bildungsexpertin“ vor: „Ich bin seit anderthalb Jahren Bürgerin der Stadt Remscheid. Aus beruflichen Gründen sind wir 2015 hierher gezogen. Ich bin zum zweiten Mal verheiratet, und zu meiner Patchworkfamilie gehören vier Kinder zwischen zwei und 20 Jahren. Oskar wird in einer Großtagespflege liebevoll und kompetent betreut, Anne besucht als Inklusionskind die Grundschule, Jule die Oberstufe eines Gymnasiums und Jana studiert an der Uni Düsseldorf. Mit Jana war ich lange Zeit alleinerziehend, mit zunehmender Selbständigkeit bei Jana und größeren Freiräumen bei mir bin ich in Werne und im Kreis Unna bei B90/Die Grünen aktiv geworden. Nach der letzten Kommunalwahl war ich Kreistagsmitglied für B90/Die Grünen im Kreistag Unna.“

Nach dem Umzug nach Remscheid nahm Ilka Brehmer ihre politischen Aktivitäten wieder auf. U.a. ist sie für die Grünen sachkundige Bürgerin im Stadtentwicklungs-und Kulturausschuss. Seit Anfang des Jahres leite sie den AK Soziales der grünen Fraktion. Zudem ist sie Beisitzerin im Vorstand des grünen Kreisverbandes. In ihrem Elternhaus – der Vater kam als Vertriebener aus Breslau, die Mutter als Spätaussiedlerin aus Ostpreußen – sei sie sehr früh die Themen Eine Welt (damals noch 3.Welt), Anti-Atomkraftbewegung und Flüchtlingshilfe eingebunden worden, berichtete Ilka Brehmer. „Die Handlungsmaxime ‚global Denken, lokal Handeln‘ war bereits Leitlinie meiner Jugend. ‚Keine Früchte des Apartheid-Regimes kaufen‘, ‚faire Nicaragua-Hemden tragen‘, Anti-Atomkraft Demo in Hamm Uentrop, das waren Teil meiner Jugend!“ Zunehmend seien soziale Fragen hinzugekommen – in Werne, einer ehemaligen Bergarbeiterstadt, mit allen Auswirkungen des Strukturwandels geradezu zwangsläufig.

Auf das Abitur folgte beim Arbeitsamt ein duales Studium mit dem Abschluss Diplom-Verwaltungswirtin. Ilka Brehmer arbeitete danach weiter im Jobcenter in unterschiedlichen Bereichen der Integration. „Für mich ist Arbeit das wichtigste Element für gesellschaftliche Teilhabe, Selbstverwirklichung, Unabhängigkeit und soziale Absicherung. Ich habe viele politische und gesellschaftliche Entwicklungen oft hoffnungsvoll erlebt und unterstützt. Zunehmend sorgenvoll nehme ich nun wahr, wie wir für erkämpfte Grund- und Freiheitsrechte sowie Demokratie erneut einstehen müssen. Dinge, die für selbstverständlich erachtet worden sind, werden in Frage gestellt: Der Klimawandel als Tatsache wird belächelt. Frauen sollen wieder zurück an den Herd. Rassistische Menschenfeindlichkeit fordert unseren Rechtsstaat heraus. Es gibt eine zunehmend rechte und rechtspopulistische Szene in Deutschland. Deswegen stehe ich für soziale Gerechtigkeit, gesellschaftliche Teilhabe und ökologischen Fortschritt!“ Es gehe um eine Politik, die für Vielfältigkeit und den Zusammenhalt in der Gesellschaft kämpfe. Die allen Menschen freie, gleichberechtigte und selbstbestimmte Teilhabe am Leben ermögliche, -unabhängig von Alter, sozialer Herkunft, Behinderung, Religion, Geschlecht oder anderen Zuschreibungen. Und es gehe um soziale Grundrechte, wie das Existenzminimum für Rentner und Langzeitarbeitslose, und die Frage, „ob wir auch zukünftig eine offene Gesellschaft haben oder ob Hass, Menschenfeindlichkeit und Demokratieverachtung sich weiter verbreiten können“.

„Die Region, den Wahlkreis 103 mit Remscheid, Solingen, Wuppertal-Cronenberg und - Ronsdorf, die mich und meine Familie in dieser kurzen Zeit so gut aufgenommen hat, möchte ich gerne in Berlin vertreten. Das Bergische Land ist weltoffen, hat eine stolze Geschichte und hat erhebliche Potenziale“, fuhr Ilka Brehmer fort. „Strukturwandel, Verarmung, Arbeitslosigkeit und Zuwanderung sind die größten Herausforderungen, die jetzt und zukünftig zu bewältigen sind. Die Schuldenkrise unserer Kommunen muss ein Ende haben. In der nächsten Zeit werde ich aktiv mit den Bürgerinnen und Bürgern der Region ins Gespräch gehen, um noch mehr zu erfahren, wie ich durch meinen politischen Einsatz in Berlin ihre Lebensverhältnisse verbessern kann.“

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