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Zuerst kommt das Wohlgefühl

Waterbölles-Kommentar

Zur Sitzung des Seniorenbeirates am 13. Juli hat Rita Jungesblut-Wagner im Namen der SPD-Fraktion den Antrag gestellt, die Stadt Remscheid möge neben den Haupteingängen des Teo-Otto-Theaters  mindestens zwei Sitzbänke und zwei Pflanzenkübel aufstellen. Begründung:  „Sehr häufig warten vor dem Teo-Otto-Theater Bürgerinnen und Bürger mit ihren Einkäufen, um mit Taxen nach Hause gefahren zu werden. Zumeist sind es ältere Menschen, die die Wartezeit im Sitzen auf den Bänken überbrücken könnten. Auch die Besucher des Teo-Otto-Theaters, die nach dem Ende der Vorstellungen auf ein Taxi warten, könnten diese Sitzgelegenheiten nutzen.“ Im Übrigen könnten Pflanzenkübel und Sitzgelegenheiten, zu einer Aufwertung des Platzes beitragen.

Stimmt. Ich frage mich, warum nicht schon  früher jemand auf diese Idee gekommen ist. Aber besser spät als nie!

Auch die CDU-Fraktion stellt häufig Anträge an die Stadtverwaltung, besser: Anfragen. Sie will dann zumeist Fragen beantwortet haben, auf die ihr selbst keine Antworten eingefallen sind. Gerade im Vorfeld von Wahlen ist dieses Phänomen festzustellen – wen wundert`s. Aktuelles Beispiel: Der Antrag zur Sitzung des Stadtentwicklungsausschusses, dem die CDU die markige Überschrift gegeben hat „Heimat Remscheid: Jungen Menschen ein Wir-Gefühl vermitteln“.

Gewiss ein wichtiges Thema, jede ideenreiche Initiative von Parteien und Verbänden wert. Etwa des Arbeitgeber-Verbandes für Remscheid und Umgebung, aus dessen Jahresmagazin die CDU den Satz zitiert, wie wichtig es sei, „allen hier lebenden Menschen ein Wir-Gefühl zu vermitteln, ihnen die Chancen und Vorteile einer Beschäftigung im Bergischen aufzuzeigen, damit sie hierbleiben und sich für Berufe entscheiden, die in unseren Unternehmen gefragt sind“.

In diesem Zusammenhang verweist die CDU auf das „Karrierenetzwerk“ der Wirtschaftsförderungsgesellschaft Hochsauerlandkreis mbH und schlägt vor, sich das doch einmal in einer der nächsten Ausschusssitzungen präsentieren zu lassen. Enthielte der CDU-Antrag noch weitere zielführende Vorschläge, hätte er den Pflanzkübel-Sitzbänke-Antrag der SPD klar getoppt. Leider aber besteht ihr eigentlicher Antrag nur aus den folgenden vier Fragen:

  1. Inwiefern versucht die Stadt Remscheid zurzeit, jungen Menschen ein Wir-Gefühl zu vermitteln?
  2. Werden die Chancen und Vorteile einer Beschäftigung in Remscheid aufgezeigt? Wenn ja, in welcher Form?
  3. Was wird städtischerseits unternommen, damit gerade junge Menschen hierbleiben und sich für Berufe entscheiden, die bei Remscheider Unternehmen gefragt sind?
  4. Gibt es eine Art Rückkehrmanagement, um junge Menschen, die zum Beispiel für eine Ausbildung oder ein Studium Remscheid verlassen haben, zurückzugewinnen?

Konstruktives politisches Handeln sieht für mich anders aus. Oder um es so zu sagen: Wer verlässt schon gerne (s)eine (Heimat-)Stadt, in der er sich bisher wohlgefühlt hat? Zuerst das Wohlgefühl! Dann stellt sich das Wir-Gefühl vielleicht von ganz alleine ein! Neue Pflanzkübel und Sitzbänke sind da nur ein kleines Schrittchen. Aber eines auf dem richtigen Weg zu einer lebens- und liebenswerten Stadt.

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