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Acht Remscheider Schulen bieten "Kunst und Schule" als AG

Im vorigen Jahr hatte das Landesprogramm „Kultur und Schule“ Premiere - und kam in drei Remscheider Schulen, die daran mit Arbeitsgemeinschaften (AG) teilnahmen, sehr gut an. In der Heinrich-Neumann-Schule, der Grundschule Rosenhügel und in der Stadtparkschule. Und auch bei den beteiligten Remscheider Künstlern. Deshalb bemühte sich Olaf Bärwaldt, Projektleiter in der Schulverwaltung der Stadt Remscheid, in diesem Jahr darum, dass noch mehr Projekte mit möglich breit gefächerten Angeboten und aus möglichst vielen Schulformen bei der Zweitauflage für das Schuljahr 2007/2008 berücksichtigt wurden. Eine örtliche Jury, der u.a. die beiden Künstlerinnen Joby Joppen und Magdalena von Rudy und Roland Oesker von der Akademie Remscheid angehörten, erkannten schließlich aus zwölf  Projektanträge acht als förderungswürdig an. Der „künstlerische Bewerter“ (so Kulturdezernent Dr. Christian Henkelmann gestern Nachmittag auf einer Pressekonferenz) und Vermittler zwischen Künstlern und Schulen war – in einigen Fällen in letzter Minute vor Antragsfrist - Charles Wesseler von der Musik und Kunstschule. Er kannte die Schwerpunkte der Künstler und die Bedürfnisse der Schulen und übernahm die Vermittlerrolle gerne, weil er dadurch das „künstlerische Netzwerk zwischen den Künstlern“ gestärkt sieht, aber auch das Netzwerk zwischen den acht Schulen, die innerhalb des gerade begonnenen Schuljahres für zwei Unterrichtsstunden pro Woche die Künstler zu Gast haben werden.

Was sich die Schulleiter und –leiterinnen von den Arbeitsgemeinschaften „Kunst und Schule“ versprechen, las sich heute auf einem von Henkelmann verteilten Handzettel so: „Bildung ist mehr als die Aneignung kognitiven Wissens und Könnens: Bildung umfasst immer auch den Erwerb differenzierter Wahrnehmungs- und Ausdrucksmöglichkeiten und die Ausbildung einer ästhetischen Intelligenz. Kunst und Kultur bieten hierfür die besten Voraussetzungen. Es ist wichtig, diese Komponenten in das schulische Lernen zu integrieren. Nach den ernüchternden Ergebnissen aus den Pisa Studien sind Anstrengungen zur Verbesserung der allgemeinen Bildung unternommen worden. Diese beschränkten sich allerdings eher auf die Kernfächer. Es konnte aber teilweise festgestellt werden, dass dies indirekt zu einer Schwächung der musisch- künstlerischen Fächer beigetragen hat.“

Dem soll das Programmprogramm „ Kultur und Schule", für das die Landesregierung in diesem Schuljahr insgesamt 2,2 Millionen Euro bereit stellt, durch die „Ausbildung und Förderung der kulturellen Kompetenz von Kindern und Jugendlichen entgegenwirken. Sie sollen die unterschiedlichsten Formen der Kunst im Laufe Ihrer Schulzeit kennen zu lernen und so in der kreativen Intelligenz gefördert werden“. Für die acht Remscheider Schulen bedeutet das einen Landeszuschuss von 1.400 oder gar 2.200 Euro (1400 € pro Projekt für die vier Grundschulen mit Offenem Ganztagsbetrieb und je 2200 € für zwei Hauptschulen, eine Gesamtschule und ein Gymnasium). Ein Fünftel der Gesamtprojektkosten müssen durch Eigenmittel der Schulen und der Kommune erbracht werden

In einem kulturell interessierten Remscheid sollen Künstler aller Sparten produktive Arbeits- und Präsentationsmöglichkeiten vorfinden. Die Stadt Remscheid … schafft Klima und Orte für künstlerische Entfaltung“, heißt es in den „kulturpolitischen Leitlinien“ der Stadt, an die der Kulturdezernent gestern erinnerte. Entsprechend sieht Henkelmann in den acht Projekten „Kunst und Schule“ nicht nur die mentale Förderung der teilnehmenden Schülerinnen und Schüler, sondern auch eine materielle Förderung der teilnehmenden Künstler. Drei davon wurden gestern vorgestellt: Weil der Kunstunterricht in vielen Grundschulen „wasserfarben-lastig“ ist, wie eine Rektorin gestern scherzhaft meinte, wird in diesem Schuljahr an der Daniel-Schürmann- und an der Dörpfeld-OGGS „alles aus Papier gemacht“. Darauf versteht sich Gertraude Enkeler, angefangen beim Papier schöpfen und endend beim Buchbinden. Dazwischen gibt es viel zu schneiden und zu kleben, denn der Werkstoff ist vielseitig. „Grundschüler können damit gut umgehen“, weiß Gertraude Enkeler aus Erfahrung und nennt beispielhaft Laternen, Masken, ein Papiertheater, Schalen, ja sogar Musikinstrumente.

Ebenfalls an zwei Schulen wird Thomas Wunsch Jungen und Mädchen um sich versammeln. In der Walter-Hartmann-OGGS, um mit ihnen ein Comic zu erarbeiten (von Storybook über das Vorzeichen und spätere Kolorieren bis zu den Texten in den Sprechblasen. Eine Aufgabe, in der es auf ein gutes Wahrnehmungsvermögen und auf Selbstdisziplin ankomme. Im Gertrud-Bäumer-Gymnasium, damit Schüler und Lehrer ihrem gemeinsamen Ziel einer „rauchfreien Schule“ näher kommen. Dass sich dort inzwischen rund 50 Schüler für die AG mit Thomas Wunsch angemeldet haben, freut Oberstudiendirektor Michael Birker: „So viel Interesse trotz des ohnehin langen Unterrichtstages!“ Auf vielfältige Weise soll die Idee der „rauchfreien Schule“ propagiert werden. Durch selbst entworfene Plakate, ein Hörspiel, ein Video und ein Comic. All das soll der Kreativität der Schülerinnen und Schüler dienen und zugleich der Kampagne der Schule. Sie hat einen Wettbewerb ausgelobt, in dem das erfolgreichste „Medium“ ermittelt werden soll. (Und vielleicht gewöhnt sich Thomas Wunsch dabei selbst das Rauchen ab.)

„Begegnungen“ heißt das Projekt, zu dem die Albert-Einstein-Gesamtschule den in Honsberg bestens bekannten Dieter Koch eingeladen hat. Er lernte schon bei seinem Sportstudium in Köln Mimik und Ausdruckstanz kennen und will die Teilnehmer an seiner AG entsprechend fördern. Am Ende des Schuljahres soll die Aufführung eines Theaterstücks stehen.

Um Keramik und ihren „kreativen Mediengebrauch“ (das blieb leider gestern ungeklärt) geht es bei dem Projekt, das sich die OGGS Kremenholl mit Judith Mennenöh ausgedacht hat. T. Herrmann Meisterernst will an der Gemeinschaftshauptschule Walter Hartmann mit SchülerInnen der 7. und 8. Klasse in unterschiedlicher Form Theaterstücke erarbeiten, um ihnen den Zugang zum Theater zu erleichtern. Und Arne Willems schließlich hat sich an der Gesamthauptschule Rosenhügel ein „multinationales Musikprojekt“ vorgenommen. Charles Wesseler: „Nicht ausgeschlossen, dass die Arbeitsgemeinschaften ihre Ergebnisse nicht nur schulintern präsentieren, sondern auch in einer der übrigen Schulen von ‚Kultur und Schule’!“

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Chronist am :

Wie die Verwaltung gestern dem Kulturausschuss mitteilte, erhalten die beteiligten Künstlerinnen und Künstler für 40 Doppelstunden à 90 Minuten ein Honorar von 2.200 Euro.

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