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Jugendarbeitslosigkeit saisonbedingt angestiegen

Pressemitteilung der Agentur für Arbeit

„Ende Juli sind im bergischen Städtedreieck mehr Menschen arbeitslos gemeldet. Insbesondere die Jugendarbeitslosigkeit ist angestiegen. Doch diese Entwicklung habe ich erwartet. Die Arbeitslosigkeit steigt üblicherweise in den Sommermonaten, weil viele Berufsausbildungen vor den Ferien endeten und sich die jungen Fachkräfte, die nach ihren Prüfungen von den ausbildenden Unternehmen nicht übernommen werden konnten, arbeitslos gemeldet haben. Zudem verzögern sich in der Ferienzeit die Entscheidungen – auch zu Neueinstellungen in den Unternehmen. Dieser Anstieg der Jugendarbeitslosigkeit ist ganz typisch für die Sommermonate. Der Anstieg fällt in diesem Jahr zwar etwas höher aus, als im Durchschnitt der letzten drei Jahre, entspricht mit 1,7 Prozent Zunahme aber dem Landesschnitt.“, erläutert Martin Klebe, Chef der Agentur für Arbeit Solingen-Wuppertal. Gleichzeitig bleibt die Arbeitskräftenachfrage in allen drei Städten hoch. Mehr als 1.500 Stellen wurden alleine im Juli neu gemeldet - das waren rund zehn Prozent mehr Stellen als vor einem Jahr.

Im bergischen Städtedreieck stieg im  Juli die Zahl der arbeitslos gemeldeten Frauen und Männer auf 28.544 (466 mehr als im Juni, aber 1.523 Personen weniger als vor einem Jahr). Die Arbeitslosenquote für die drei Städte stieg im Juli von 8,7 Prozent auf 8,8 Prozent (Juli 2016: 9,4 Prozent).

In Remscheid sind aktuell sind 4.982 Menschen arbeitslos gemeldet, 39 mehr als im Juni, aber 78 oder 1,5 Prozent weniger als im Juli vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote stieg von 8,5 Prozent (Juni) auf nunmehr 8,6 Prozent an. Vor einem Jahr betrug die Arbeitslosenquote noch 8,7 Prozent. Die Arbeitslosigkeit ist in Remscheid aufgrund der Jugendarbeitslosigkeit insgesamt gestiegen. Konkret meldeten sich im Juli mehr Personen (961) neu oder erneut arbeitslos als solche, die ihre Arbeitslosigkeit beenden konnten (925). Remscheider Arbeitgeber meldeten im Juli 382 freie Arbeitsstellen. Insgesamt werden in Remscheid damit 1.147 Arbeitskräfte gesucht, das sind etwa ein Drittel mehr (291 Stellen oder 34 Prozent) als vor einem Jahr.

Derzeit werden insbesondere folgende Arbeitskräfte von den Remscheider Unternehmen gesucht: 99 Objekt- und Personenschützer (Fachkraft), 53 Fachkräfte spanende Metallverarbeitung, 42 Helfer/innen Metallbearbeitung, 40 Fachkräfte Maschinenbau-Betriebstechnik, 40 Fachkräfte Lagerwirtschaft, 36 Helfer Lagerwirtschaft, 35 Bediener von Hebeeinrichtungen, 28/ Fachkräfte Werkzeugtechnik, 26, Verkäufer, 24 Fachkräfte elektrische Betriebstechnik, 21 Mechatroniker, 21 Bürofachkräfte, 19 Gesundheits- und Krankenpfleger, 19 Friseure und 18 Fachkräfte Metallbearbeitung.

Im bergischen Städtedreieck sind aktuell sind 11.024 Ausländer arbeitslos gemeldet, 108 mehr als im Juni und 174 mehr als vor einem Jahr. Damit haben 38,6 Prozent der Arbeitslosen im bergischen Städtedreieck einen ausländischen Pass.

Gestiegen ist auch die Jugendarbeitslosigkeit. 3.059 junge Menschen im Alter von 15 bis 24 Jahre waren im Juli im bergischen Städtedreieck arbeitslos gemeldet, 251 oder 8,9 Prozent mehr als im Juni, aber immer noch 198 oder 6,1 Prozent weniger als im Juli vor einem Jahr. Vor allem die jungen Absolventen, die nach bestandener Prüfung nicht übernommen werden können, weil Unternehmen über ihren eigenen Bedarf ausgebildet haben, haben sich jetzt arbeitslos gemeldet. „Diesen kommt entgegen, dass die Nachfrage nach Fachkräften sehr hoch ist. Das bildet sich in der hohen Zahl der gemeldeten Stellen ab: So suchen die bergischen Unternehmen derzeit mehr als 5.000 Arbeitskräfte. Diese jungen Fachkräfte stehen nun dem Arbeitsmarkt zur Verfügung. Die Unternehmen sollten nicht lange zögern und die Chance nutzen, sich diese gut ausgebildeten und motivierten jungen Fachkräfte zu sichern“, so Martin Klebe.

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