Skip to content

Preis für neuen ZOB geht nach Köln und Aachen

Pressemitteilung des Architektenbüros postwelters | partner

Ein wichtiger Meilenstein zur Umgestaltung des Zentralen Omnibus-Bahnhofs (ZOB) auf dem Friedrich-Ebert-Platz in Remscheid ist erreicht: Der Sieger des Wettbewerbes (1. Preis) für die Umgestaltung der ZOB steht fest; es ist die Arbeitsgemeinschaft Stefan Schmitz BDA Architekten und Stadtplaner, Köln, zusammen mit Lill + Sparla Landschaftsarchitekten, Köln und das BSV Büro für Stadt und Verkehrsplanung, Aachen. Dies hat das Preisgericht in seiner Sitzung am gestrigen Dienstag nach intensiver Prüfung und Diskussion entschieden. In ihrer Begründung lobte die Jury unter Vorsitz von Prof. Andreas Fritzen sowohl die in dem Entwurf gut funktionierenden verkehrlichen Strukturen des ZOB als auch dessen stadträumliche Qualitäten. Das Preisgericht entschied gemäß der Auslobung drei Preise zu vergeben. Der erste Preisträger erhält ein Preisgeld in Höhe von 20.000 Euro. Der zweite Preis mit einem Preisgeld von 16.000 Euro ging an die Arbeitsgemeinschaft Franz Reschke Landschaftsarchitektur mit Freie Planungsgruppe Berlin und Jan Derveaux | Rimpau & Bauer Architekten aus Berlin. Die Arbeit der Arbeitsgemeinschaft Hummert Architekten, Pulheim mit wbp Landschaftsarchitekten, Bochum und SHP Ingenieure aus Hannover erhält für den dritten Preis 11.000 Euro. Der Wettbewerb war von der Stadt Remscheid in enger Kooperation mit den Stadtwerken Remscheid ausgelobt worden.

Die Vorprüfung der Arbeiten sowie die Organisation des Preisgerichts übernahm das Dortmunder Büro postwelters | partner mbB. Im Preisgericht waren, neben Herrn Oberbürgermeister Mast-Weisz auch sein (bisheriger) Stellvertreter Lothar Krebs sowie Otto Mähler als Bezirksbürgermeister und Rosemarie Stippekohl als seine Stellvertreterin. Zudem waren Vertreter der Stadtwerke Remscheid, darunter Geschäftsführer Prof. Dr. Thomas Hoffmann und Bereichsleiter Matthias Bioly, sowie Vertreter der Stadt Remscheid und weitere politische Vertreter anwesend. Die Jury komplettierten hochqualifizierte externe Architekten, Stadtplaner, Landschaftsarchitekten und Verkehrsplaner. Die Wettbewerbsergebnisse werden ab sofort für die Öffentlichkeit im Innenstadtbüro am Remscheider Markt gegenüber der Stadtkirche in den  Schaufenstern präsentiert.

Die Stadt Remscheid hatte sich zur Umsetzung des Konzeptes „Revitalisierung der Innenstadt“ und auf der Grundlage eines zuvor erstellten ÖPNV-Fachbeitrags (»Rahmenbedingungen des öffentlichen Personennahverkehrs für die Umgestaltung des Friedrich-Ebert-Platzes«) für ein konkurrierendes Verfahren zur Neugestaltung des ZOB am Friedrich-Ebert-Platz entschieden. So soll die Chance genutzt werden, mit Hilfe von Fördergeldern (80 Prozent der von der Stadt eingeplanten 1,3 Millionen Euro kommen vom Land, 90 Prozent der von den Verkehrsbetrieben vorgesehenen vier Millionen Euro vom Verkehrsverbund Rhein-Ruhr) einen vielfältig genutzten, urbanen Platz in der Innenstadt zu schaffen. Die im Wettbewerb enthaltenen Themenbereiche umfassten den ZOB inklusive Haltestellenüberdachung und die Berücksichtigung der betrieblichen Anforderungen, die Platzgestaltung sowie ein Gebäude für die Leitstelle und mit Sozialräumen für das Fahrpersonal.

Ziel war es, eine einheitliche und abgestimmte, qualitätsvolle Lösung zu finden, welche die unterschiedlichen Ansprüche an den vielfältig genutzten Stadtraum berücksichtigt, die Anforderungen der Bürger bestmöglich und architektonisch qualitätsvoll umsetzt und die Attraktivität der angrenzenden Straßen unterstützt. Dazu wurde ein Wettbewerb ausgelobt, um eine geeignete Arbeitsgemeinschaft für die Durchführung dieser - für Remscheid inhaltlich wie städtebaulich bedeutsamen - Bauaufgabe zu finden. Aufgrund des breiten Themenspektrums richtete sich der Wettbewerb an Arbeitsgemeinschaften aus Verkehrsplanern, Landschaftsarchitekten, Stadtplanern und/oder Architekten. Ausgelobt wurde er nach den »Richtlinien für Planungswettbewerbe« von der Stadt Remscheid in enger Kooperation mit den Stadtwerken Remscheid ausgelobt. Die Wettbewerbsbetreuung erfolgte durch das Dortmunder Büro postwelters | partner mbB. Insgesamt acht Büros wurden zur Teilnahme am Wettbewerb über ein zuvor durchgeführtes europaweites Vergabeverfahren ausgewählt und eingeladen. Den Teilnehmern blieben insgesamt neun Wochen zur Bearbeitung und Fertigstellung der Planunterlagen. Sieben Büros reichten ihre Arbeiten bis zum 30. Juni fristgerecht und anonym ein. Alle Wettbewerbsbeiträge wurden von dem unabhängige Preisgericht am Dienstag anonym bewertet. Erst nach der Auswahl der Preisträger wurde dem Preisgericht die Urheberschaft der eingereichten Arbeiten bekannt gegeben. In einem nächsten Schritt werden die drei Preisträger zu weiteren Verhandlungen aufgefordert. (In die Politik kommt der endgültige Entwurf, so hieß es auf der Pressekonferenz, im November. Baubeginnt könnte dann 2019 sein.)

(Weitere Einzelheiten, insbesondere zu dem mit 20.000 Euro prämiierten Entwurf des neuen ZOB, teilten in der heutigen Pressekonferenz Oberbürgermeister Burkhard Mast-Weisz und Prof. Hartmut Welters von postwelters | partner mit. Stadtwerke-Chef Dr. Thomas Hoffmann und Bezirksbürgermeister Otto Mähler lobten den Entwurf. Dazu wird der Waterbölles morgen ein Video veröffentlichen)

Trackbacks

Keine Trackbacks

Kommentare

Ansicht der Kommentare: Linear | Verschachtelt

Noch keine Kommentare

Kommentar schreiben

Die angegebene E-Mail-Adresse wird nicht dargestellt, sondern nur für eventuelle Benachrichtigungen verwendet.

Um maschinelle und automatische Übertragung von Spamkommentaren zu verhindern, bitte die Zeichenfolge im dargestellten Bild in der Eingabemaske eintragen. Nur wenn die Zeichenfolge richtig eingegeben wurde, kann der Kommentar angenommen werden. Bitte beachten Sie, dass Ihr Browser Cookies unterstützen muss, um dieses Verfahren anzuwenden.
CAPTCHA

Standard-Text Smilies wie :-) und ;-) werden zu Bildern konvertiert.
Formular-Optionen

Die einzelnen Beiträge im "Waterbölles" geben allein die Meinung des Autors / der Autorin wieder. Enthalten eingeschickte Texte verleumderische, diskriminierende oder rassistische Äußerungen oder Werbung oder verstoßen sie gegen das Urheberrecht oder gegen andere rechtliche Bestimmungen oder sind sie nicht namentlich gekennzeichnet nebst E-Mail-Adresse, werden sie nicht veröffentlicht. Das gilt auch für substanzlose Bemerkungen ("Find ich gut/schlecht/blöd...etc."). Aus den oben genannten juristischen Gründen sowie bei längeren Texten sind auch Kürzungen nicht ausgeschlossen.

Kommentare werden erst nach redaktioneller Prüfung freigeschaltet!