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"Volles Haus" bei Einweihung des Seniorenbüros

Eine Anlaufstelle für Seniorinnen und Senioren zu haben war der langgehegte Wunsch des Remscheider Seniorenbeirates. Jetzt ist er in Erfüllung gegangen: Mit der gestrigen Eröffnung des Seniorenbüros am Markt im Objekt Markt 13 nimmt die neue Anlaufstelle für alle Fragen rund ums Älterwerden in Remscheid ihren Betrieb auf. Oberbürgermeister Burkhard Mast-Weisz und die Seniorenbeiratsvorsitzende Elke Rühl eröffneten das Remscheider Seniorenbüro am Nachmittag offiziell. Mit dabei war dann auch Gaby Schnell, die Vorsitzende der Landesseniorenvertretung Nordrhein-Westfalen.

Die Einrichtung des neuen Seniorenbüros sei dem Verwaltungsvorstand wichtig gewesen, betonte Oberbürgermeister Burkhard Mast-Weisz. „Auch wenn wir nicht jeden Wunsch erfüllen können, versuchen wir doch, alles uns eben Mögliche zu tun!“ Das Zustandekommen von Markt 13 sei ein Glücksfall und nur durch das gute Handeln vieler gelungen. Denn das ehemalige Radio- und Fernsehfachgeschäft Kappen beherberge künftig nicht nur das Seniorenbüro, sondern auch die Projektbüros von Mosaik und "Stadtteilmanagement". Und auch für Kunstausstellungen bleibe noch Platz.  Der OB konkret: „Wir beginnen Ende November mit einer Ausstellung zu Gerd Arntz. Voraussichtlich im März folgt dann Bildhauer Bernhard Guski aus Hückeswagen. Angedacht sind in den Folgejahren Ausstellungen aus dem Archivbestand des Bauhauses Dessau, beispielsweise eine Ausstellung zum ‚Sozialistischen Realismus - Malerei der DDR‘ – dank der Beziehungen von Klaus W. Kühn von PRO ARTE!“ Zustande sei das „Vier-Säulen-Modell“ auch, wenn sich der Seniorenbeirat an den Mietkosten beteiligen werde. Und weil die Stadt in Annette Mores (Foto rechts) „eine in der Seniorenarbeit nun wirklich erfahrene Mitarbeiterin“ gefunden und Ralf Krüger zusätzlich das Amt des Seniorenbeauftragten übernommen habe.

Elke Rühl, die Vorsitzende des Seniorenbeirats, dankte Krüger dafür, dass er für den Seniorenbeirat ein Konzept für die Gestaltung und die Aufgabenstruktur des neuen Seniorenbüros entworfen habe. Rühl: „Es soll ein gefragter Treffpunkt für Seniorinnen und Senioren entstehen, wo jeder einfach mal eben vorbei kommen kann und auch neue Kontakte mit anderen Älteren finden kann.“ (Der Zwischenruf „Kontaktbörse“ löste Heiterkeit aus). „Mit 60 Jahren ist man noch nicht alt, es beginnt nur ein neuer Lebensabschnitt mit neuen Aktivitäten und einer möglichst angenehmen Lebensweise.“

Die ersten Ehrenamtler seien im neuen Seniorenbüro bereits tätig geworden, fuhr Elke Rühl fort. „Aber wir würden uns freuen, wenn noch weitere Interessierte uns unterstützen könnten!“ Und sie nannte künftige Angebote für Senioren: „Der Sozialverband wird hier dienstagnachmittags Sprechstunden abhalten. Für türkische  Mitbürger, die Fragen haben, hat sich ein Dolmetscher zur Verfügung gestellt. Es soll Sprechstunden der Seniorensicherheitsberater, der Renten- und Pflegeberatung sowie zur Verlängerung von Schwerbehindertenausweisen oder für zusätzliche Alterssicherung geben. Vernetzt mit den Wohlfahrtsverbänden, wollen wir Hand in Hand ein breites Vortragsangebot zusammenstellen. Für den 15. November ist bereits eine Veranstaltung mit der Polizei und der VHS geplant.“

Ob das neue Seniorenbüro ein Jubiläumsgeschenk sei, wollte Gaby Schnell, die Vorsitzende der Landeseniorenvertretung NRW, von Oberbürgermeister Mast-Weisz wissen. Denn schließlich bestehe der Seniorenbeirats der Stadt Remscheid inzwischen seit 25 Jahren. Und diesem gratuliere sie besonders gerne, gelte er doch auf Labdesebene als kämpferisch. „Es ging nicht immer geradeaus mit der Anerkennung und Wertschätzung der Arbeit von engagierten Personen, die sich das Thema des Alterns in unserer Gesellschaft zu Eigen machten. Doch Durchsetzungsvermögen und Überzeugung in die eigene Arbeit sowie sichtbare Erfolge haben die Zweifler eines Besseren belehrt.“ Aber das neue Seniorenbüro könne ein guter Ort des Austausches der ehrenamtlich Tätigen mit den hauptamtlich Beschäftigten aus Verwaltung und Kommune werden.

Ob das Modell ‚Seniorenbüro‘ in Remscheid halten könne, was es verspreche, sei noch nicht abzusehen. „Wohl aber, dass mit viel Einsatz und Engagement die Arbeit aufgenommen wird, sowohl vom Seniorenbeirat als auch von den Kooperationspartnern, die sich die Räumlichkeiten teilen. Drei Jahre Probelauf sind eine kurze Zeit, aber immerhin ein guter Anfang. Dieses Seniorenbüro hat die besten Voraussetzungen, dass es wieder zu einer Schalt- und Schnittstelle von Markt, Alleestraße und Alter Bismarckstraße werden kann, so wie es ‚Radio Kappen‘ in der Nachkriegs- und Wirtschaftswunderzeit war. Die Weichen hierfür sind gestellt!“

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Chronist am :

Das neu eingerichtete Seniorenbüro könne auch von Menschen genutzt werden, wenn es um Probleme ihrer Angehörigen gehe, meint Bezirksbüprgermeister Otto Mähler. Von dem Antrag der CDU, die Stadt Remscheid möge Bürger/innen ab 75 Jahren Hausbesuche anbieten, hält er nichts: „Möchten sie mit 75 Jahren einen vom Amt an ihrem Bett sitzen haben? Oder doch lieber die Kinder ? Was sagte schon J. F. Kennedy: Frage nicht dein Land, was es für dich tun kann, sondern tue es für dein Land. Zuerst Personaleinsparungen beschließen und dann Personal fordern, ist so ähnlich wie die Katze mit dem Schwanz. Also mal die Kirche im Dorf lassen, die eigene Telefonnummer kundtun und dann bei Bedarf die Leute besuchen und vermitteln. Aus eigener Erfahrung muss ich sagen, kommt gut an und ist gelebte und auch anerkannte Bürgernähe.

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