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Jugendarbeitslosigkeit zieht vorübergehend an

Pressemitteilung der Agentur für Arbeit

„Der heimische Arbeitsmarkt steht auch im August ganz im Zeichen der Sommerferien. Die Arbeitslosenzahl stieg in diesem Monat noch einmal an, weil sich in Wuppertal und Solingen eine große Zahl junger Menschen gemeldet hat, die auf den Beginn des Studiums, des Bundesfreiwilligendienstes oder auf eine Ausbildung warten. Sie wissen bereits, wann es für sie weitergeht und haben sich nur vorübergehend arbeitslos gemeldet. Hinzu kommen aber auch noch Ausbildungsabsolventen, die nach der Prüfung nicht übernommen wurden und jetzt auf der Suche nach einer passenden neuen Beschäftigung sind“, erläutert Katja Heck, Geschäftsführerin Operativ der Agentur für Arbeit Solingen-Wuppertal.

Gleichzeitig steigt die Arbeitskräftenachfrage in allen drei Städten nach den Sommerferien wieder an. Über 1.600 Stellen wurden alleine im August neu gemeldet - das waren rund ein Viertel mehr Stellen als vor einem Jahr. Im August waren im bergischen Städtedreieck 28.844 Frauen und Männer arbeitslos, 300 mehr als im Juli, aber 1.492 Personen weniger als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote für die drei Städte steigt von 8,8 Prozent im Juli auf aktuell 8,9 Prozent (August 2016: 9,4 Prozent).

Die Arbeitslosigkeit ist in Remscheid annähernd konstant geblieben. Konkret meldeten sich im August fast genauso viele Personen neu oder erneut arbeitslos (959 Personen) als diejenigen, die ihre Arbeitslosigkeit beenden konnten (964 Personen). Aktuell sind 4.987 Menschen arbeitslos gemeldet, fünf mehr als im Juli, aber 129 oder 2,5 Prozent weniger als im August vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote blieb mit 8,6 Prozent unverändert. Arbeitgeber meldeten im August 401 freie Arbeitsstellen in Remscheid. Insgesamt werden in Remscheid damit 1.211 Arbeitskräfte gesucht, das sind etwa ein Drittel mehr (320 Stellen oder 35,9 Prozent) als vor einem Jahr. Die  neuen Stellen wurden überwiegend in den Berufsbereichen der Metallbearbeitung und –erzeugung, in den Maschinen- und Fahrzeugtechnikberufen, bei den Schutz-, Sicherheits- und Überwachungsberufen von Unternehmen sowie im Bereich Verkehr/ Logistik gemeldet, davon mehr als die Hälfte von Zeitarbeitsfirmen.

Zählt man im bergischen Städtedreieck alle Personen, die im August eine Erwerbstätigkeit anstreben, zu den gesetzlich definierten Arbeitslosen von 28.844  in den drei Städten hinzu, ergibt sich eine „Unterbeschäftigung“ von 47.781 Personen (in Remscheid sind 1.491, in Solingen 2.320 und in Wuppertal 15.126 Menschen in der Unterbeschäftigung).

3.351 junge Menschen im Alter von 15 bis 24 Jahre sind im Städtedreieck aktuell arbeitslos gemeldet, 292 Personen oder 9,5 Prozent mehr als im Juli, aber immer noch 90 oder 2,6 Prozent weniger als im August vor einem Jahr. Auch 11.160 Ausländer sind arbeitslos gemeldet, 136 Personen mehr als im Juli und auch 66 Menschen mehr als im August vor einem Jahr. Damit haben 38,7 Prozent der Arbeitslosen im bergischen Städtedreieck einen ausländischen Pass.

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Fraktion der Linken im Rat der Stadt Remscheid am :

Die Linksfraktion in Remscheid sieht akuten Handlungsbedarf angesichts der Erwerbslosigkeit in Remscheid. Zu den offiziellen Zahlen von 4.987 Erwerbslosen kommen im August noch weitere, nicht gezählte Erwerbslose hinzu, so z.B. ältere Erwerbslose ab 58 Jahren, Ein-Euro-Jobber, Teilnehmer an Weiterbildung oder anderen Maßnahmen. Diese werden in den offiziellen Zahlen nicht erwähnt. Ohne die Tricksereien sind aber tatsächlich nach Zahlen der Arbeitsagentur 6.459 Menschen erwerbslos. Fraktionsvorsitzender Fritz Beinersdorf hierzu: „Nicht nur, dass die Erwerbslosenzahlen steigen. Die Regierung unternimmt alles, um ihr Scheitern in der Arbeitsmarktpolitik zu verschweigen. Es werden einfach Menschen aus den Statistiken herausgenommen, um die ungerechte Arbeitsmarktpolitik zu beschönigen. Das ist ein Skandal und gehört aufgeklärt.“ Beinersdorf fordert, das Schönreden zu beenden und endlich zu handeln. Solange so viele Menschen ohne Arbeit sind und die Regierung nichts unternimmt, will die Linksfraktion in Remscheid regelmäßig Hartz IV-Beratung anbieten. (Axel Behrend)

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