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Katalysator war dem „Tuning-Sound“ im Weg

Dicker Auspuff, heulender Motor: "Autoposer und Tuner machen Kommunen zu schaffen“, ist auf Merkur.de im Internet zu lesen. Wer in der Stadt Singen in Baden-Württemberg viel Geld in sein Auto gesteckt habe, der wolle sich und seinen Wagen auch gerne öffentlich zeigen, zum Leidwesen lärmgeprüfter Anwohner. Aber warum in die Ferne schweifen, liegt die Kölner Straße in Lennep doch so nah. Auch dort sorgte die „Tuner und Poser-Szene“ für Unmut, wie Ordnungsamtsleiter Beckmann am Dienstag im Ausschuss für Bürger, Umwelt, Klimaschutz und Ordnung berichtete. Inzwischen sei es dort dank Polizeikontrollen aber schon wieder ruhiger geworden. Das bestätigten auch Lenneper Kommunalpolitiker, die von dankbaren Anwohnern angesprochen worden waren.

Messungen mit einem an der unteren Kölner Straße aufgestellten so genannten Seitenradar hatten ergeben, dass die Geschwindigkeit von 30 km/h nicht mehr überschritten wird als anderswo im Stadtgebiet auch; sie lag zwischen 38 und 43 km/h. Ausnahme: Ein Autofahrer befuhr die Kölner Straße mit 93 km/h. Für ihn gab es 480 Euro Bußgeld, zwei Strafpunkte in Flensburg und ein dreiwöchiges Fahrverbot.

Da es nicht an der Geschwindigkeit gelegen haben kann, musste der beklagte Verkehrslärm im Wesentlichen etwas mit Motor und Auspuff zu tun gehabt haben. Die Vermutung bestätigte sich bei den 83 Fahrzeugkontrollen des Verkehrsdienstes der Polizei schnell. Fazit: 22 Fahrzeuge wurden an Ort und Stelle stillgelegt. 19 Autos durften die Besitzer mit Anhängern abtransportieren; drei Autos nahm die Polizei lieber gleich selbst mit. Es gab „Knöllchen“ und Strafanzeigen, etwa gegen einem Pkw-Besitzer, der an seinem Wagen den Katalysator ausgebaut hatte, weil ihm der „Tuning-Sound“ so besser gefiel. Ohne Katalysator hatte der Wagen allerdings auch seine Steuervergünstigung verloren. Und mit einem Strafbefehl wegen Falschbeurkundung muss auch der Autofahrer rechnen, der seinen Führerschein manipuliert hatte.

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