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"Nummer gegen Kummer" für ratlose Eltern

Die Geburt eines Kindes ist ein schönes Ereignis. Dennoch können Eltern in schwierige Situationen geraten, mit denen sie allein nicht fertig werden. Rat und Hilfe bieten in solchen belasteten Lebenslagen die Angebote der „Frühen Hilfen“. Nachdem ein Modellprojekt des Caritasverband Remscheid e.V. im Dezember 2011 ausgelaufen war, setzte die Stadt Remscheid im Dezember 2012 auf eine Kooperation zwischen dem Deutschen Kinderschutzbund, Ortsverband Remscheid e.V., und dem Caritasverband Remscheid e.V. Die Koordination der Frühen Hilfen und des Kinderschutznetzwerkes gehört seitdem zu den Aufgaben der städtischen Jugendhilfeplanung, und die vom Kinderschutzbund und dem Caritasverband Remscheid getragen "Fachstelle Frühe Hilfen“ dient als Informations-, Beratungs- und Vermittlungsstelle. Das von Marie-Therese Frommenkord im städtischen im Fachdienst Jugend, Soziales und Wohnen koordinierte Netzwerk „Frühe Hilfen – Willkommen im Leben" hat inzwischen 33 Kooperationspartner.

Am 1. September startete das Netzwerk eine neue Aktion zur Unterstützung von Eltern, die lieber zunächst einen neutralen und anonymen Kontakt suchen, wenn sie Fragen zur Erziehung ihrer Kinder und zum Zusammenleben in der Familie haben, bevor sie vor Ort „Auge in Auge“ Rat wünschen. Deshalb hat sich das RemscheiderNetzwerk dem bundesweiten Angebot des Nationalen Zentrums Frühe Hilfen angeschlossen und wirbt in den nächsten Wochen mit Plakaten, Handzetteln, und anderen Materialien für das anonyme und kostenlose Elterntelefon des Vereins Nummer gegen Kummer e.V. und die Eltern-Onlineberatung der Bundeskonferenz für Erziehungsberatung e.V. Auch die Stadtwerke Remscheid unterstützen diese Aktion durch Plakatierung in den Bussen. Frommenkord gestern auf einer Pressekonferenz: „Wir freuen uns, wenn weitere Einrichtungen, Institutionen, Unternehmen und Organisationen unser neues Angebot durch Plakatierung und/oder Auslegen von Materialien unterstützen!“

Der Verein Nummer gegen Kummer e.V. unterhält seit 2001 das Elterntelefon 0800/1110550 und wird gefördert vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend. Im Übrigen finanziert sich der Verein über Spenden und öffentliche Fördergelder. Er ist ein verbandsübergreifender Dachverband für örtliche gemeinnützige Träger der Kinder- und Jugendhilfe wie Deutscher Kinderschutzbund, Diakonisches Werk, Arbeiterwohlfahrt u. a. Vereine, die einen (der bundesweit derzeit 39) Standorte des Elterntelefons betreiben. Dort engagieren sich rund 1.000 Beraterinnen und Berater ehrenamtlich in ihrer Freizeit, die u.a. in Gesprächsführungs- und Beratungstechniken  geschult wurden. Die „Nummer gegen Kummer“ 0800 - 1110550, die jetzt in Remscheid beworben werden soll, ist über das deutsche Festnetz und Mobilfunk (mindestens) Montag bis Freitag zwischen 9 und 11 Uhr sowie Dienstag und Donnerstag zwischen 17 bis 19 Uhr erreichbar.

Das Elterntelefon soll die Anrufenden in schwierigen, aber auch alltäglichen Fragen schnell, kompetent und anonym unterstützen. Allein in 2016 wurden insgesamt 8.846 Beratungsgespräche am Elterntelefon geführt (siehe Statistik). Der Verein über seine Arbeit: „Unsere Beraterinnen und Berater wissen, vor welchen Herausforderungen Eltern stehen und unterstützen sie, Lösungen zu finden. Ob bei Erziehungsproblemen, Schwierigkeiten in der Schule, Familienkrisen, Sucht, oder Internet-Gefahren. Es macht keinen Unterschied, ob sie „nur“ eine Frage haben oder Rat brauchen, weil sie sich überfordert fühlen oder keinen Zugang mehr zu ihrer Tochter oder ihrem Sohn finden. Beim Elterntelefon suchen wir gemeinsam nach einem Ausweg – anonym, kompetent und auf Augenhöhe!“ Der Clou dabei: Auf Wunsch / bei Bedarf vermitteln die Beratern auch Experten in Remscheid; deren Daten liegen ihnen vor.

Die Onlineberatung für Eltern der Bundeskonferenz für Erziehungsberatung e.V. (BKE) bietet verschiedene Kanäle. Mailanfragen werden innerhalb von 48 Stunden beantwortet. Außerdem gibt es ein öffentliches Forum, in dem Ratsuchende schauen können, was von anderen gepostet wird, ohne selbst aktiv zu werden. „Oft hilft im ersten Moment auch schon die Community, für viele so etwas wie eine Ersatzfamilie, wissen die hauptamtlichen Beraterinnen und Berater. Sie unterstützen Eltern durch Einzelberatungen per Mail, im Einzelchat, in moderierten Gruppen- und Themenchats und darüber hinaus in moderierten öffentlichen Foren. Das BKE-Angebot wird über die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung und das Deutschen Jugendinstitut e.V. vom Nationalen Zentrum Frühe Hilfen (NZFH) aus Bundesmitteln gefördert. Das NZFH koordiniert auch die Bundesinitiative „Frühe Hilfen“.

An der gestrigen Pressekonferenz der Stadt nahmen Sozialdezernent Thomas Neuhaus, Netzwerkkoordinatorin Marie-Therese Frommenkord, Karin Dasbach, Vorstand des Caritasverbandes Remscheid e.V., Karl-Richard Ponsar, Vorsitzender des Kinderschutzbundes Remscheid e.V., Petra Klawonn, Leiterin der Frühförder- und Beratungsstelle der Lebenshilfe Remscheid, und Annette Stevens (Fachstelle Frühe Hilfen unter dem Dach des Müttercafé „Mama Mia“ beim Kinderschutzbund Remscheid) teil. (Werbematerial für das Elterntelefon „Nummer gegen Kummer“ unter Tel. RS 163342)

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