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Stellungnahme der Stadt zu Kindesmisshandlung

Pressemitteilung der Stadt Remscheid

Die Stadt Remscheid wurde am 9. September über eine tragische Kindesmisshandlung in Remscheid informiert. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Stadt Remscheid sind sehr betroffen, dass es nach der abgeschlossenen Unterstützung seitens der Jugendhilfe zu diesem Vorfall gekommen ist. Im vorliegenden Fall wurde das Familiensystem der alleinerziehenden Kindesmutter in der Vergangenheit über einen Zeitraum mit jugendhilferechtlichen Maßnahmen unterstützt. Die Hilfe wurde Ende vergangenen Jahres im Einvernehmen zwischen der Stadt Remscheid, dem betreuenden Jugendhilfeträger und der Sorgeberechtigten mit einer guten Prognose beendet. Darüber hinaus können aus Gründen des Sozialdatenschutzes nach SGB VIII zu diesem Einzelfall keine weiteren Aussagen durch die Stadt Remscheid getätigt werden. Hierfür bitten wir um Verständnis.

Hintergrund:

Seit dem 9. September liegt ein vierjähriger Junge im Krankenhaus Solingen im Koma. Die Staatsanwaltschaft Wuppertal wirft dem 24 Jahre alten Freund der Mutter vor, „mit hoher Gewaltintensität auf den Jungen eingewirkt zu haben". Eine ärztliche Untersuchung habe auch frühere „auffällige Verletzungen" des Kindes ergeben. Der Verdächtige  findet sich wegen gefährlicher Körperverletzung in Untersuchungshaft.  Der Polizei war er wegen einer früheren Körperverletzung bereits bekannt.

Nachdem sie aus der Wohnung auf dem Honsberg lautes Schreien gehört hatten, hatten Nachbarn die Polizei verständigt. Lebensgefährlich verletzt wurde das Kind ins Krankenhaus gebracht. Das Mann soll es geschlagen haben, als er feststellte, dass es ins Bett gemacht hatte. Die 21 Jahre alte Mutter befand sich zu diesem Zeitpunkt nach Angaben der Staatsanwaltschaft nicht in der Wohnung.

Es wird jedoch im Folgenden die grundsätzliche Vorgehensweise beschrieben: Bei Bekanntwerden einer Misshandlung durch die Meldung der Polizei, wie sie sich im vorliegenden Fall darstellt, sind grundsätzlich folgende Handlungsschritte vorgesehen:

  1. Zur Klärung des genauen Sachverhaltes Kontaktaufnahme zum Krankenhaus
  2. Kontaktaufnahme zu der ermittelnden Polizei zur Erfassung der gesamten Umstände.
  3. Sicherstellung des Kindeswohls, ggf. durch Einleitung von Schutzmaßnahmen in Form einer Inobhutnahme.
  4. Soweit in dem Einzelfall sinnvoll und angezeigt Kontaktaufnahme zu den Sorgeberechtigten.
  5. Regelmäßiger Austausch mit der ermittelnden Polizeidienststelle.
  6. Bei Entlassung ggfs. anderweitige jugendhilferechtliche Unterbringung. (Aufgrund zahlreicher Medienanfragen nimmt die Stadt Remscheid zu dem aktuell berichteten Fall Stellung)

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Kommentare

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Stadt Remscheid am :

Ergänzende Stellungnahme zur aktuellen Berichterstattung: Die Entwicklung der alleinerziehenden Mutter und ihres Sohnes hat auch nach Abschluss der Jugendhilfemaßnahme einen positiven Verlauf genommen. Mutter und Kind wurden weiterhin durch ein abgestimmtes Unterstützungssetting begleitet. Dazu gehörten tragfähige Kontakte im familiären Umfeld, der Betreuungsplatz in einem Kindergarten und anlassbezogene kinderärztliche Versorgung. Das Kind besuchte regelmäßig den Kindergarten und machte altersentsprechend gute Fortschritte. Ende Juni 2017 ist beim Jugendamt der Stadt Remscheid (ASD) ein Hinweis aus der Nachbarschaft eingegangen. Am Tag des Hinweises wurden die gemeldeten Gefährdungshinweise und die aktuelle Lebenssituation mit Mutter und Kind besprochen. Die Fachkräfte kamen zu dem Ergebnis, dass keine Anzeichen für eine Kindeswohlgefährdung festzustellen waren. Diese Überprüfung erfolgte im Rahmen der Garantenstellung (staatliches Wächteramt) der Stadt Remscheid als örtlicher Jugendhilfeträger. Jedem Hinweis auf Kindeswohlgefährdung wird nachgegangen und es werden verbindlich folgende Handlungsschritte durchgeführt: 1. Sammlung aller bereits vorliegenden Daten und Informationen 2. Beratung im Team der Fachkräfte des Allgemeinen Sozialdienstes (ASD), ob gewichtige Anhaltspunkte für eine Kindeswohlgefährdung vorliegen 3. Einschätzung des Gefährdungsrisikos im Zusammenwirken mehrerer Fachkräfte des ASD 4. Durchführung eines Hausbesuchs mit zwei Fachkräften zur Verschaffung eines unmittelbaren Eindrucks von dem Kind/den Kindern und der persönlichen Umgebung 5. Ggf. weitere Nachfragen und Ermittlungen im weiteren Umfeld 6. Bei einer vorliegenden akuten Kindeswohlgefährdung unmittelbare Inobhutnahme des Kindes/der Kinder Ab Ende Juni 2017 hat die Stadt Remscheid die Familie gleichwohl sehr eng begleitet und weitere Unterstützungsmöglichkeiten aufgezeigt. Zu keinem Zeitpunkt gab es Hinweise auf ein Gewaltpotential zwischen Mutter und Kind. Das Risiko einer Misshandlung durch Dritte war für die Stadt Remscheid nicht erkennbar. Die Stadt Remscheid hofft, dass das Kind trotz der schweren Verletzungen einen guten Genesungsverlauf erfährt. Die Begleitung der Familie wird auch in Zukunft jederzeit sichergestellt.

Gisela Müller am :

Bei so einem Fall sieht man keine Gefahr, aber bei einer bekannten Person die aus Rache immer wieder Meldungen macht, die sich nie als Wahrheit rausstellen, da geht dem das Jugendamt immer wieder nach. Schrecklich.

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