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Kinderspielflächen zeitgemäß weiterentwickeln

Zur Sitzung des Ausschusses für Schule am 8. November, des Jugendhilfeausschusses am 15. November  und des Haupt-, Finanz- und Beteiligungsausschusses am 16. November haben die Ratsfraktionen von SPD und Grünen sowie die Ratsgruppen von FDP und Wir den Antrag gestellt, die Verwaltung mit der Aktualisierung der Spielflächenplanung zu beauftragen. Dabei möge die Verwaltung insbesondere die demographische Entwicklung in den Einzugsgebieten der Spielflächen, den Spielflächenbedarf (einschließlich der Nutzung der Schulhöfe als Spielfläche) auf Ebene der Stadtbezirke und die derzeitige Finanzausstattung einbeziehen.  

Spielen ist ein Teil der Persönlichkeitsentwicklung von Kindern und Jugendlichen. Im Spiel erwerben sie Kompetenzen und Erfahrungen. Eine Spielfläche fördert die Bewegung und bietet Raum für Begegnungen. Das Ziel der Stadt Remscheid muss es unverändert sein, öffentlich zugängliche Spielmöglichkeiten für Kinder aller Altersgruppen in ausreichender Zahl und in erreichbarer Nähe zum Wohnort zu bieten und damit auch einen Beitrag zur Familienfreundlichkeit der Stadt zu leisten“, heißt es in der Begründung des Antrags. Die Spielflächenplanung aus dem Jahr 2015 weise eine Ungleichgewichtung innerhalb des Stadtgebiets aus. So ergebe sich für den Stadtbezirk Lennep ein Überhang an Spielflächen (einschließlich aller anrechenbarer Flächen) in Höhe von 22 Prozent, während für den Stadtbezirk Alt-Remscheid ein Defizit an Spielflächen in Höhe von 25 Prozent bestehe.

Die Antragsteller: „Die Zahl der Spielplätze hat in den zehn Jahren bis 2015 auf nunmehr knapp 150 öffentliche Spielplätze zugenommen. Gleichzeitig ging die Zahl der Einwohnerinnen und Einwohner in Remscheid zurück. Im besonderen Maße schrumpfte dabei die Zahl der jungen Einwohnerinnen und Einwohner. So reduzierte sich die Altersgruppe, durch die Spielflächen genutzt werden, um rund 20 Prozent. In einigen Stadtteilen ging die Zahl der Kinder und Jugendlichen sogar um mehr als 50 Prozent zurück. Mit den jüngsten Geburtenzahlen verlangsamte sich der Rückgang der Zahl der Kinder und Jugendlichen. Notwendige Instandsetzungen und Pflegearbeiten von Kinderspielplätzen können häufig nicht zeitnah durchgeführt werden. In der Folge müssen oftmals Spielgeräte abgebaut und/oder ganze Spielflächen aus Gründen der Verkehrssicherheit gesperrt werden. Mit den derzeit vorhandenen Mitteln kann rund alle zwei Jahre eine Spielfläche instandgesetzt werden. Es bedarf also eines Zeitraums von 280 Jahren, bis alle Spielflächen wenigstens einmal grundlegend instandgesetzt oder hergerichtet werden können!“

Aus Sicht der antragstellenden Gruppierungen ist es sinnvoll, die derzeitige Spielflächenplanung unter den vorgenannten Frage- und Problemstellungen zu hinterfragen. So könne es etwa zielführend sein, sich auf großflächige Kinderspielplätze mit einer entsprechenden Ausstattung zu konzentrieren, um die Spielflächen attraktiver und die Unterhaltung der Plätze wirtschaftlicher gestalten zu können. Kleine Restflächen böten unter diesem Gesichtspunkt womöglich „eine weniger sinnvolle Option“.

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Kommentare

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Chronist am :

Inzwischen liegt die Antwort der Verwaltung vor: Zielsetzung der fortzuschreibenden Spielflächenplanung sei der der effektivere Mitteleinsatz bei den Unterhaltungsaufwendungen und Investitionen in Spielflächen, heißt es darin. Unattraktive Spielflächen (Kriterien: Erreichbarkeit der Spielflächen der einzelnen Kategorien bzw. Versorgungssituation in den Teilräumen) sollten identifiziert und so ein sinnvoller Mitteleinsatz sichergestellt werden. Zitat: Ansatzpunkt für die Qualitätssicherung im Spielflächenangebot soll eine quartiersbezogene Untersuchung der Nachfragestruktur und der Eignung der vorhandenen Spielplätze und sonstigen Spielgelegenheiten innerhalb des jeweiligen Quartiers sein. Wegen der Komplexität eines entsprechenden gesamtstädtischen Planungsansatzes soll in einer Voruntersuchung ... in zunächst vier Stadtquartieren, jeweils eine in den einzelnen Stadtbezirken Lennep, Lüttringhausen, Remscheid-Süd und Alt-Remscheid, ... untersucht werden.“ Die Verwaltung werde dann (wann?) über das Ergebnis der Erprobung berichten.

Chronist am :

Die Grünen haben jetzt im Rathaus nachgefragt: „Seit Antragsstellung ist mittlerweile rund ein Jahr vergangen. Ein aktueller Sachstand ist uns nicht bekannt. Wie ist der Sachstand bezüglich der Umsetzung des o.g. Antrags? Wenn bereits Maßnahmen in Angriff genommen wurden, wie sind diese finanziell hinterlegt?”

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