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„Jedwedes Leben in Parterre ist besser als Leerstand!“

"Was kommt nach dem Einzelhandel?“, fragte der Waterbölles am 21. September. Und so heißt auch die Ausstellung in verschiedenen leerstehenden Geschäften entlang der Alleestraße, mit der die Landesinitiative StadtBauKultur NRW, finanziert vom Bauministerium NRW, noch bis zum 29. Oktober die Gründe für beklemmende Leerstände in der Stadt aufzeigt und fordert, verlorengegangenes städtisches Leben durch neue Ideen zurückzugewinnen. Das Angebot von Innenstadtmanager Jonas Reimann, eigene Ideen für eine zumindest vorrübergehende Nutzung leerstehende Geschäfte an der Fußgängerzone beizutragen, kamen am Mittwoch im früheren Textilhaus Vogel nur wenige Remscheider nach. Das bedauerte Oberbürgermeister Burkhard Mast-Weisz, als er gestern im Großen Sitzungssaal des Rathauses rund 60 Wirtschaftsförderer und Stadtplaner aus fast 20 nordrhein-westfälischen Kommunen zu der Fachveranstaltung „Gute Geschäfte – Neue Ideen für die Innenstadt“ begrüßte, zu der der StadtBauKultur NRW e. V. eingeladen hatte. „Stimmt, nur wenige waren gekommen“, bestätigte Reimann. Aber es seien „sehr gute Ideen zusammen gekommen“. Welche, sagte er leider nicht. In der gestrigen Ausgabe der Bergischen Morgenpost war von einem Handwerkermarkt mit Arbeiten von Flüchtlingen und Migranten die Rede, zusätzlichen Orten der Begegnung und Ausstellungsmöglichkeiten für Hobbymaler. Das klang „ausbaufähig“!

Als er vor 16 Jahren nach Remscheid gekommen sei, habe er eine „intakte Fußgängerzone“ vorgefunden, erinnerte sich Burkhard mast-Weisz. Seitdem hätten sich große Kaufhausketten wie Kaufhof, Strauss Innovation und Sinn-Leffers ebenso zurückgezogen wie heimische Einzelhändler. Von älteren Remscheidern höre es deswegen oft „Früher war alles besser!“ Eine These für eine wiederbelebt Alleestraße sei, dass mit dem Autos auch wieder mehr Menschen kämen. Doch diese These habe glühende Verfechter und Gegner gleichermaßen. Der OB empfahl, neue Perspektiven in den Bereichen Wohnen, Gastronomie, Hotellerie und Freizeit zu suchen.

Dass sich der kleinteilige, eigentümergeführte Einzelhandel wegen veränderten Einkaufsverhalten aus den kleinen Städten und den weniger attraktiven Lagen zurückzieht, konstatieren auch Wirtschaftsförderer, Stadtplaner und Verbandsvertreter des Einzelhandels. Sie sehen keine Chance, die Uhr zurückzudrehen. Und sie warnen gar – wie gestern der Dr. Ares Kalandides vom Stadt- und Regionalentwicklungsbüros INPOLIS - vor dem Motto „Aus Alt mach Neu!“ Nicht auf neuen Einzelhandel komme es an, sondern auf sinnvolle Alternativen (siehe OB). Denn: „Jedwedes Leben in den Erdgeschossen ist besser als Leerstand!“

In diesem Zusammenhang warb Immobilienberater Edgar Neufeld aus Bochum gestern für die „Zwischennutzungsagentur“, um Ideengeber und Immobilienbesitzer an einen Tisch zu bringen. Derweil arbeitet Samaneh Naseri, Stadtplanerin in der Stadtverwaltung Remscheid, an der Ausschreibung einen Beleuchtungskonzept für die Innenstadt, um dunkle Angsträume durch mehr Licht zu beseitigen und andere Orte attraktiver zu machen.

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Chronist am :

In der öffentlichen Mitgliederversammlung der ISG Alleestraße am 16. November um 18.45 Uhr in den Veranstaltungsräumlichkeiten der EWR wird Edgar Neufeld, der als Inhaber der „Standortentwicklung Neufeld“ mit Sitz in Bochum für die ISG Alleestraße tätig ist, ein immobilienwirtschaftliches Handlungskonzept für die Alleestraße präsentieren, wie Vorsitzender Ralf Wieber heute mitgeteilt hat, und zwar „ werden auf Basis eines ersten Vorschlages für ein Gesamtkonzept für die zukünftige Positionierung der Alleestraße, das aus einer Lage-Analyse der Innenstadt und der Auswertung von gut 20 Experteninterviews mit verschiedenen Innenstadtakteuren und Immobilieneigentümern hervorgegangen ist, denkbare Maßnahmen zur Stärkung der Alleestraße aus Kunden-, Gewerbetreibenden- und Vermietersicht vorgestellt“. Neufeld sei, so Wieber, auf die Analyse, Konzeption und Entwicklung von innerstädtischen Frequenzlagen spezialisiert. Ein Hauptpunkt der Präsentation werde eine fachliche Einschätzung der Ist-Situation und der Zukunftschancen der Alleestraße aus immobilienwirtschaftlicher Sicht sein.

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