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100.000 Kaliumjodid-Tabletten liegen vor

Im Rahmen des Katastrophenschutzes hat die Stadt Remscheid zur Jodversorgung bei nuklearer Verseuchung 100.000 Kaliumjodid-Tabletten durch das Land NRW beschafft und einlagern lassen. Eine Verteilung ist nur für den Ereignisfall vorgesehen, nicht aber vorbeugend (für Kommunen in Nähe von belgischen Atomkraftwerken gelten Sonderregelungen). „Eine Vorverteilung von Jodtabletten an die Bevölkerung der Stadt Remscheid ist aus rechtlichen, wirtschaftlichen und organisatorischen Gründen nicht angezeigt“, heißt es im diesbezüglichen Handlungskonzept, das der Fachdienst Gesundheitswesen hat gemeinsam mit dem Fachdienst Feuerschutz und Rettungsdienst, dem Deutschen Roten Kreuz und den Remscheider Apotheken unter Beteiligung der Amtsapothekerin zur Verteilung der Kaliumtabletten im Ereignisfall erstellt hat.

Derzeitig werden bei dem Fachdienst Feuerschutz und Rettungsdienst 100.000 Tabletten Kaliumjodid 65 mg eingelagert. Um eine möglichst schnelle und flächendeckende Versorgung der Bevölkerung sicherzustellen, ist ein Ziel der Planung, möglichst viele Vergabestellen im Stadtgebiet Remscheid vorzuhalten. Alle Remscheider Apotheken haben ihre Bereitschaft an der Mitwirkung zur Verteilung der Tabletten erklärt. Neben den mehr als 20 öffentlichen Apotheken werden von Seiten der Stadt Remscheid zusätzliche Vergabestellen im Gesundheitshaus (Fachdienst Gesundheitswesen) und an drei DRK-Standorten (Lennep, Güldenwerth u. Remscheid-Mitte) favorisiert. Für die Einlagerung von insgesamt 60.000 Tabletten wird den beteiligten Apotheken eine einmalige Aufwandsentschädigung von 200 € pro Apotheke gezahlt. Die übrigen 40.000 Kaliumjodid-Tabletten werden in der Krankenhaus-Apotheke des Sana-Klinikums gelagert.

Für die Vergabe der Kaliumjodid-Tabletten sollen die Apotheker eine Aufwandsentschädigung von einem-€ pro Patient erhalten. Da Remscheid fast 200 Kilometer vom nächstgelegenen Atommeiler in Belgien entfernt ist, fällt die Stadt Remscheid in die sog. Fernzone. In dieser ist eine Ausgabe der Kaliumjodid-Tabletten nur für Personen bis zum 18. Lebensjahr und für Schwangere vorgesehen.

Für das Konzept „Jodversorgung bei nuklearer Freisetzung“ entstehen der Stadt Remscheid im laufenden Jahr 2017 Kosten in Höhe von ca. 10.000 Euro. Diese setzen sich wie folgt zusammen:

  • 26 Apotheken – Lagerkosten (a 200,00 Euro) 5.200 Euro
  • vier Strahlenmessgeräte (a 500,00 Euro) 2.000 Euro
  • vier Digitalkameras (a 150,00 Euro) 600 Euro
  • Kleinmaterial (Speicherkarten u.s.w) 200 Euro
  • Druck von 100.000 Informationsblätter, die zusammen mit den  Tabletten ausgehändigt werden sollen, ca. 2.000 Euro.

Im Ereignisfall sei für die Verteilung der Tabletten mit weiteren Kosten in Höhe von max. 100.000,00 Euro  zu rechnen, heißt  es in der Beschlussvorlage der Verwaltung zur Sitzung des Ausschusses für Soziales, Gesundheit und Wohnen am 14. November.

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