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25 % Behindertenbeauftragter zu wenig

Presseerklärung des Beirats für die Gleichstellung von Menschen mit Behinderung

Gestern fand in den Räumen der Lebenshilfe e. V. in Remscheid-Lennep die lange geplante Klausurtagung des Remscheider Beirats für die Gleichstellung von Menschen mit Behinderung statt. Zwei Arbeitsgruppen fassten die Vorstellungen des Beirats für die nächste Zeit zusammen mit den sich daraus ergebenden Aufträgen und Forderungen an die Stadt Remscheid. Themenschwerpunkte waren:

  • Akquise neuer Mitglieder, Öffentlichkeitsarbeit, Stärkung der Selbsthilfe
  • Verbesserung von Vernetzung, strukturellen Rahmenbedingungen, und Schnittstellen zu anderen Gremien.

Mehrere Resolutionen sollen in der nächsten Sitzung des Beirats am 12. Dezember beschlossen werden.

Bis vor wenigen Jahren hatte der Behindertenbeauftragte der Stadt noch eine volle Stelle zur Verfügung, diese wurde dann auf eine halbe Stelle reduziert, kürzlich bekam der Behindertenbeauftragte zusätzlich die Aufgabe eines Seniorenbeauftragten übergeben. Das bedeutet insgesamt eine Reduktion von einer ganzen auf eine Viertelstelle. Dem Beirat selbst stehen - nicht wie anderen vergleichbaren Gremien – keinerlei eigene finanziellen Mittel zur Verfügung. Trotz der besonders großen Schnittmengen aufgrund gemeinsamer Interessen der Beiräte für Senioren und Menschen mit Behinderung liegt die Zuständigkeit für sie in unterschiedlichen Dezernaten. Dies ist nach Meinung unseres Beirats für die Arbeit beider Gremien abträglich statt förderlich.

Inklusion bedeutet die Ermöglichung umfassender Teilhabe aller Menschen, auch der mit Behinderung, an allen gesellschaftlichen Aktivitäten. Stellungnahmen zu sämtlichen politischen Fragestellungen sollten somit unter dieser Voraussetzung selbstverständlich sein, auch in städtischen Ausschüssen und anderen Gremien. Es ist heutzutage nicht mehr plausibel, weshalb sich Vertreter der Beiräte nicht zu allen Themen äußern dürfen sollten, auch wenn diese sich nicht um Barrierefreiheit im engeren Sinne drehen. Von der Entwicklung in einer Stadt und deren zukünftige Gestaltung sind alle Menschen betroffen, auch und in vielen Fällen besonders Menschen mit Behinderung. Wer die UN-Behindertenrechtskonvention ernst nimmt, kann sich dieser Erkenntnis nicht verschließen und sollte entsprechende Maßnahmen ergreifen, die dies möglich machen. Wie in vielen Vereinen ist ehrenamtliche Tätigkeit auch im Beirat häufig durch ältere Menschen abgedeckt. Wenn diese dann noch durch Krankheit gehandicapt sind, ist oft eine effektive Arbeit sehr erschwert. Bürokratische Hürden wirken zusätzlich als Hemmnisse, Verantwortung in der ehrenamtlichen Arbeit zu übernehmen. Die Akquise neuer Mitglieder bzw. Mitgliedsgruppen stellt sich so als eine besondere Herausforderung dar. Hierbei sollen auch die Medien in Zukunft noch stärker eingebunden werden, weshalb wir eine verbesserte Zusammenarbeit anstreben. (Karl-Heinz Bobring, 1. Vorsitzender)

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