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Politik wünscht Gespräche mit Firmengründern

„Eine neue Gründerzeit in unserer Stadt schaffen“ hat die CDU-Fraktion ihren Antrag zur  morgigen Sitzung des Rates überschrieben, die Verwaltung möge den politischen Gremien „einen umfangreichen Bericht über die Unternehmensneugründungen und die Entwicklung der Gründerszene in Remscheid im Zeitraum von 2012 bis 2017“ vorlegen. Zugleich wünscht sich die CDU eine Einladung an die Unternehmensgründer aus dieser Zeit, um schließlich „Ziele und Strategien zur Stärkung Remscheids als Gründerstandort zu erarbeiten“. An Besichtigungen und Gesprächsrunden von Startup-Unternehmen aus diesem Zeitraum sollten die Mitglieder des Haupt-, Finanz- und Beteiligungsausschuss und des Ausschusses für Stadtentwicklung, Wirtschaftsförderung, Energieeffizienz und Verkehr teilnehmen, schlägt die CDU vor. Beide Ausschüsse sollten fortlaufend über aktuelle Maßnahmen und Projekte der Landesregierung zu Unternehmensneugründungen und Startup-Unternehmen unterrichtet werden. Abschließend fordert die CDU-Fraktion, „umfassend in der Öffentlichkeit zu berichten“.

In der Antragsbegründung heißt es, nur durch einen Dialog zwischen Gründern, Verwaltung und Politik könnten positive Standortvorteile Remscheids herausgestellt und notwendige Potentiale zur Verbesserung erkannt werden. Ziel sollte es auch sein, „Strategien und Ziele zur Gründerfreundlichkeit unserer Stadt gemeinsam zu erarbeiten und zu formulieren, die dann von der Verwaltung umgesetzt werden.“

Von der SPD-Fraktion stammt der ergänzende Antrag, neben den Unternehmungsgründungen auch über die Entwicklung der Lebenshaltungskosten in Remscheid zu berichten, da diese für Neugründungen eine positive Rahmenbedingung darstellen. . Und zu den Gesprächen sollten auch Vertreter der bestehenden Netzwerke wie die Gründerschmiede e.V., die Bergische Struktur- und Wirtschaftsförderungsgesellschaft mbH, die Neue Effizienz Bergische Gesellschaft für Ressourceneffizienz mbH eingeladen werden. Dabei sollten die Teilnehmer dann berichten, welche Rahmenbedingungen für Gründungen erforderlich und hilfreich und welche Cluster für Gründungen im Bergischen besonders geeignet sind.

Vorgeschlagen wird von der SPD ferner, die Bergische Universität mit ihrem Kompetenzfeld „Entrepreneurship und Innovation“ über Prof. Dr. Christine Volkmann einzuladen und durch einen gesonderten fachlichen Beitrag die weitere Debatte in den Remscheider Ratsgremien zu bereichern. Begründung: „Die Bergische Universität betont dabei, dass ihre Forschungsaktivität insbesondere auf innovatives Unternehmertum, unternehmerische Persönlichkeit, soziales Unternehmertum, Gründungsfinanzierung, Organisation des Innovations-managements, Wissenstransfer zwischen öffentlichen Forschungs-einrichtungen und Unternehmen sowie Forschungs- und Technologiepolitik gerichtet sei. Es wäre schade, wenn wir diese hohe Kompetenz direkt in unserer Bergischen Heimat nicht einbeziehen würden.“

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SPD Remscheid am :

„Wir müssen das Rad nicht neu erfinden, wenn wir Erfinder stärken wollen. Wir müssen das lebendige Bergische Netzwerk nutzen.“ Zum Antrag „Eine neue Gründerzeit“ in der kommenden Ratssitzung hat die SPD-Ratsfraktion weitere Ideen und Ergänzungen formuliert. Sven Wolf, Fraktionsvorsitzender der SPD-Ratsfraktion, erklärt hierzu: „Wenn man über Startups spricht oder dazu etwas liest, dann denkt man leider immer erst an einen hipen Coworkingplatz in Berlin oder Köln, leider erst danach an Remscheid. Das ist falsch, denn auch hier gibt es eine Atmosphäre, in der neue Gründungen gedeihen können. Dafür müssen wir nicht das Rad neu erfinden, sondern können von anderen lernen. Voraussetzungen sind: Günstig wohnen, dazu Unternehmer, die gerne Neues herstellen wollen, und die Nähe zur Bergischen Universität. Das sind gute Rahmenbedingungen, in denen so etwas gemeinsam gelingen kann. Wir freuen uns auf die künftige Debatte und darauf, dass sich inzwischen viele Fraktionen und Gruppen mit diesem Thema beschäftigen.“ Bereits im September 2015 lud die SPD-Ratsfraktion die Wirtschaftsjunioren ein, um sich von der damals noch ganz frischen Idee einer Remscheider Gründerschmiede berichten zu lassen. Im Mai 2016 informierte sich die SPD vor Ort in Köln bei einem Besuch des STARTPLATZ im Kölner Mediapark über die Rahmenbedingungen von Coworkingspaces und Startups. Dort erläuterte Dr. Lorenz Gräf, der Geschäftsführer des Kölner STARTPLATZ, dass nicht nur Arbeitsplätze zur Vermietung bereitstehen, sondern zugleich Mentoren die jungen Gründer unterstützen. Neben diesem Flair für Gründungen und dem direkten Austausch sind niedrige Lebenshaltungskosten eine Voraussetzung über Startups zu ermöglichen. Dies war auch eine wesentliche Erkenntnis, die der SPD-Fraktionsvorsitzende Sven Wolf von der Innovationsreise im September 2016 mitbrachte, die von der Remscheider Unternehmerin Inga Bauer organisiert wurde. Des Weiteren sind Startups in Berlin auf den Kontakt zu produzierenden Unternehmen angewiesen, die bereit sind, sich auf neue Produktideen einzulassen. „Drei Tag mit Bergischen Unternehmern in Berlin unterschiedlichsten Startups zu begegnen war eine tolle Erfahrung. Was Berlin hat, ist Flair und dazu günstiges Wohnungen, ähnlich wie Remscheid. Was fehlt, sind kleine und mittelständische Unternehmen, die sich nicht scheuen, mal was Neues auszuprobieren und zu produzieren. Dafür müssen die Startups in Berlin erst in der ganzen Republik suchen. Dabei könnten sie hier im Bergischen schnell fündig werden“ resümiert Sven Wolf. Er war bereits im Oktober 2016 Mitglied der Gründerschmiede e.V. geworden.

Chronist am :

In der heutigen Ratssitzung schloss sich die CDU dem Ergänzungsantrag der SPD an, der sodann bei vier Enthaltungen der Grünen einstimmig angenommen wurde. Für die Grünen hatte David Schichel zuvor die Enthaltung damit begründet, dass der im Wortlaut sehr umfangreiche Antrag inhaltlich nicht sehr viel Substanz habe. Ganz anderer Meinung war Thomas Brützel (W.i.R.). Er fragte Baudezernent Peter Heinze, was die Verwaltung denn wohl „liegenlassen müsse, wenn sie diesen Antrag bearbeiten müsse“. Heinze sagte zu, das nach getaner Arbeit gegebenenfalls berichten zu wollen.

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