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Blauer Mond: ALDI bleibt Lösung schuldig

Pressemitteilung der Stadt Remscheid

Auf der Grundlage von Gesprächen zwischen der ALDI Gesellschaft Radevormwald, der Geschäftsleitung der RSE Grundbesitz und Beteiligungs GmbH sowie der Salzgitter Mannesmann Stainless Tubes Deutschland GmbH wurde der Stadt Remscheid gegenüber das gegenseitige Interesse signalisiert, den „Blauen Mond“ als Wahrzeichen zu erhalten. Der Wiederaufbau würde an anderer Stelle in einer Höhe von rund 17 Metern, dies entspricht in etwa dem jetzigen niedergelegten „Kopfteil“ des Mannesmannturmes, erfolgen. Hierfür ist ein Standort im Zufahrtsbereich der Salzgitter Mannesmann Stainless Tubes Deutschland GmbH als Nachfolgeorganisation der Fa. Mannesmann Werke an der Bliedinghauser Straße in Aussicht genommen. Über den weiteren Umgang mit dem verbleibenden Stahlskelett auf dem Geschäftsparkplatz an der Burger Straße wurde keine Aussage getroffen.

Eine nicht maßstabs- und lagegetreue Darstellung ist aus der Bildmontage der Stadt Remscheid links ersichtlich. Baudezernent Peter Heinze zeigte sich über die Vorschläge für den Wiederaufbau enttäuscht: „Wie ein multinationales Unternehmen wie Aldi so nachlässig mit einem so wichtigen Identifikationsdenkmal für ganz Remscheid umgehen kann, kann ich überhaupt nicht nachvollziehen. Aldi muss hier noch einmal nacharbeiten“, stellt Heinze fest.

Der aktuelle Vorschlag der Firma ALDI wurde dem notwendigen intensiven Auseinandersetzungs- und Diskussionsprozess seitens der Stadt Remscheid unterzogen. Als Ergebnis ist nun festzuhalten, dass dem Vorschlag nicht gefolgt werden kann. Die Bezirksvertretung Süd wurde in der Sitzung am 13. Dezember darüber informiert. Eine teilweise Versetzung des Denkmals in der vorgeschlagenen verkürzten Form würde dem Charakter und der Bedeutung des Denkmals nicht gerecht werden. Weniger als ein Drittel einschließlich des „MW“-Emblems würde von dem ursprünglich knapp 59 Meter hohen ehemaligen Messeturm nur noch übrig bleiben.

Waterbölles: Da kennen die Verantwortlichen von ALDI Nord die Remscheider aber schlecht. Das Angebot des Discounters wird insbesondere im Südbezirk nicht als ernsthaft gemeintes Angebot verstanden, sondern als Kampfansage. In der Rolle der Firmenberater möchte ich nicht stecken. Denn das könnte noch einige Kunden kosten...

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Kommentare

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Hans Werner Degiorgio am :

Es wäre ja äußerst interessant zu wissen, was dann mit dem verbleibenden Stahlskelett auf dem Geschäftsparkplatz an der Burger Straße geschieht. Wird dieser dann abgebaut und die Mobilfunkantennen entfernt? Wer erhält eigentlich die Mietzahlungen für die Antennen? Und: Herr Kaiser, Sie haben vollkommen recht, die Kunden haben es in der Hand.

SPD Remscheid am :

Zur gestrigen Ankündigung der Stadt Remscheid, dass der Blaue Mond von Mannesmann statt am ursprünglichen Standort nun woanders und kleiner wiederaufgebaut werden soll, erklären Sven Wolf, Fraktionsvorsitzender der SPD, und Stefan Grote, Bezirksbürgermeister Süd: „Seit Jahren führt uns ALDI an der Nase herum. Das kann nicht im Interesse eines Einzelhändlers sein, der eigentlich Kunden gewinnen will. Die Verärgerung und der Imageschaden in Remscheid ist nunmehr so massiv, dass es vermutlich bald auch an den Zahlen ablesbar ist. Mit diesem Eiertanz führt sich ALDI wie ein Elefant im Porzellanladen auf. Wir fordern die Stadt nunmehr eindringlich auf, alle rechtlichen Mittel vollständig auszuschöpfen. Denn es kann nicht sein, dass ein großer Konzern ein Denkmal abreißt und sich weigert dieses wieder aufzubauen!“ In der gestrigen Bezirksvertretersitzung, wo auf einem Bild dargestellt wurde, wie ALDI das „gekürzte Denkmal“ an einen anderen Ort platziert, äußerte sich bereits Bezirksbürgermeister Stefan Grote: „Legoland lässt grüßen!“. Ferner bat er die Verwaltung darum, alle Mittel jetzt konsequent auszuschöpfen, um den Wiederaufbau in der Ursprungsform durchzusetzen. „Auf meine bisherigen Schreiben an den ALDI-Konzern habe ich auch als Landtagsabgeordneter nur Ausreden oder keine Antworten erhalten. Für mich ist klar: ALDI hat mich persönlich mit diesem unerträglichen Verhalten als Kunden dauerhaft verloren“ ergänzt Sven Wolf.

Gerd Rothbrust am :

Im Waterbölles vom 18.6.2015 war zu lesen, dass die Standsicherheit des „Blauen Mondes“ nicht mehr zu 100% gesichert ist. Als Eigentümer ist Aldi vor allem für die Sicherheit seiner Kunden verantwortlich. Das Denkmal ist somit zweitrangig! Die reißerische Formulierung der SPD-Größen: „…Denn es kann nicht sein, dass ein großer Konzern ein Denkmal abreißt und sich weigert dieses wieder aufzubauen!“ erscheint hier ein wenig überzogen. Denn: Die „Denkmalschützer“ sind immer schnell wenn es ums Schützen geht, aber bei der Kostenübernahme sieht es ganz anders aus! Die Formulierung: „…Das kann nicht im Interesse eines Einzelhändlers sein, der eigentlich Kunden gewinnen will. Die Verärgerung und der Imageschaden in Remscheid ist nunmehr so massiv, dass es vermutlich bald auch an den Zahlen ablesbar ist.“ kann unter "nicht ernst zu nehmende Spekulation“ aus dem Gebiet: „Wünsch dir was… und Wählerwerbung“ eingeordnet werden.“

Hans Werner Degiorgio am :

Vielleicht hätte man ja aufgrund der mangelnden Standsicherheit die schweren Mobilfunkantennen, die ja außer dem Gewicht eine hohe Windlast haben, entfernen können. Aber für das Mannesmann Zeichen bekommt man wohl keine Miete.

Chronist am :

Es sieht danach aus, als ob sich die Stadt Remscheid und der ALDI-Konzern vor Gericht um den Mannesmann-Turm („Blauer Mond“) streiten werden, der derzeit auf dem Parkplatz des Discounters an der Burger Straße auf seine „Wiederauferstehung“ wartet. Denn der jüngste Brief von ALDI an die Stadt enthält lediglich die Erneuerung des Vorschlages, nur ein Drittel es insgesamt 59 Meter hohen Stahlskeletts vor einem Werkstor an der Bliedinghauser Straße zu errichten. „Unakzeptabel“, sagt Amtsleiter Jörg Schubert und verweist auf den Denkmalschutz, dem der Turm unterliegt. Damit beginnt nun offiziell ein Anhörungsverfahren, in dessen Verlauf die Firma gegen die Anweisung der Stadt Remscheid, den alten Zustand wieder herzustellen, klagen könnte.

Gerd Rothbrust am :

Lt § 30 (Fn 5) des DSchG NRW gibt es die Möglichkeit der Enteignung. So könnte die Stadt Remscheid die ca. 450 m² der Grundfläche des Denkmalstandortes enteignen und das Denkmal auf eigene Kosten wieder aufbauen und unterhalten – wenn es so überaus wichtig ist...? ALDI könnte auch die Anwendung von §31 des DSchG verlangen.

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