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Ehrenamtliche gezielt begleiten!

Ehrenamtliches Engagement setzt Vertrauen voraus – klare Strukturen und Ansprechpartner/innen sind zwingend erforderlich. Die Betreuung des bürgerschaftlichen Engagements kann nicht „nebenbei“ erfolgen und in den übrigen Aufgaben untergehen. Besonders im Umgang mit freiwillig engagierten Bürgerinnen und Bürgern und den Trägern der freien Wohlfahrtspflege ist Kontinuität ein wesentlicher Erfolgsfaktor, da sich der erneute Aufbau von Beziehungen zu Ehrenamtlichen und Trägern sonst als sehr zeitaufwändig gestaltet. Bei Stellenneubesetzungen und längeren Abwesenheiten sollte daher eine Übergangslösung oder zumindest eine Verabschiedung mit Ankündigung und Vorstellung des bzw. der neuen Verantwortlichen erfolgen. Auch im Falle längerer Fehlzeiten ist die klare Benennung eines „Kümmerers“ für diesen Zeitraum sinnvoll und kann dem Eindruck eines städtischen Desinteresses am Thema „Ehrenamt in der Flüchtlingshilfe“ entgegenwirken.

Wichtig ist zudem, dass sich die Stadt und ihre politische Führung mit den eigenen Erwartungen und Pflichten gegenüber dem Ehren-amt beschäftigt. Dabei muss deutlich werden:

Das Ehrenamt ist eine freiwillige Tätigkeit, die ohne jeden Leistungsdruck erfolgen soll. Aufgabe der Stadtverwaltung sollte dabei nicht die Kontrolle des Ehrenamts sein, sondern die Schaffung eines strukturellen Rahmens, in dem sich Bürgerinnen und Bürger engagieren können.

Ehrenamtlich tätige Personen sind keine Arbeitskräfte auf deren Schultern die Planung und Durchführung von Angeboten alleine ruhen darf – auch darf der Regelbetrieb von Einrichtungen und Maßnahmen nicht auf der Arbeitsleistung von Ehrenamtlichen aufgebaut werden. Ehrenamt braucht Hauptamt und das sowohl bei den Institutionen, die Ehrenamtliche einsetzen, als auch innerhalb der Verwaltung, die als einzige Organisation dazu in der Lage ist, alle beteiligten Akteure kommunal zu vernetzen und zwischen Kommune und freier Wohlfahrtspflege zu vermitteln.

Nur wenn von Seiten der Stadt eine zuverlässige Betreuung der Träger und Ehrenamtlichen geleistet wird, erhält sie auch das Recht, verpflichtende Leitlinien für die ehrenamtliche Arbeit mit Geflüchteten aufzustellen und deren Umsetzung einzufordern. Gespräche zwischen den Akteuren sollten daher, wie in allen Bereichen des gesellschaftlichen Zusammenlebens, auf Augenhöhe erfolgen und die Bedürfnisse aller Beteiligten mit Respekt behandelt werden.

Die aktive Kommunikation zwischen Ehrenamtskoordination mit den städtischen und den nicht-städtischen Akteuren ist dabei auch das wirkungsvollste Mittel, bereits bestehende Parallelstrukturen abzubauen und die Bildung neuer zu vermeiden. Besonders unter Berücksichtigung der angespannten Haushaltslage ist im Sinne der nachhaltigen und effektiven Nutzung von öffentlichen Geldern eine unbewusste Überlagerung von Arbeitsbereichen und Zuständigkeiten zu vermeiden und kann durch eine offene Kommunikation auch vermieden werden.

(Seit der Ratssitzung vom 30. November 2017 ist das neue „Ehrenamtskonzept für die Flüchtlingsarbeit der Stadt Remscheid“ beschlossene Sache. Der Waterbölles veröffentlicht es in einzelnen Kapiteln. Teil 2)

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